Förderschule St. Martin in Düngenheim

Koordination: Barbara Bertsch

Wir freuen uns, mit MUS-E® ab dem Schuljahr 2021/22 auch an der Förderschule St. Martin in Düngenheim vertreten zu sein. Im zweiten Schulhalbjahr 2021/22 beschäftigt sich die Oberstufe O1 mit einem Cartoon/Visual Arts-Projekt unter der Leitung von Evamaria Deisen.


Schuljahr 2021/22

2. Halbjahr: Visual Arts

Die Oberstufe O1 der Förderschule St. Martin in Düngenheim beschäftigte sich in den MUS-E® Stunden des zweiten Halbjahres gemeinsam mit Designerin Evamaria Deisen mit den Visual Arts. Zu Beginn jeder Stunde fand ein Begrüßungsritual statt, das den Schüler:innen ein Ankommen in der Klasse ermöglichte und sie für die kommende MUS-E® Einheit aktivierte. Gemeinsam entschieden sich die Schüler:innen für die Gestaltung eines Stoff-Murmeltiers. Hierfür wurde eine Pappe über vier große Tische verteilt. Danach kam ein Stofftier mit einem Halsband mit einer sehr langen Schnur hervor. Der Prozess gestaltete sich folgendermaßen: Ein:e Schüler:in wirft das Tier zu einer:m anderen Schüler:in, und die Kinder fangen an, die lange Schnur auf der Pappe mit einem schwarzen Filzstift nachzumalen. Jedes Kind kommt an die Reihe, und bald ist eine Art Tiffany-Glasfenster-Muster entstanden.


Seit März 2022 ist die Oberstufe O1 nicht nur eine MUS-E® Klasse, sondern sie nimmt auch am Erasmus+ Projekt EmocionArte teil. Das Interesse seitens der Schüler:innen ist sehr groß. Sie haben erfahren, dass sie mit anderen Förderschulen aus 6 anderen Länder teilnehmen und waren deswegen ganz aufgeregt. Eines Tages haben die Kinder spontan Evamaria Deisen die Idee geäußert, dass sie ein Bewegungsspiel machen wollen, aber – für alle Kinder dieser Förderschulen! Über mehrere Wochen wurden Ideen ausgedacht, und nach langem Überlegen wurde schließlich ein Spiel kreiert. Mit der MUS-E® Klasse der benachbarten Grundschule St. Martin Düngenheim wurde das Spiel getestet. Da der Probelauf ein voller Erfolg war, möchten die Schüler:innen dieses Spiel an die zwei anderen EmocionArte Förderschulen in der Nähe von Freiburg senden. Evamaria Deisen, die Förderschullehrerin und Rektorin Uta Widmayer werden dies ermöglichen und möchten dazu noch ein Kommunikationsnetzwerk für die Schuler:innen der teilnehmenden Förderschulen einrichten. Hierfür soll die Oberstufe O1 Postkarten anderer Schulen erhalten, die ihr Spiel spielen wollen. 

 

Was wurde erreicht?

  • Schulung der Wahrnehmung und Bewegung 
  • Entwicklung sozialer Kompetenzen
  • Kommunikation: planen, realisieren und reflektieren 
  • Unterstützung der Fein- und Grobmotorik durch Malen

„Stell euch mal vor, wir werden eine Karte von Italien bekommen!“ Da jubelten alle Kinder! Wir denken, ihre Wünsche werden wahr.

1. Halbjahr: Kleine Theaterwerkstatt – Grundlagen des kreativen Darstellenden Spiels

Mit der Oberstufe 1 der Förderschule St. Martin in Düngenheim machte Schauspielerin Julia Prochnow verschiedene Übungen und Spiele, um die Fähigkeit der einzelnen Teilnehmer, sich kreativ, körperlich (Pantomime), und sprachlich auszudrücken, zu erweitern. Zur Einstimmung wurde mit einem Warm-up begonnen. Das waren zum Beispiel Aktionsspiele, Konzentrationsübungen oder einfache Entspannungsübungen. Eine Traumreise wurde mehrfach durchgeführt, weil diese den Teilnehmer:innen besonders gut gefallen hat. Pantomime und Improvisation waren die Hauptthemen des Projekts. Vor Weihnachten konnte die Klasse ein kleines szenisches Spiel entwickelen, proben, die nötigen Requisiten basteln und die Aufführung auf Video aufnehmen. Da es Priorität für die MUS-E® Künstlerin hatte, dass alle Teilnehmer:innen, auch die mit einer schwereren Beeinträchtigung, in das Weihnachtsstück integriert sind und Aufgaben erfüllen, entstand die Idee, eine szenische Geschichte mit einem Schattentheater zu kombinieren. So konnten alle Schüler:innen eine wichtige Funktion übernehmen und so zu einer schönen Ensemblearbeit beitragen. Nach Weihnachten lag das Hauptaugenmerk auf dem Thema Improvisation, wo aus dem Leben gegriffene Situationen in verschiedenen Rollen nachgespielt wurden. Dabei entstanden viele schöne und auch komische Szenen.

Was wurde erreicht?

  • Steigerung des Selbstbewusstseins
  • Förderung der Sprache
  • Förderung der Kreativität
  • Weiterentwicklung des respektvollen und liebevollen Umgangs der Schüler:innen miteinander