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2018: MUS-E feiert 25. Geburtstag mit einer Festwoche

Save the date: 28.10. - 2.11.18, Festwoche in Bern

1993 initiierte Yehudi Menuhin gemeinsam mit Werner Schmitt und Marianne Poncelet sowie einem internationalen Expertenteam aus Bildung und Wissenschaft das Programm MUS-E®. Bereits ein Jahr zuvor gründete er die International Yehudi Menuhin Foundation (IYMF) mit Sitz in Brüssel.

 

1994 unternahm das Team erste Schritte zur internationalen Verbreitung des Programms durch die IYMF.

 

Seit seiner Kindheit war es Yehudi Menuhin ein Anliegen, durch Musik die Welt zu verändern. Visionär und Philosoph zugleich, führte seine globale Weitsicht zu tiefen Erkenntnissen über die Wirkungen der Künste auf die Menschen, die er in das Programm MUS-E® einfließen ließ.

 

In mittlerweile zwölf europäischen Ländern und Israel bildet MUS-E® einen wesentlichen Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung für mehr als eine Million Kinder.

Das Jubiläum wird in Bern in der Schweiz vom 29.10. bis 2.11.2018 mit einer Festwoche voller Netzwerkmöglichkeiten, Workshops und Konzerten gefeiert. Die MUS-E-Woche ist offen für alle Interessierten! Es folgen in Kürze weitere Infos zu Programm und Organisatorischem.

Schreiben Sie uns bei Interesse und Fragen an info@mus-e.de!

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2016: Benefiziveranstaltungen in Gedenken an Yehudi Menuhin

Geprägt war das Jahr 2016 durch den 100. Geburtstag Yehudi Menuhins und den damit verbundenen Benefizveranstaltungen. Weltweit erinnerten Konzerte an den Musiker und Humanisten, zwei davon unter Beteiligung von MUS-E Deutschland e.V.

 

Am 28.8. erinnerten herausragende Solisten in der Gedenkstätte Bergen-Belsen an das historisch bewegende Konzert von 1945, das Menuhin den damals dort lebenden "Displaced Persons" widmete.

Es folgte am 27.11. das Benefizkonzert in der Gethsemanekirche Berlin,

u.a. mit dem Orchester Klangforum Schweiz und dem Orpheus-Chor Bern.

 

Die CD zum Konzert ist über den Verlag Müller & Schade zu erwerben

(Moserstrasse 16, CH-3014 Bern, musik@mueller-schade.com).



28.8.1016: Benefizkonzert in Bergen-Belsen

Am 27. Juli 1945 fuhren Yehudi Menuhin und Benjamin Britten zu einem Konzert nach Bergen-Belsen.

 

Das einstige Konzentrationslager diente damals als Aufenthaltsort für Zehntausende von Displaced Persons. In dem ehemaligen Offizierskasino, wo der weltbekannte Geiger gemeinsam mit dem britischen Komponisten und Pianisten auftrat, war das letzte Krankenbett vor gerade einmal sechs Tagen geräumt. Die Baracken des KZ waren niedergebrannt, die Massengräber noch nahezu frisch aufgehäuft. Bis ins Mark wurden die Musiker erschüttert. Benjamin Britten soll es zeitlebens verweigert haben, über Belsen und über das dortige Konzert zu sprechen. Yehudi Menuhin hatte hingegen mehrfach daran erinnert. Dennoch hat sich kein Dokument des damaligen Programmes erhalten.

 

Der Initiative des Berner Cellisten und Musikpädagogen Werner Schmitt, heute Vizepräsident der International Yehudi Menuhin Foundation, ist es zu verdanken, dass das einzigartige und seinerzeit auch umstrittene Konzert am 28. August 2016 an der historischen Stätte zur Wiederaufführung gelangte. Schmitt rekonstruierte das einstige Programm mithilfe der Fachliteratur und anhand der zahlreichen Gespräche, die er mit Menuhin geführt hatte, sowie aus historischen Zeugnissen und der Autobiographie von Anita Lasker-Wallfisch, die Auschwitz und Bergen-Belsen überlebte.

Für das Konzert von 2016 konnten die jungen Solisten Aleksey Semenenko (Preisträger des Reine Elisabeth Concours) und Inna Firsova gewonnen werden, welche mit ihrer großartigen und berührenden musikalischen Leistung der anspruchsvollen Aufgabe zur Nachempfindung und Erinnerung gerecht wurden.

Allen Protagonisten, einst wie heute, war es eine Geste und Initiative, die als humanitär und zugleich politisch zukunftsweisend galt: Musik wurde nach der Befreiung buchstäblich als Instrument eingesetzt und ist als solches auch in Gegenwart und Zukunft einzusetzen, wenn es gilt, unter den Bedingungen vormaliger Verachtung und Lebensvernichtung erstmals wieder Welten der Verständigung und des Übereinkommens aufzutun.