MUS-E® in Steinen am Meret-Oppenheim-Schulzentrum

Regionale Koordination: Petra Faißt

Die Realschule am Meret-Oppenheim-Schulzentrum Steinen ist eine offene Ganztagsschule im ländlichen Raum.


Schuljahr 2019/20

1. Halbjahr: (Kein) echter Toter

Die Theaterpädagogin Maren Spencer führte mit der Klasse 6a ein Theaterprojekt durch. Nach einem gegenseitigen Kennenlernen über Übungen und Spiele wurden die Kinder mit verstärkter Gruppendynamik an das Theaterspiel und die Pantomimik rangeführt. Neben "Freeze" und "Raumlauf" wurde improvisiert und Szenen beschrieben. Im Anschluss wurde gemeinsam das Theaterstück mit dem Titel "(Kein) echter Toter" auf die Beine gestellt. Hierzu wurden Requisiten und Kostüme hergestellt, Choreografien und Texte geprobt. Schließlich fand das Stück seine Aufführung auf einer kleinen Werkschau, bei der Eltern, Freunde sowie die Schulleitung anwesend waren.


Was wurde erreicht?

  • Verbesserung des Selbstbewusstsein
  • Trainieren von Transferleistungen
  • Steigerung der Hilfsbereitschaft im Gruppengefüge
  • Verstärkung der Körperpräsenz
  • Förderung des respektvollen Miteinanders

"Nach und nach steigerten die Schüler*innen ihren spielerischen Fokus und schafften es, diesen über Körperhaltung, Stimme und Blickrichtung mutig in den gesamten Theaterraum zu transportieren und zu halten."

- Maren Spencer


1. Halbjahr: Eine ungewöhnliche Safari

Auch die Klasse 6d setzte mit Theaterpädagogin Maren Spencer nach der Heranführung an die Theaterkunst ein eigenes Stück mit dem Namen "Eine ungewöhnliche Safari" um: Eine Gruppe von Stadtmenschen möchte dem Alltag entfliehen und macht sich auf zu einer Busreise ganz weit weg. Auf dem Weg zur Safari erleben sie eine bunte, ruckelnde Busfahrt. Der Busfahrer leitet die Gruppe sicher bis zur Ankunft und mimt dann den Safariführer. Verschiedene wilde Tiere treten auf und trinken am Fluss, grasen, springen umher, jagen einander. Dem Leopard, der sich gerade sonnt, wird die Nähe der Tourist_innen irgendwann zu unheimlich, und so endet das Geschehen mit einer Verfolgungsjagd.


Was wurde erreicht?

  • Verbesserung der Entscheidungsfähigkeit
  • Förderung des abstrakten Denkens
  • Üben eines respektvollen Miteinanders
  • Kennenlernen und Trainieren der Teamarbeit

"Anfangs fiel es der Klasse schwer, sich in Gruppenarbeiten auf gemeinsame Themen/Handlungen/Ideen zu einigen. Wir gaben Hilfestellung, und nach und nach klappte es immer besser, und auch private Streitereien konnten mit der Zeit besser ausgeblendet werden."

- Maren Spencer



Schuljahr 2018/19

2. Halbjahr: Skulpturen in Stein

Bildhauer Michael Jaks brachte den MUS-E Schüler*innen der Klasse 5a die Kunst der Bildhauerei näher. In den MUS-E Stunden entstanden kreative Skulpturen aus Stein. Viele Kinder kreierten menschliche Figuren, die sie mit bunten Farben verzierten.

 

"Obwohl es 22 Kinder im Werkraum sind, herrscht eine gute Arbeitsatmosphäre, man hört emsiges Klopfen und Raspeln. Zwischendurch Kinderlachen und die immer wiederkehrende Frage: 'Ist das schon gut, Herr Jaks?'"

- Michael Jaks


Was wurde erreicht?

  • Schaffen von Erfolgserlebnissen
  • Ausweitung der Frustrationstoleranz
  • Verstärkung des Selbstwertgefühls
  • Förderung der Eigenmotivation
  • individuelle Lernerfahrungen und schöner Gruppenprozess

"Bildhauern geht nicht so schnell hier kannst du noch, und da sollte man –; so leicht gebe ich mich nicht zufrieden. Ich weiß, dass sie noch mehr können."

- Michael Jaks


1. Halbjahr: Wer bin ich und was bewegt uns?

Die Klasse 5d und Künstlerin Gaby Roter planten ein großes Gemeinschaftsbild mit Aussage. Von einer Collage, die jedes Kind für sich anfertigte, wurden Themen und Bilder gefunden, die alle Teilnehmenden ansprachen. Zeitschriften und selbstgemachte ausgedruckte Fotos dienten als Grundlage. Das Sammeln von Ideen mit Hilfe von Zeitungen half über die große Frage des „Was male ich?" spielerisch hinweg. Viele Kinder brachten im nächsten Schritt Fotos von zu Hause mit.

Die angefertigte Collage mit Fotos wurde durch mehrmaliges Übermalen gestaltet. Abschließend dokumentierten die Schülerinnen und Schüler das Ergebnis mit ihren Smartphones. Wir finden die Ergebnisse spektakulär und freuen uns auf weitere spannende MUS-E Stunden in Steinen!


Was wurde erreicht?

  • Weckung eines Verständnisses für die Farbenlehre
  • Üben in Komposition und Gestaltung
  • Stärkung der Kommunikationsfähigkeiten
  • Üben in Rücksichtnahme
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Person
  • Ausdrücken von Wünschen und Bedürfnissen über die Kunst
  • Verbesserung des Gemeinschaftsgefühls in der Klasse

"Die Sinnfrage war groß: "Warum alles übermalen, dann sehe ich doch gar nicht mehr, was darunter ist!" Das Mischen von Farben war recht anspruchsvoll, aber mit der Zeit haben die Kinder sich gegenseitig darauf aufmerksam gemacht, wenn Farben nicht gemischt waren. Bei der Hängung der Ausstellung waren sogar die ganz coolen Jungs richtig stolz, und das Fotografieren mit den Handys wäre schon wieder ein neues Bildthema, aber leider ist das Projekt zu Ende."

- Gaby Roter