MUS-E® international

Quelle: International Yehudi Menuhin Foundation
Quelle: International Yehudi Menuhin Foundation

Alleinstellungsmerkmal für das kulturelle Bildungsprogramm MUS-E® ist das internationale Netzwerk, gesteuert durch die International Yehudi Menuhin Foundation (IYMF) in Brüssel. In 9 europäischen Ländern und in Israel ist MUS-E® seit Jahren zu Hause. Einmal im Jahr trifft sich das internationale Kommitee (ICC) mit Vertretern aus allen MUS-E-Ländern, um den Austausch und Zusammenhalt über die Ländergrenzen hinweg aufrechtzuerhalten und auszubauen. Darüber hinaus nimmt unser Verein an internationalen Projekten teil, in dem sich MUS-E-Künstler, Koordinatoren, Lehrer und Schulleiter gegenseitig fortbilden und gemeinsame pädagogische Methoden entwickeln und Ziele herausarbeiten.

 

MUS-E-Länder 2018:

Belgien: mus-e.be / Deutschland: mus-e.de / Ungarn: mus-e.hu / Italien: mus-e.it / Kosovo: yeu-international / Fürstentum Liechtenstein: mus-e.ch / Portugal / Spanien: fundacionyehudimenuhin.org / Schweiz: mus-e.ch / Israel


MUS-E® und Erasmus+

1. Ländertreffen ERAMUS+

April 2018 - Helen de Bie, Künstlerin an der K.T.-Grundschule in Berlin Moabit berichtet:

Vom 19. bis 21.4. fand in Velilla de San Antonio ein Netzwerktreffen von Muse-Künstler*innen, Lehrer*innen und Koordinator*innen statt.

Velilla de San Antonio ist ein Außenbezirk von Madrid. An dem Treffen nahmen Mitarbeiter*innen von Muse-Projekten aus sieben europäischen Ländern teil, die innerhalb von Muse widerum in dem Projekt "Arte por la convivencia" vernetzt sind.

Bulgarien, Portugal, Italien, die Schweiz, Belgien, wir aus Deutschland und natürlich die Spanier selbst waren anwesend. 

In den zwei intensiven Tagen haben wir einen tiefen Einblick bekommen, wie die Projekte in Spanien gestaltet sind, wie Kunst und Kultur in der Gesellschaft verankert sind und welche Wertschätzung kulturpädagogische Projekte in Velilla de San Antonio erfahren. Und natürlich war es sehr spannend, zu erfahren, wie in den anderen Ländern gearbeitet wird. 

Wir wurden mit sehr viel Wärme und Respekt von Bürgermeisterin, Schulleiter*innen und Künslter*innen empfangen und durften auf verschiedensten Ebenen in die Arbeit "reinschnuppern". So haben wir Workshops besucht, eine Ausstellung, Theatervorstellungen und Konzerte von Kindern und Jugendlichen, haben in den Schulen in der Mensa gegessen und auf dem Schulhof Pause gemacht. Und in den Pausen konnten wir mit Künstler*innen und Lehrer*innen aus vielen Ländern sprechen und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede feststellen. Es war hochinteressant und sehr bereichernd. 

Zurück in Berlin bin ich immer noch erstaunt darüber, wie viel Wertschätzung die kunstpädagogische Arbeit zumindest in Velilla de San Antonio erfährt. Darauf bin ich ein bisschen neidisch. Kunst wird dort als gängiges "Heilmittel" eingesetzt, wenn Kinder in der Schule verhaltensauffällig werden. Wird ein Kind für eine Zeit aus der Schule ausgeschlossen, kann es an der Kunst-Schule in Velilla de San Antonio ein Projekt durchlaufen, in dem es lernt, sich in die Gruppe zu integrieren.

Gleichzeitig habe ich die praktische Arbeit dort als etwas traditioneller empfunden. Theater basiert oft auf der Erarbeitung von Texten. Hier in Berlin arbeiten wir mit Kindern meistens an der Entfaltung von kreativen Potentialen und Reflexion eigener Denk- und Handlungsmuster. So entsteht ein Theaterstück aus Improvisationen zu einem Thema oder einer Geschichte. Wir geben den Kindern Methoden an die Hand, selbst das auszudrücken, was sie in sich haben.

Von daher bin ich auch sehr dankbar, in dieser tollen Stadt zu arbeiten, in der wir künstlerisch breite Möglichkeiten ausschöpfen können, ohne auf Überraschung zu stoßen.

Für dieses Jahr ist ein künstlerischer Austausch geplant zwischen unserem Projekt an der Kurt-Tucholsky-GS in Berlin und einer Grundschule in Portugal. Wir werden Postkarten verschicken, Bilder, Tonmaterial und Informationen Austauschen und damit gegenseitig die Prozesse ein kleines bisschen mitzugestalten.

Arte para la motivaction

2015 - 2017

Über zwei Jahre trafen sich die sieben teilnehmenden MUS-E-Länder Belgien, Spanien, Österreich, Ungarn, Israel, Portugal und Deutschland sieben Mal. Jedes Mal fungierte ein Land als Gastgeber. Die einzelnen Länder wurden an den jeweils fünftägigen Veranstaltungen durch jeweils drei MUS-E-Delegierte vertreten, um sich über ihre Arbeit auszutauschen und gegenseitig weiterzubilden. Aktive MUS-E- Künstler, Lehrer, Schulleiter oder regionale Koordinatoren nahmen teil.

 

In ein jeweils fünftägiges intensives Rahmenprogramm brachten sich die Delegierten mit Workshops und Präsentationen ein. Teilweise fanden die Workshops direkt in den MUS-E-Klassen vor Ort statt, so dass je nach Muttersprache mit Händen und Füßen unterrichtet wurde. Eine bereichernde Erfahrung für alle Teilnehmer.

 

MUS-E Deutschland e.V. dankt MUS-E-Spanien für die Projektinitiative!

Arte por la convivencia

2017 - 2019

Erneut nimmt MUS-E Deutschland an einem Erasmus+-geförderten internationalen Austausch-Projekt teil. Dieses Mal liegt der Schwerpunkt bei der Fortbildung der Lehrer und der Einbindung der Eltern. Jedes Land wählt eine Schule in einer Stadt, die als Gastgeber fungiert.

Hier geht's zur internationalen Webseite des Projekts:
erasmusplus-arteporlaconvivencia.eu



MUS-E® und META

META: Minorities Education Through Art

Das META-Projekt "Minderheitenbildung durch Kunst" basiert auf der Idee, dass Kunst Motivation, Konzentration, Vertrauen, Teamarbeit, kognitive Fähigkeiten, kritisches Denken, verbale Fertigkeiten der Schüler neben anderen Schlüsselkompetenzen verbessert. Mit anderen Worten ist der Einsatz von Kunst im Unterricht eng an die Lernerfolge Schüler, ihre soziale und emotionale Entwicklung, bürgerschaftliches Engagement, gerechte Möglichkeiten der Integration nicht nur im Unterricht, sondern in der Gesellschaft als Ganzes, geknüpft. Erfahren Sie mehr auf der Webseite von META: meta-project.eu/

 

Kooperationspartner:

International Yehudi Menuhin Foundation (IYMF), Fondazione Nazionale Carlo Collodi, University of Firenze, Department of Education and Psychology, Stiftung Pfefferwerk, ERIO European Roma Information Network, MUS-E Deutschland e.V.

 

Einblicke in das Berliner MUS-E-Projekt an der Carl-Krämer-Grundschule

META-Piloting in Berlin und Brüssel

Der offizielle Auftakt des META-Pilotphase fand am 12. Januar 2016 in Berlin an der Carl-Kraemer-Schule statt. Die ganztägige Veranstaltung für alle beteiligten LehrerInnen und KünstlerInnen wurde von Andor Timar, dem Präsidenten von MUS-E-Ungarn, geleitet. Hier wurden noch einmal intensiv das MUS-E-Programm und das META-Projekt vorgestellt. Dieser Auftakt unterstützte auch das gegenseitige Kennenlernen der beiden Grundschulen, die als Pilotschulen für MUS-E-Berlin ausgewählt wurden: die Carl-Krämer-Grundschule und die Kurt-TucholskyGrunschule. Insbesondere erhielten die die KünstlerInnen einen inhaltlichen Einblick in die geplante Evaluation der Pilotphase.

 

Im Rahmen des META-PILOTING konnten eine Lehrerin und eine Schulleitung (Carl-Kraemer-Schule) an einem mehrtägigen Training vom 23.-25. November 2016 in Brüssel teilnehmen. Während des Trainings konnten die beiden LehrerInnen zusammen mit der regionalen Koordinatorin für MUS-E® in Berlin das Netzwerk von MUS-E International kennenlernen. Im Training wurden die Ziele und Inhalte der META-Pilotphase vermittelt. Dieser gemeinsame Austausch in Brüssel hat wesentlich dazu beigetragen, den LehrerInnen die Ziele des MUS-E-Programms und des META-Pilotings zu verdeutlichen und die Motivation gefördert, sich für das kulturelle Bildungsprogramm an der eigenen Schule einzusetzen. Der fachliche Austausch auch mit den anwesenden Künstlern aus Italien, Spanien und Belgien hat die eigene Sichtweise der LehrerInnen erweitert und bereichert.