MUS-E® an der Grundschule Hinter Burg in Mayen

Koordination: Christina Weise

4 MUS-E® Klassen an der Grundschule Hinter Burg in Mayen werden finanziert durch das Förderprogramm der Deutschen Postcode Lotterie. Wir danken von Herzen für die großartige Unterstützung!



MUS-E® Schüler:innen setzen ein Zeichen für den Frieden

Unsere Welt ist aus den Fugen geraten. Viele Menschen, darunter auch Kinder, sind vor dem Krieg in der Ukraine auf der Flucht. Die Grundschule Hinter Burg, MUS-E® Koordinatorin Christina Weise und MUS-E® Künstlerin Evamaria Deisen möchten den Kindern mit der Aktion "Friedenstaube" die Möglichkeit geben, diesen Menschen unser Mitgefühl und unsere Solidarität zu zeigen. Jedes Kind bekam die Möglichkeit, eine Vorlage der Friedenstaube nach eigenen Vorstellungen zu gestalten und dem Wunsch nach Frieden auf der Welt Ausdruck zu verleihen. Der Mayener MY-Gemeinschaft e.V. unterstützt die Aktion und zeigt die Friedenstauben in den Schaufenstern der Mayener Geschäfte.



Schuljahr 2021/22

2. Halbjahr: Tanz, Theater und Cartoon

Seit dem 15. März begeistern die Künstlerinnen Swetlana Peters (Tanz), Evamaria Deisen (Cartoon) und Julia Prochnow (Theater) die Kinder der Klassen 1a-c, 2a-c sowie 3a und 3b wieder mit taufrischen Projekten. Wir wünschen ganz viel Spaß!

1. Halbjahr: Klasse 1a | Kleine Theaterwerkstatt – Grundlagen des kreativen Darstellenden Spiels

Für ihren Ausflug in die Welt des kreativen Spiels durften die Klasse 1a und MUS-E® Künstlerin Julia Prochnow die Aula der Grundschule Hinter Burg mit ihrer gesamten Fläche nutzen. Gemeinsam mit Frau Stein, der Klassenlehrerin, machte die Künstlerin die Kinder mit dem Darstellenden Spiel und den damit verbundenen kreativen Möglichkeiten bekannt. Besonders in Erinnerung blieben die Fantasiereise, die den Kindern sehr gut getan hat und sie ruhiger und geerdeter hat werden lassen, und das Untermalen einer Geschichte mit Geräuschen, was einiges an Kreativität zu Tage gefördert hat. Leider musste das Projekt nach einigen Stunden trotz der herausragenden Kooperation zwischen der Künstlerin, der Klassenlehrerin und des Schulleiters aufgrund eines mangelndem respektvollem Umgangs der Schüler:innen untereinander frühzeitig beendet werden.

1. Halbjahr: Klasse 2a | Kleine Theaterwerkstatt – Grundlagen des kreativen Darstellenden Spiels

Zu Beginn des Halbjahres konnte MUS-E® Künstlerin Julia Prochnow mit der gesamten Klasse 2a in der Aula der GS arbeiten. Der große Raum bot viel Platz für alle möglichen Warm-up-Spiele und Theaterübungen. Besonders die Raumläufe, bei denen z. B. der Raum verwandelt wird (Matschfeld, Eisbahn, Dschungel, Weltraum etc.) oder die Kinder sich selbst verwandeln (Tiere, Filmstars, coole Kids, humpelnde Menschen, Clowns etc.), haben den Kindern sehr viel Spaß bereitet. Gemeinsam wurden viele verschiedene Übungen zum Thema Körperarbeit (Spiegelbilder, Marionetten, Menschen-Memory), Vertrauensspiele und Gemeinschaftsspiele gemacht und sich längere Zeit mit Pantomime beschäftigt und damit Grundlagen für die Theaterarbeit gelegt. Kurz vor Weihnachten dezimierte sich die Gruppe. Die allgemeine Corona-Situation führte dazu, dass in der Grundschule Hinter Burg am Nachmittag nur noch eine Notbetreuung stattfand.

 

Gemeinsam mit der kleinen Gruppe von ca. 10 Kindern führte Julia Prochnow zunächst verschiedene Konzentrationsübungen und Spiele durch und fokussierte weiterhin die Arbeit mit dem Körper. Der nächste Schritt war die Beschäftigung mit der Improvisation, zu der zunächst Grundlagen besprochen wurden. Die Kinder agierten sehr mutig und kreativ z. B. in der Kinoimprovisation, in der alle Teilnehmer:innen gemeinsam agieren und „verrückte Kinobesucher:innen“ mimen, was zu einem wundervoll spannenden und lustigen Durcheinander in der Szene führte. Eine weitere Improvisation war „Im Kaufladen“, in der die Kinder angehalten waren, den agierenden Rollen „Verkäufer:in/Käufer:in“ besondere Haltungen und Emotionen zu verleihen. Es entstanden viele schöne facettenreiche und damit sehr unterschiedliche Szenen zu einem Thema. In weiteren Übungen ging es auch um den Gebrauch von Requisiten und wie man Requisiten durch völlig andere Handhabung in etwas ganz anderes verwandeln kann. Da wurde der Kochlöffel zum Mikrofon, der Ball zum Baby und der Pinsel mit Palette zur Pizza nebst Messer.

 

"Die Arbeit mit der kleinen Gruppe war nicht immer leicht, hat aber mit der Zeit eine schöne Dynamik bekommen. Dass wir bereits kleine Szenen improvisieren können, liegt nicht zuletzt an der Größe der Gruppe. Die Kinder der kleinen Gruppe sind deutlich ruhiger, konzentrierter und zum Teil auch kreativer als zu Beginn unseres kreativen Schaffensprozesses. Die Szenische Arbeit macht allen sehr viel Spaß und fordert selbst die extrovertierten Kinder heraus. Die Kinder mit Migrationshintergrund sind offener geworden. Sie bringen sich mehr ein in die Gemeinschaft und sind mutiger im Umgang mit der deutschen Sprache."

- Julia Prochnow

1. Halbjahr: Klasse 2b | Cartoon-Kunst

Um die Klasse erst einmal kennenzulernen, startete MUS-E® Künstlerin Evamaria Deisen im Herbst 2021 zunächst mit kleinen kreativen Aufgaben. So sollte jedes Kind sich in der ersten Stunde als eigene Comicfigur mit besonderen Fähigkeiten zeichnen. Nach anfänglichem Zögern waren die Schüler:innen später viel offener und mutiger, und schnell zeigte sich, dass sie nicht nur viel Spaß daran hatten, sich eigene Kurzgeschichten zu den Figuren auszudenken, sondern auch, dass es sich um eine außergewöhnlich kreative Klasse handelte.

Die angenehme und ruhige Atmosphäre innerhalb der Klasse und die Leitung durch die Klassenlehrerin Frau Stuntz machten ein intensives und konzentriertes kreatives Schaffen auch in Gruppen möglich. Im Laufe des Halbjahres wurden die Cartoons nicht nur auf Papier, sondern auch gemeinsam mit Kreide an der Tafel aufgemalt und präsentiert. Besonders das Vortragen der eigenen, sehr phantasievollen Ideen vor der ganzen Klasse war für manches Kind eine große Herausforderung, die schlussendlich jede:r mit Bravur und einer Menge Applaus meisterte. So war es nicht verwunderlich, dass die Vorfreude auf die nächste Woche am ende der MUS-E® Stunden meist schon groß war. 


 

"Ich fand es sehr gut, und ich wünschte mir, dass du weiter bei anderen Klassen so viel Kreativität hast."

"Ich fand es schön, weil ich froh bin, dass wir immer so nette Lehrer:innen haben und dass alle gesund und glücklich sind, damit alle bei MUS-E mitmachen dürfen."

"Ich fand es toll, dass alle miteinander was machen durften und dass alle helfen konnten. Deshalb habe ich neue Freund:innen in der Klasse gefunden."

1. Halbjahr: Klasse 2c | Cartoon-Kunst

Zu Beginn des Halbjahres stand das spielerische Kennenlernen im Vordergrund. Dieses wurde zunächst in einzelnen kleinen Schritten wochenweise vertieft. Zum Beispiel gab es die Aufgabe, die eigene Persönlichkeit, Wünsche und Freizeitaktivitäten grafisch in einem bunten Selbstporträt zu formulieren. Wichtig war dabei weniger die perfekte Ausgestaltung als die kreative Ideenvielfalt und die Präsentation dieser. Wie sich schnell herausstellte, hatten die Schüler:innen der Klasse 2c sehr viele spannende Ideen, über die sie gern vor der ganzen Klasse berichteten, und es wurde viel gelacht und applaudiert.

Dank des tollen Lernklimas unter der Leitung von Klassenlehrerin Frau Strauß war es sogar möglich, dass sich in der zweiten Hälfte des Halbjahres die Kinder in Gruppenarbeit und ohne direkte Vorgabe ihre ganz eigenen Bildergeschichten im Großformat erarbeiten konnten.

Was wurde erreicht?

  • Übung in gegenseitigem Respektieren neuer Gedankengänge und Ideen
  • Toleranz und Hilfsbereitschaft
  • Während der Gruppenarbeitsphase wurden persönliche Probleme der Kinder untereinander deutlich und konnten geklärt werden
  • Gemeinsames Erarbeiten neuer Ideen

1. Halbjahr: Klasse 3b | Cartoon-Kunst

Die Klasse 3b wurde während des ersten Halbjahres ebenfalls von MUS-E® Künstlerin Evamaria Deisen kreativ gefördert. Anfänglich in Einzelaufgaben mit einem leeren Blatt konfrontiert, entdeckten die Kinder dieser sehr heterogenen Klasse schnell ihre eigene Kreativität zu nutzen und die gelernten Grundlagen in ihren eigenen Werken zu verwenden. Dem Erfinden eigener Kurzgeschichten und Cartoons folgten kleinere Kurzprojekte wie die spontane Entwicklung kleiner Comic-Heftchen.

 

Dank des großartigen Talentes von Klassenlehrer Herrn Wilhelmi, Geschichten vorzutragen, wurde so manche gemalte Kinderidee zu einer spannenden Erzählung, die jede:n in der Klasse begeisterte. Leider musste die Gruppenarbeitsphase, in der die Schüler:innen gemeinsam großformatige Bildergeschichten erfanden, in der zweiten Halbjahreshälfte aufgrund der Corona-Pandemie zum Ende hin unterbrochen werden.

Was wurde erreicht?

  • immer größere Offenheit während des Projektes
  • im Laufe des Halbjahres wurden die Ideen immer fantasievoller
  • viele lustige und spannende (Bilder-) Geschichten
  • Stärkung des Selbstvertrauens der Schüler:innen durch das Präsentieren aller Werke vor der Klasse

1. Halbjahr: Klasse 3c | Vorhang auf – Wir kommen!

Gemeinsam mit Frau Grallert beschloss MUS-E® Künstlerin Julia Prochnow mit der Klasse 3c, die bereits die Basis des Kreativen Spiels mit der Künstlerin erleben durfte, einen Schritt weiterzugehen, Theaterstücke einzustudieren und den Kindern damit das Erlebnis eines richtigen Probenprozesses und der darauffolgenden Aufführung zu ermöglichen. Die Entscheidung fiel auf zwei Stücke, damit jedes Kind, das Lust hatte, auch in dem ein oder anderen Stück eine Rolle übernehmen konnte. Während Frau Prochnow mit den Schauspieler:innen das Stück einstudierte, waren die anderen Kinder mit Requisiten basteln, Regie und Hintergrundorganisation beschäftigt. Wichtig war hier das gemeinsame Umsetzten des Textes und dass jedes Kind die Möglichkeit hatte, bei der Regie mitzuarbeiten und Vorschläge zu machen. Des Weiteren sollte aber auch die Fähigkeit, anderen einfach mal in Ruhe zuzusehen und zu beobachten, weiter gefördert werden, denn auch Beobachten ist sehr wichtig für das Theaterspielen.

 

Im daraus entstandenen Weihnachtsstück hat die gesamte Klasse als Chor noch ein passendes Musikstück im Anschluss an das Theaterstück dargeboten. Das Stück wurde aufgenommen und digital an die Eltern herausgegeben. Gemeinsam hofft die Klasse sehr, dass das zweite Stück „Die Strusel- und Fuselschule“ im Frühjahr zur Aufführung vor Publikum kommen darf. In der Klasse 3c war eine sehr schöne Dynamik zu spüren, die Lust, sich kreativ in einem Theaterstück zu präsentieren und selbstverantwortlich eine Rolle zu übernehmen, Text zu lernen und mutig auf der Bühne (oder im Video) darzustellen war sehr groß. Die Kinder waren voller Ideen, dachten mit, waren dabei und man sah, wie sie die Fortschritte immer mehr anspornten.

 

Koordinatorin Christina Weise berichtet:

"Am Ende der MUS-E® Einheit hat ein Mädchen gefragt, ob ihre Klassenkameradin mehr Text bekommen könne. Dieses Mädchen ist sehr schüchtern. Dank Frau Prochnow und Frau Grallert hat sie aber den Mut gefunden, an diesem Theaterstück teilzunehmen. Hier hat sich für mich der Eindruck verstärkt, dass die Klasse eine Einheit ist und aufeinander geachtet wird. Frau Prochnow hat die Kinder hervorragend mit ihrer Arbeit gestärkt. Die gute Zusammenarbeit mit der Klassenleiterin Frau Grallert hat mit Sicherheit auch dazu beigetragen, dass MUS-E® in dieser Klasse so gut angekommen ist.

 

"Die Klasse 3c kann als das Erlebnis das gemeinsam gestaltete Theaterprojekt für sich verbuchen, und ich bin der Überzeugung, dass dieses Erlebnis die Klasse als Ganzes noch mehr zusammenführt. Jede:r kann auf sich, seine/ihre eigene Leistung und den eigenen Beitrag am Ganzen stolz sein und schaut auf das wirklich sehenswerte und tolle gemeinschaftliche Ergebnis. Die Kinder sind sicherlich mutiger, selbstbewusster und kreativer geworden und können zurecht stolz auf ihre Arbeit sein."

- Julia Prochnow


Schuljahr 2020/21

2. Halbjahr: Grundschule Hinter Burg in Mayen leider ohne MUS-E®

Trotz der schwierigen Lage durch die Schulschließungen blickten wir dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Lehrer:innen der Grundschule Hinter Burg in Mayen optimistisch in die Zukunft und bereiteten das 2. MUS-E® Schulhalbjahr vor. Folgende Projekte sollten stattfinden:

  • Die Klassen 1a und 2b freuten sich bereits auf MUS-E® Künstlerin, Schauspielerin und Synchronsprecherin Julia Prochnow. Die Kinder wollten mit ihr in der Sparte Theater aktiv werden.
  • In der Sparte Bildende Kunst war auch in diesem Halbjahr Nina Knob als Künstlerin vorgesehen, die mit den Klassen 1b und 2a Mal- und Töpferprojekte plante.
  • In den Klassen 1c und 2c wollten die Kinder mit der Sparte Tanz neue Erfahrungen unter der Anleitung von Hansjürgen Bauer sammeln. 

Alle Beteiligten hofften sehr, dass MUS-E® wieder starten dürfte, denn die Kinder sehnten sich nach Abwechslung, Kontakt und Spaß und ihnen fehlten die Wertschätzung und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das sie durch MUS-E® erfahren. 

Obwohl Schulleitung, Lehrer:innen, Künstler:innen und Koordinatorin Christina Weise sich immer wieder Gedanken darüber gemacht und Konzepte entwickelt haben, wie MUS-E® mit verschärften Hygienemaßnahmen und trotz zeitweiser Schulschließungen durchgeführt werden kann, konnten die Künstler:innen im 2. Halbjahr leider nicht in die MUS-E® Klassen gehen, um für die Kinder das Bildungsprogramm MUS-E® erlebbar zu machen.

Allen Beteiligten ist jedoch klar, wie wichtig MUS-E® für die Schülerinnen und Schüler ist, und deshalb können wir sagen: MUS-E® wird es auch im kommenden Schuljahr 2021/22 an der Grundschule Hinter Burg geben. Gerade jetzt möchten wir den Kindern helfen, die letzten Monate besser zu verarbeiten. Gemeinsame Theaterprojekte, Tanz und kreatives Gestalten sollen helfen, das Miteinander wieder zu erleben und zu festigen. Zaubern wir den Kindern, Lehrer:innen und Künstler:innen ein Lächeln ins Gesicht, und dies hoffentlich bald, wenn es die Pandemie zulässt, sichtbar ohne Maske.

1. Halbjahr: Keramik/Aus der Fläche

Die Klasse 1c beschäftigte sich gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Nina Knob in der Sparte der Bildenden Kunst mit dem Projekt "Keramik/Aus der Fläche". Zunächst wurden Erklärungen zum Werkstoff und dessen Ursprung gegeben. Das Material wurde durch Befühlen und Beschnuppern kennengelernt und die anfängliche Scheu vor dem fremden Material bald überwunden. Ziel ist das Entwickeln eines Objekts aus der Fläche heraus. Hierzu wurde Ton ausgerollt und mit Hilfe diverser Alltagsgegenstände, die zum Teil von der Klasse gesammelt wurden (Stiftkappen, Obstnetze, Blätter, Reis etc.), zur Verzierung mit Strukturen versehen. Durch den darauffolgenden Brennvorgang konnten die Kinder die Transformation des Materials in Konsistenz und Farbe erleben. In einem nächsten Schritt werden die Werkstücke mit Farben bemalt.


Was wurde erreicht?

  • Kennenlernen des Materials und dessen Ursprung
  • Verfolgung des Entstehungsprozesses vom weichen Rohmaterial zum fertigen ausgearbeiteten Werkstück
  • Organisation innerhalb der Gruppe
  • Zusammenarbeit und Rücksichtnahme
  • Experimentieren mit verschiedenen Materialien

MUS-E® Künstlerin Nina Knob berichtet:

"Ein Schüler kam begeistert zu mir und sagte, er liebe Ton. Sie hätten welchen zu Hause, und er würde das jetzt auch dort machen. Eine Lehrerin äußerte sich skeptisch über das mögliche Ergebnis nach dem Brennvorgang und der darauffolgenden möglichen Frustration. Glücklicherweise haben die Kinder aber alle sorgfältig gearbeitet, und alles ist heil geblieben."


Am 27. Oktober startete MUS-E® Künstlerin Swetlana Peters in den Klassen 1a und 1b der Grundschule Hinter Burg in Mayen mit der Sparte Tanz. Nicht nur die Lehrer, sondern auch die Kinder freuten sich über das neue Angebot. Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellungsrunde folgten erste Übungen und Tänze. Aufgeregt und neugierig machten alle Kinder begeistert mit und freuten sich auf die kommenden MUS-E® Stunden. 

 

Am 3. November startete das Projekt "Kleine Theaterwerkstatt" aus der Sparte Theater mit Julia Prochnow in den Klassen 2a und 2c. Wir freuen uns, mit ihr eine erfahrene und engagierte Schauspielerin für das Bildungsprogramm MUS-E® gewonnen zu haben.


Schuljahr 2019/20

1. Halbjahr: Erlernen der Choreografie, Grundlagen, Rhythmus

Im Winterhalbjahr lernten die Kinder zusammen mit der Tanzpädagogin Swetlana Peters diverse Tanzspiele und Improvisationen kennen. Die Schüler:innen waren begeistert davon, sich in verschiedene Rollen zu verwandeln und so auch die Möglichkeit zu bekommen, verschiedene Tanzschritte zu erlernen. Gemeinsam wurde die Choreo „Hummer mit Kummer“ einstudiert. Dabei vertanzten die Kinder mit Reimen und Bewegung spielerisch eine Geschichte. Übungen mit Gedichteinlange empfanden die Schüler:innen allgemein als sehr schön und spannend. So konnten sie sich die Übungen besser und schneller merken und sich später eher auf die Qualität der Bewegung konzentrieren.


Was wurde erreicht?

  • Verbesserung des Rhythmus- und Taktgefühls
  • Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Üben in aufeinander zugehen und Rücksicht nehmen

"Als schön haben die Kinder das Mitdenken empfunden."

- Swetlana Peters


1. Halbjahr: Portrait

In der 2. Klasse der Grundschule Hinter Burg stand in diesem Halbjahr Bildhauern auf dem MUS-E® Stundenplan. Während zwei Doppelstunden beschäftigten sich die Kinder mit dem Thema "Portrait". In der ersten Doppelstunde wurde im Stuhlkreis das Gesicht allgemein beschrieben. Welche Teile gehören zum Gesicht, wie sind die Proportionen des Kopfes, und was gehört überhaupt zu einem Portrait? Zur Vertiefung wurde ein Fühlspiel gemacht: Ein Kind mit verschlossenen Augen erfühlt seine Klassenkamerad:innen. Nach anfänglicher Berührungsangst wurde aus diesem Spiel ein großer Spaß, die Kinder gingen sehr behutsam miteinander um. Im Anschluss setzten sich je zwei Kinder am Tisch gegenüber mit dem Auftrag, sich gegenseitig zu beobachten und zu zeichnen. Für die meisten Kinder war es das erste Mal überhaupt, das, was sie vor sich sahen, zu Papier zu bringen.


Oft ähnelten die Zeichner ihrem Portrait mehr, als das zu malende Modell. Bemerkenswert war es zu sehen, wie gewissenhaft und intensiv die Kinder das Beobachtete wiederzugeben versuchten. Es entstanden fast zärtlich anmutende Zeichnungen. In der zweiten Doppelstunde starteten die Kinder mit der Betrachtung einiger berühmter Portraits aus verschiedenen Epochen. Über die Frage: "Was möchte der/die Künstler:in ausdrücken?" kamen die Kinder zur Frage: "Kann ein Portrait ein Gefühl ausdrücken?"

Bei dem Spiel "Mimik erraten" erprobten sich die Teilnehmenden im Nachstellen verschiedener Gefühle. Den Kindern fiel es schwer, ein Gefühl in Mimik zu übersetzen, nachzuspielen und anschließend richtig zu deuten. Mit dieser Erfahrung wagten sich ein paar Kinder daran, eine fiktive Person, welche traurig, wütend, böse oder ängstlich aussieht, zu zeichnen. Darauf aufbauend bildhauerten alle in den folgenden Stunden Pappmacheebüsten.


1. Halbjahr: Paul Klee und die Eisblumen

Im ersten Halbjahr des Schuljahres 2019/20 brachte die MUS-E® Künstlerin Sophia Pechau den Kindern der Klasse 1c die Kunst Paul Klees näher. Die Kinder bildeten zu Beginn der MUS-E® Stunden einen Sitzkreis lauschten den Geschichten, die Sophie Pechau über den berühmten Künstler erzählte. Insbesondere die Gemälde „Der Goldfisch“ und „Puppentheater“ und diverse Blumenbilder dienten als Anschauungsmaterial für sein Werk. Vor allem die Blumen fanden großen Anklang unter den Schülerinnen und Schülern. Passend zur Jahreszeit machten sich die Kinder im Anschluss an die Gestaltung von Eisblumen, die auf Fensterscheiben wachsen. Auf schwarzem Papier mit bunten Wachskreiden brachten die Kinder glitzernde Blumen und schillernde Unterwasserwelten zu Blatt. Bei einer Bildbesprechung im Klassenkreis kam so mancher darüber ins Staunen, was alles mit den Materialien möglich ist.


Was wurde erreicht?

  • Kennenlernen der Person Paul Klee und seines künstlerischen Werkes
  • Ausprobieren unterschiedlicher Materialien und Stile
  • Förderung der Kreativität
  • Üben des Meinungsaustauschs im Klassenkreis


Schuljahr 2018/19

2. Halbjahr: Prozessorientiertes dramatisches Spiel

Beim prozessorientierten dramatischen Spiel mit Theaterpädagogin Dolores Sommer und der Klasse 1a standen verschiedene theaterpädagogische Übungen im Fokus. Neben kooperativen Spielen durften die Kinder alle denkbaren Rollen übernehmen. Vom Stuhl bis zum Ring waren der Vorstellungskraft keine Grenzen gesetzt.

 

"Die Übung mit dem Ring hat den Kindern ein Gefühl von Zusammenhalt vermittelt, sie konnten spüren, wie die Gruppe sich im Raum bewegt und welche Impulse frei werden, wenn sich ein Kind in eine andere Richtung bewegt."

- Dolores Sommer


Was wurde erreicht?

  • Verbesserung des Zusammenhalts innerhalb der Klassengemeinschaft
  • Kennenlernen von gruppendynamischen Prozessen
  • Entwicklung eines "Wir-Gefühls"
  • Wertschätzung des Einzelnen und der Bedürfnisse anderer Menschen

"Theaterspielen ist ganz anders als richtiger Unterricht, da machen wir immer was zusammen mit allen."

- Teilnehmende:r

"Wir spielen alles. Ich war schon ein Stuhl; das war lustig. Ich musste immer der Königin hinterherlaufen."

- Teilnehmende:r


2. Halbjahr: Kreativer Kindertanz

Ballettlehrerin Swetlana Peters startete mit der zweiten Klasse ein Projekt aus der Sparte "Tanz". Die erfahrene Tänzerin nutzte die gemeinsame Zeit, um den Kindern die verschiedensten Facetten des Tanzes beizubringen.

 

"MUS-E® hat mich von Anfang mit seiner Grundidee fasziniert und überzeugt. Bevor Kinder richtig laufen und sprechen können, reagieren sie auf Musik und Bewegung. Das Gute bei MUS-E® ist, dass es kein „falsch“ und kein „richtig“ gibt und Kinder sich ungezwungen tänzerisch ausdrücken können."

- Swetlana Peters


Was wurde erreicht?

  • Abbauen von Hemmungen
  • Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper
  • Vertiefung von sozialen Kontakten in der Klassengemeinschaft
  • Die Schwächeren wurden von den Stärkeren aufgefangen

"Es war für mich eine kleine Herausforderung, auch Jungs zum Tanzen zu bewegen und zu motivieren. Es macht mir unheimlich viel Spaß zu sehen, wie Kinder sich entwickeln."

- Swetlana Peters


2. Halbjahr: Frühlings-Collage

In diesem Schuljahr arbeitete die MUS-E® Künstlerin Christina Weise mit den Schülerinnen und Schülern der Klassen 1c und 2b. Gemeinsam wurden Projekte aus der Sparte der Bildenden Kunst umgesetzt. In der Klasse 1c stand das Thema "Frühling" im Mittelpunkt. Eine lange Papierbahn wurde im Klassenraum ausgerollt, auf der jedes Kind kreativ ausdrücken konnte, was der Frühling für ihn/sie bedeutet. Ein wichtiger Bestandteil war für alle der Regenbogen. Auch in der Klasse 2b wurde ein solches Gemeinschaftsbild gestaltet. Hier lautete das Thema "Wasser", das mit vielen Leuchttürmen, Fischen und anderen Meeresbewohner:innen umgesetzt wurde.


Was wurde erreicht?

  • Stärkung des Zusammenhaltes der Klassengemeinschaft
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
  • Stärkung der Bindung zwischen Schüler:innen und Lehrer:innen
  • Üben in und Steigerung von Respekt und Rücksichtnahme

"Einige Kinder sind nach dem Unterricht zu mir gekommen und haben sich bedankt. Für mich ist das immer eine Auszeichnung."

- Christina Weise



Schuljahr 2017/18

Klassen 1a und 1c

2. Halbjahr: Bildende Kunst mit Christina Weise

Projekt: "Wie aus Müll Kunst und aus Natur Farbe wird ..."

Frau Weise berichtete den Kindern von ihrem Urlaub am Meer und zeigte ihnen die dort entstandenen Fotos malerischer Idylle. Nach dem Frühstück kümmerten sich alle Kinder um die Beseitigung des Mülls, um im nächsten Schritt weitere Fotos vom Urlaub anzusehen, in denen die Verschmutzung des Meeres sehr gut zur Geltung kam. Die Kinder lernten spielerisch den Weg vom Haushaltsmüll bis ins Meer. Um das Problem weiter zu verdeutlichen, forderte Frau Weise die Kinder dazu auf, eine Woche lang ihren Frühstücksmüll aufzubewahren, um dann in der nächsten Woche ein Bild daraus zu gestalten. Frau Weise berichtet: "Ein MUS-E® Kind aus dem Projekt war zu einer kleinen Feierlichkeit eingeladen, bei der jede:r sein/ihr Glas für Getränke selbst mitbringen sollte. Eine Mutter brachte jedoch Pappbecher mit, worauf das Kind ganz laut sagte: ,... und das landet dann alles im Meer!'" 

In einer weiteren Einheit ist Frau Weise mit den Kindern raus in die Natur gegangen, um Materialien zur Farbherstellung zu sammeln. Nachdem Blumen, Blätter und ähnliches ihren Weg in die Sammelkörbe der Kinder gefunden hatten, kochte Frau Weise das Material in der schuleigenen Küche zusammen, um eigene Malfarben herzustellen. In der nächsten Woche durften die Kinder dann Schilly, Frau Weises Schildkröte, kennenlernen, die als Vorlage diente. Die Kinder malten zuerst mit Bleistift die kleine Schildkröte ab und benutzten anschließend die selbstgemachten Farben, um das Bild bunt zu gestalten. Außerdem backten beide Klassen ihre eigenen Vollkornbrötchen, die allen sehr gut geschmeckt haben.


Klassen 1a und 1c

1. Halbjahr: Tanz mit Maria Köhler

Die MUS-E® Künstlerin Maria Köhler hatte sich zum Ziel gesetzt, spielerisch die Kinder in die Welt des Tanzes einzuführen und so nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen zu erreichen.

 

Spiele wechselten mit kindgerechter Tanztechnik ab, um auch Körperbewusstsein, Körperhaltung und die Koordination zu fördern. Regelmäßig übten sich die Kinder wie richtige Tänzer:innen im Training am Boden, lernten Tanzpositionen der Füße und Arme sowie konkrete Tanzfiguren im Raum.

 

Gemeinsam wurden Tänze einstudiert, z.  B. der Körperteileblues und das Fliegerlied. Zwischendurch sorgten Pantomimenspiele für jede Menge Spaß.

Klasse 1b

1. Halbjahr: Bildende Kunst mit Christina Weise

Projekt: "Reise durch den Farbkasten, Sonnenblume, ein Stimmungsbild der Kinder."

 

Die Künstlerin Christina Weise berichtet: "Die Kinder reisten mit mir zusammen durch die Farbwelt. Zu jeder Farbe durften sie sagen, was ihnen dazu einfällt, und diese Farbe auf ein Blatt malen. So entstanden sehr unterschiedliche Bilder, da die Farbtupfer von jedem Kind anders angeordnet worden. Zum Schluss entstanden Luftballons oder Gesichter aus den Tupfern. Die Sonnenblume malten die Kinder in ihren eigenen Farben. Mal bunt, mal blau usw. Wir fanden raus, was aus den Kernen alles gemacht werden kann. Die Kinder bekamen Sonnenblumenkerne zum Kauen und Brot zu essen. Wir haben gemeinsam Sonnenblumen ausgesät, und die Kinder können jetzt ihren Pflanzen beim Wachsen zuschauen.

 

Um herauszufinden, wie sich die Kinder vor den MUS-E® Stunden fühlen und wie danach, habe ich sie ihre Stimmung am Beginn der Stunde in Farben malen lassen. Die meisten Kinder haben eine Farbe dafür benutzt. Am Ende der MUS-E® Stunden wurden die Bilder bunter, manche haben einen Regenbogen gemalt und gesagt, dass sie viel Spaß hatten."

Klassen 2a und 2b

1. Halbjahr: Musik mit Andreas Barth-Steinborn

Die MUS-E® Stunden in den beiden Parallelklassen starteten immer mit rhythmischem Klatschen und Gehen und einem Begrüßungsritual in den verschiedenen Muttersprachen der Kinder: "Guten Morgen, buna dimineata, good morning, buenos dias, sabah al kheir, günaydin, dzien dobry, dobri dien."

 

Es wurden Lieder, Geschichten und Gedichte zum Thema Herbst, Advent, Weihnachten und Frühling erarbeitet. Auch die Kinder konnten eigene Vorschläge einbringen. Gesang, Rhythmus und Tanz wurden in Verbindung gebracht. Insgesamt gestaltete unser MUS-E® Künstler die Stunden bunt und kindgerecht: Nachdenkliche Erzählungen wurden mit Liedern kombiniert, Gedichte (z. B. "Unterm weißen Baume sitzend" von Heinrich Heine) mit rhythmischem Sprechen erarbeitet. Jede Menge Spaß hatten die Kinder auch bei den Gedächtnisübungen und den Geschicklichkeitsspielen zu den Themen Rhythmus und Körper.



Schuljahr 2016/17

Malerei, Bildhauerei, Tanz, Theater

Die Kinder der dreizügigen Klassenstufen 1 und 2 probierten sich in Malerei und Bildhauerei sowie in Tanz und Theater. Ganz besonders freuten sich die Theaterkinder auf ihr Mitwirken bei der Premiere des Kindertheaterstücks „Ronja Räubertochter“ der Burgfestspiele Mayen.

 

Die Ganztagsklasse der Stufe 2 arbeiten in 2016/17 mit dem freischaffenden Künstler und Bildhauer Guido Krämer. In den staubigen und körperlich intensiven MUS-E® Stunden entstehen Skulpturen aus Ytong und regional vorkommenden Tuff. Die Kinder berichten:

  • Sara: „Ich fand das Projekt toll, weil wir so schöne Sachen gemacht haben und es mir großen Spaß gemacht hat. Herr Krämer ist ein sehr netter Künstler. Am Anfang dachte ich, ich könnte den Stein nicht bearbeiten, aber dann habe ich es doch geschafft, und das war wirklich ein schönes Gefühl!‟
  • Maxim: „Ich fand das Projekt gut, weil wir tolle Sachen gemacht haben. Herr Krämer hat uns immer geholfen. Am Ende hatte ich keine Probleme mehr.‟
  • Lea: „Ich fand es montags immer sehr schön. Am Anfang hat es immer weh getan, weil ich mir oft auf die Finger geschlagen habe. Und dann habe ich mich wirklich wie ein richtiger Steinhauer gefühlt. Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn wir unsere Kunstwerke am Ende mit nach Hause nehmen durften.‟
  • Noel: „Ich fand das Projekt super, weil es mir großen Spaß gemacht hat. Das Beste war, dass man sich mal so richtig auspowern konnte und seine ganze Kraft benutzen konnte.‟