MUS-E® an der Grundschule Dockweiler

Koordination: Barbara Bertsch


Schuljahr 2020/21

2. Halbjahr: Trommelbau

Nach den Osterferien ging es an der Grundschule Dockweiler mit der Sparte Musik und Percussionskünstler Oliver Dippel weiter. Anfang März 2021 öffnete die Grundschule Dockweiler ihre Türen wieder für einen normalen Schulbetrieb. Genau 16 Trommeln sind aus Herrn Dippels Transporter von der MUS-E® Klasse geräumt worden, und die Schüler*innen trugen sie im Entenmarsch zu ihrem Klassenzimmer. Herr Dippel hat die Schüler*innen jede Trommel auspacken lassen. Zum Aufwärmen wurde mit Body Percussion begonnen. Body Percussion ist eine körperliche Bewegung, bei der ein Rhythmus mit Händeklatschen und Füßestampfen kreiert wird. Die Begeisterung war groß. Im Anschluss wurde mit verschiedenen Handschlägen auf den Trommeln geübt. Hier waren Handkoordination und Rhythmusgefühl gefordert.

 

Zum Schuljahresende wollte die MUS-E® Klasse ihr musikalisches Können auf den Trommeln bei der Verabschiedung der Viertklässler*innen vorführen. Jedoch mussten leider alle Schulen in der Vulkaneifel wegen der verheerenden Unwetter schließen, sodass auch die Aufführung abgesagt wurde. In einer Telefonkonferenz haben Rektor Jürgen Köhler, MUS-E® Vertreterin für die Vulkaneifel Margot Bangert und Koordinatorin Barbara Bertsch beschlossen, im neuen Schuljahr 2021/22 ein MUS-E® Fest vor den Herbstferien zu begehen. Dort wird die MUS-E® Klasse den Tanz des ersten Halbjahres und die Trommelperformance des zweiten Halbjahres 2020/21 präsentieren. Dieses Fest wird dann noch mehr Eltern, Künstler*innen und Fördernde ansprechen, weil die Grundschule Dockweiler im nächsten Schuljahr eine neue MUS-E® Klasse haben wird. Wir sind jetzt schon gespannt, was die Schüler*innen mit MUS-E® erleben werden.

Was wurde erreicht?

  • Gemeinsames Trommeln schafft Verbundenheit und fördert den Gemeinschaftssinn
  • Verbesserung der Augen-Hand-Koordination 
  • Das Gespür für Sprache und Sprachrhythmus wurde durch den musikalischen Rhythmus geschärft

Koordinatorin Barbara Bertsch berichtet:

"Ich war am Anfang dabei, als die MUS-E® Schüler*innen ihre Trommeln aus Herrn Dippels Transporter geholt haben. Ich habe zugesehen, wie die kleinen Personen ihre Trommel am Rücken angebracht haben, um sie ins Klassenzimmer zu tragen. Die Klassenlehrerin Frau Schlußer und ich hatten beide Angst, dass der/die ein*e oder andere aufgrund des Gewichts rückwärts fallen könnte.

Ein kleiner Junge sagte mit Begeisterung zu einer Schülerin: ,Die Trommel ist größer als du! Kannst du sie wirklich tragen?'  

Als die zierliche Schülerin seitlich kippte und Frau Schlußer ihr half aufrecht zu stehen, sagte sie: ,Klar! Ich bin stark! Stärker als du!' 

In dem Moment habe ich gemerkt, dass dieses kleine Mädchen keine Angst vor dem Gewicht hatte oder vor dem, was sonst noch auf sie zukommt. Sie war wirklich stark. Die Schüler*innen werden in einer Gemeinschaft gefördert durch Fürsorge füreinander, und sie wurden stärker, stärker im Geist, als Frau Schlußer und ich es für möglich gehalten hatten."

1. Halbjahr: Tierisches Tanzen

MUS-E® Künstlerin Manuela Schmitt berichtet:

"Am Anfang sitzen die Kinder in einem großen Kreis und klopfen mit Kastanien den Rhythmus unseres neuen Tanzes. Dabei entwickeln die Kinder kreative 'Klopfmöglichkeiten'. Nach einer Aufwärmeinheit mit tänzerischen Basisbewegungen bilden wir eine Reihe und entdecken als Elefanten musikalisch den Raum. Aus einer Reihe machen wir zwei Reihen, und jeweils ein Kind übernimmt die Führung der 'Kinderschlange'. In einer Linie positioniert tanzen wir danach zusammen den Elefantenfunk-Tanz.

Die Konzentrationsphase wird durch lustige und einfache Tänze unterbrochen. Zu jeder Tanzstunde gehört das Spiegeltanzen. Zwei Kinder bilden ein Team. Ein Kind tanzt frei gewählte Bewegungen, und das andere Kind spiegelt die Tanzschritte. Dann wird getauscht. Im Vorfeld haben wir über die Lieblingsmusik der Kinder gesprochen. Diese wird nun eingesetzt. Mit einer Ruhephase beenden wir die Tanzstunde."

Die MUS-E® Stunden der Klasse 2a waren sehr bewegungsreich. Am Anfang jeder Stunde stand das Dehnen auf dem Programm, danach wurde fleißig gesprungen, mit Kastanien geklopft, mit Tüchern getanzt und Elefanten nachgemacht. Alle ließen sich interessiert auf die Körperübungen ein, was der Klasse zu einer verbesserten Gruppendynamik verhalf. Nach Beschließen des Lockdowns konnten sich die Lehrerin und Manuela Schmitt schnell darauf einigen, dass Frau Schmitt verschiedene Videos mit Tänzen aufnimmt. Die Schüler*innen konnten so die Videos jederzeit im Schulportal und im Online-Stundenplan ansehen und mittanzen. Aufgrund des Homeschoolings konnten auch Personensorgeberechtigte und Geschwister animiert werden, beim Tanzprojekt mitzumachen. Alle waren hellauf begeistert. 


Schuljahr 2019/20

2. Halbjahr

Im ersten Schulhalbjahr 2019/20 konnten 16 Kinder der Klasse 1a mit der Künstlerin Lydia Schend und einem Projekt zur Experimentellen Kunst erfolgreich in das MUS-E® Programm starten. Im zweiten Halbjahr war es der neuen Dozentin Manuela Schmitt aufgrund der Pandemieeinschränkungen leider nicht möglich, mit "Tanz und Bewegung" die Schüler*innen zu begeistern. Im Schuljahr 2020/21 jedoch wird es in Dockweiler wieder MUS-E® geben, wenn Kreativität sowie Selbstwertgefühl der Kinder von Manuela Schmitt gefördert werden. Wir freuen uns auf die kommende Zeit in Dockweiler.

1. Halbjahr: Upcycling – aus Altem was Neues machen

Die Klasse 1a übte sich von Dezember 2019 bis März 2020 mit der MUS-E® Künstlerin Lydia Schend im Upcycling. Von einer MUS-E® Freundin erhielten die Kinder verschiedene schöne Holzstücke, Scheiben, Klötze und Leisten, die sie zu neuen Formen verbanden. Anschließend wurde mit Eiern eine selbstgemachte Tempera-Farbe angerührt, mit der sich die Kunstwerke in farbenfrohen Skulpturen verwandeln ließen. Die phantastischen Gebilde wurdem im Dorf aufgebaut und können dort von bestaunt werden.


Was wurde erreicht?

  • Stärkung des Gemeinschaftsgefühls
  • Anregung der Phantasie
  • Förderung von eigenen Ideen und Impulsen
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit

"Mit großem Eifer gingen die Kinder ans Werk und arbeiteten mehr und mehr zusammen."

- Lydia Schend

 

Nach der ersten Stunde: "Kommst du jetzt immer?"

Nach der letzten Stunde, traurig: "... keine Kunst mehr?"

- teilnehmende Kinder