MUS-E® an der Erich-Kästner-Schule in Mannheim

Koordination: Ingrid Schmidt-Wackerow

An der Erich-Kästner-Schule in Mannheim werden außerschulische Aktivitäten gefördert und gezielt in den Schulalltag integriert, um den Horizont der Kinder zu erweitern. Wir freuen uns, dass MUS-E® auch ein fester Bestandteil des Schullebens ist!


Schuljahr 2025/26

1. Halbjahr: Empfindsames Hören und lebendiges Musizieren

Gruppenarbeit • kreatives Bauen von Geschichten • Hören und Respektieren aller Wünsche

Im Projekt „Empfindsames Hören und lebendiges Musizieren“ begaben sich die Schüler:innen der Klasse 3a gemeinsam mit MUS-E® Künstler Johannes Santos auf eine musikalische Entdeckungsreise. Ziel des Projekts war es, die Freude am Hören zu wecken und den Kindern durch vielfältige musikalische Erfahrungen Lust auf eigenes Musizieren zu vermitteln. Zu Beginn stand das Orchesterwerk „Peter und der Wolf“ im Mittelpunkt. Die Kinder lernten die verschiedenen Figuren und ihre Instrumente kennen und tauchten spielerisch in die Welt des Orchesters ein. Sie beschäftigten sich mit Blasinstrumenten, Streichern und rhythmischen Elementen und stellten einzelne Szenen selbst dar. 


Ergänzt wurde dies durch Geräusch- und Klangexperimente sowie einfache Rhythmusübungen, die den Einstieg in das gemeinsame Musizieren erleichterten. Aus diesen Erfahrungen entwickelte sich nach und nach ein Klassenorchester, in dem die Kinder gemeinsam Klänge und Rhythmen gestalteten. Dabei wurde immer wieder zum eigenen Experimentieren angeregt: Aus Strohhalmen entstanden kleine „Oboen“, aus Gummibändern improvisierte Saiteninstrumente. Musikalische Aspekte wie Lautstärke, Tempo oder Rhythmus wurden spielerisch erkundet und als kreativer Prozess erlebt. Ebenso wichtig war die Erfahrung, bewusst still zu werden und aufmerksam zu lauschen. Parallel dazu arbeiteten die Kinder an Stimmbildung, Liedern und rhythmischem Sprechen. Sie lernten, wie wichtig Aufmerksamkeit, Geduld und gegenseitiges Zuhören beim gemeinsamen Musizieren sind. Auch die Rolle eines Dirigenten wurde erprobt: Sie übten gemeinsames Einatmen, einen gemeinsamen Takt zu halten – und jedes Kind durfte einmal selbst dirigieren. Zum Abschluss des Halbjahres präsentierte die Klasse ihr Können als Klassenorchester. Mit Klangröhren und verschiedenen Percussioninstrumenten gestalteten die Schüler:innen ein eigenes Klangstück, führten einen gemeinsam entwickelten Klassen-Rap auf und sangen Lieder vor einem überraschten Publikum im Foyer. So wurde das Projekt zu einem lebendigen musikalischen Erlebnis, das die Freude am gemeinsamen Musizieren nachhaltig gestärkt hat.

1. Halbjahr: "Stürmisches Gewitter" – eine zeitgenössische Choreographie

Respekt • Teamfähigkeit • Rhythmusgefühl  Selbstbewusstsein

Im Projekt „Stürmisches Gewitter – eine zeitgenössische Choreografie“ entwickelten die Schüler:innen der Klasse 3b gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Lisa Kaiser ein eigenes Tanzstück. Ziel des Projekts war es, durch Bewegung, Improvisation und gemeinsames Arbeiten eine zeitgenössische Choreografie entstehen zu lassen. Zu Beginn standen Improvisationsübungen und Bewegungsspiele im Mittelpunkt. Sie halfen den Kindern, ihre Bewegungsfreude zu entdecken und erste kreative Ideen zu entwickeln. Dabei entstanden bereits Bewegungsmuster, die später in die Choreografie aufgenommen wurden. Schritt für Schritt lernten die Schüler:innen außerdem eine Bewegungsphrase, die im Verlauf des Projekts immer wieder aufgegriffen, verändert und weiterentwickelt wurde. 


Auf diese Weise wuchs das Stück nach und nach zu einer gemeinsamen Choreografie zusammen. Während des Arbeitsprozesses erfuhren die Kinder, wie wichtig Zusammenarbeit und Aufmerksamkeit im Tanz sind. Sie lernten, Einsätze zu erkennen, Musik bewusst zu hören, Rhythmen zu zählen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Dabei wurde deutlich, dass jede und jeder Einzelne ein wichtiger Teil des Gesamtstücks ist und das Zusammenspiel nur gelingt, wenn alle ihre Rolle kennen. Den Höhepunkt bildete die Aufführung des Stücks „Stürmisches Gewitter“ vor anderen Klassen und den Eltern. Für die Kinder war es eine besondere Erfahrung, ihre gemeinsam erarbeitete Choreografie auf der Bühne zu präsentieren – die Aufregung zu spüren und schließlich den Applaus für ihre intensive Arbeit zu erleben.

1. Halbjahr: Vom Ich zum Wir

Verbesserung der Teamfähigkeit • Förderung der Konzentration • Steigerung der Empathie und Präsenz

Im Projekt „Vom Ich zum Wir“ arbeiteten die Schüler:innen der Klasse 3c gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Jasmin Nedic daran, ihre Klassengemeinschaft zu stärken und ein stärkeres Wir-Gefühl zu entwickeln. Mit Hilfe theaterpädagogischer Methoden wurden spielerische Wege gefunden, um Zusammenarbeit, gegenseitige Rücksichtnahme und gemeinsames Handeln zu fördern. Zu Beginn des Projekts standen vor allem Übungen zur Gruppendynamik im Mittelpunkt. Da es den Kindern zunächst noch schwerfiel, als Team zu agieren, wurde dieser Teil länger als ursprünglich geplant vertieft. Durch verschiedene Spiele und gemeinsame Aufgaben lernten die Schüler:innen, aufeinander zu achten, sich abzustimmen und gemeinsam Lösungen zu finden. Im weiteren Verlauf des Halbjahres rückte das Theaterspielen stärker in den Fokus. Häufig arbeiteten die Kinder in Kleingruppen und entwickelten eigene Szenen. Dieser Prozess war nicht immer einfach und führte anfangs auch zu Konflikten. Mit der Zeit konnten jedoch deutliche Fortschritte beobachtet werden: Die Gruppen fanden schneller zu gemeinsamen Ideen, Streitigkeiten nahmen ab und die entwickelten Szenen wurden von Einheit zu Einheit klarer und stimmiger. Ein fester Bestandteil jeder Stunde waren zudem konzentrationsfördernde Übungen, mit denen die Einheiten meist begannen. Sie halfen den Kindern, zur Ruhe zu kommen, sich besser auf Aufgaben einzulassen und einander zuzuhören.


Schuljahr 2024/25

2. Halbjahr: Wir im Spiel

Rhythmus- und Geschwindigkeitsgefühl • Arbeiten mit der eigenen Stimme • Musik in Stille lauschen • Musikinstrumente erkennen und unterscheiden • Konzentration und Geduld • gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis

Die Klasse 2a hat in diesem Schulhalbjahr ganz neue Spielregeln mit MUS-E® Künstlerin Kerstin Kiefer kennengelernt: In gemeinsamen, selbst entwickelten Szenen und Gruppenspielen übten sie, bei sich zu bleiben, sich nicht gegenseitig zu verbessern, zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig so zu nehmen, wie sie sind. Jede:r wurde gehört, jede:r kam zu Wort, alle erfanden gemeinsam Geschichten, machten gemeinsam Regie, alle schauspielerten – eine:n Chef:in gab es dabei nicht.


2. Halbjahr: Empfindsames Hören und lebendiges Musizieren

Entdeckerfreude • Konzentration und Geduld • Gruppengefühl  Kennenlernen von Instrumenten • Gefühl für Stimme entwickeln

Beim Entdecken und Erleben von Geräuschen und Klängen bei der Bearbeitung von Alltagsgegenständen sowie dem Spielen mit Klangflächen und Rhythmen zeigten die Kinder der Klasse 2b mit MUS-E® Künstler Johannes Santos viel Lernfreude. Über das Stück „Peter und der Wolf“ sowie Musikbeispiele von Camille Saint-Saëns und Mozart kamen die Schüler:innen aktiv mit der klassischen Musik in Berührung. Die Kinder haben kleine Stücke am Klavier kennen gelernt, die Wolfgang Amadeus Mozart in genau ihrem Alter komponiert hat.

Die Klasse lernte verschiedene Gruppen von Instrumenten kennen und den spielerischen Umgang mit einzelnen davon.

Neben alternativen Übungen zur Stimmbildung wurden ansprechende Klang- und Bewegungslieder teilweise als Chor oder sogar in einzelnen Soli gesungen. Mit Klangröhren, Zimbeln und Becken wurden Bewegungsstücke im Bereich der Audiopädie geprobt.

 

„Jetzt können wir alle Klavier spielen“

- teilnehmende Kinder

2. Halbjahr: Räume aus Papier

Kennenlernen verschiedenster künstlerischer Techniken • Kreativität • freies Arbeiten  selbstbewusst präsentieren • wertfreie Kunstwerkbetrachtung

Die Klasse 2c experimentierte gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Cynthia Haag in diesem Halbjahr mit dem Material Papier, indem sie Räumlichkeit durch Falten, Schneiden, Kleben und allgemeine Pop-up-Techniken untersuchte und somit Papierwelten in Form von Karten und Büchern schaffte. In den Papierwelten erforschten die Schüler:innen eigene Phantasiewelten, angeregt durch einfache Fragestellungen, wie z. B. „Wie sähe mein Leben auf einer Insel aus? Welche Gegenstände/Personen würde ich mitnehmen auf meine Insel?“ und „Wie setze ich das dann in eine Pop-up-Karte um?“.


Die Schüler:innen bauten als größeres Projekt eine Miniaturstadt mit den Materialien Styropor, Pappmaché und Papier. Durch das Bemalen mit Aquarellfarben wurde diese Stadt zu einem bunten Kunstwerk. Jede:r erstellte eine Miniaturfigur von sich selbst, welche in die Szenerie hineingesetzt wurde. Der Spaß am Geschichten erzählen stand bei all diesen Arbeiten mit im Vordergrund.

 

"Früher habe ich immer gemalt, dann habe ich aufgehört, und durch MUS-E® habe ich wieder Lust darauf kreativ zu sein!“

- teilnehmendes Kind

 

„Mir hat eigentlich fast alles Spaß gemacht, aber auch die schwierigen Sachen, die nicht so viel Spaß gemacht haben, gerade davon konnte man viel lernen!“

- teilnehmendes Kind

1. Halbjahr: Theater

Selbstbewusstsein • Selbstwirksamkeit • Entdecken von Forscherfähigkeiten  hierarchiefreie Teamarbeit

Die Klasse 2b tauchte mit MUS-E® Künstlerin Kerstin Kiefer in die Welt des Theaters ein und entdeckte die vielen Möglichkeiten jenseits von Richtig und Falsch. In einem bewertungsfreien Raum wurden die Kinder zu Forscher:innen, die frei experimentierten und spielerisch die Grundlagen des Schauspiels erkundeten. Mit verschiedenen Übungen zur Körperwahrnehmung, zur Bewegung im Raum sowie zu Mimik und Gestik erweiterten sie ihr Ausdrucksvermögen. Sie erhielten erste Einblicke in die Stimmbildung und erforschten, wie vielfältig sich Gefühle darstellen lassen. In kleinen Szenen, die sie selbst entwickelten, schlüpften sie nicht nur in die Rolle der Schauspieler:innen, sondern auch in die der Regisseur:innen.


Besonders ungewöhnlich war ihr Wunsch, „Sterben“ zu spielen. Dafür überlegten sie sich eigene Szenarien und setzten diese kreativ in Szene.

 

„Theater ist toll!“ 

- teilnehmendes Kind

„Dieses Kind sagt sonst nie irgendetwas, und jetzt blüht es auf!“

- Lehrerin

1. Halbjahr: Empfindsames Hören und lebendiges Musizieren

Entdeckerfreude • Konzentration und Geduld • Gruppengefühl  Kennenlernen von Instrumenten • Gefühl für Stimme entwickeln

Die Klasse 2c begab sich mit MUS-E® Künstler Johannes Santos auf eine klangvolle Reise und erkundete das empfindsame Hören und lebendige Musizieren. Beim Experimentieren mit Alltagsgegenständen, Klangflächen und Rhythmen entdeckten die Kinder spielerisch die Welt der Klänge und zeigten große Lernfreude. Über die musikalischen Werke „Peter und der Wolf“ sowie Kompositionen von Amadeus Mozart und Camille Saint-Saëns erhielten sie einen aktiven Zugang zur klassischen Musik. Sie lernten verschiedene Instrumentengruppen kennen und setzten sich spielerisch mit einzelnen Instrumenten auseinander. Neben alternativen Übungen zur Stimmbildung erarbeiteten sie Klang- und Bewegungslieder, die sie teilweise als Chor oder sogar in einzelnen Soli sangen. Mit Klangröhren, Zimbeln und Becken entwickelten sie Bewegungsstücke im Bereich der Audiopädie und erfuhren dabei, wie Musik und Bewegung sich gegenseitig bereichern können.

 

"Ich lerne auch viel für meinen eigenen Musikunterricht!"

- Lehrerin

1. Halbjahr: Künstlerische Bücher

Förderung der Kreativität • Handwerkliche Fertigkeiten • Mut zum Ausdruck von Emotionen in künstlerischer Form 

Die Klasse 2a stellte sich gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Cynthia Haag der Herausforderung, eigene Bücher herzustellen und zu binden. Dabei experimentierten die Schüler:innen mit verschiedenen künstlerischen Techniken wie Papierschöpfen, Collagieren, Drucken und Malen – sowohl mit synthetischen als auch mit natürlichen Farben. Sie stellten Stempel aus gefundenen Alltagsgegenständen her und nutzten Materialien aus der Natur wie Herbstblätter, Kaffee und Blüten. Beim freien Experimentieren mit diesen Techniken veränderte und erweiterte sich immer wieder ihre Vorstellung von Kunst. Das erste Buch, das sie in Fadenheftung banden, sammelte all ihre kreativen Experimente.


Danach folgte ein zweites Buch in Ziehharmonika-Bindung, das eine selbst erdachte Szenerie als kleines Theater enthielt. Durch das Ausschneiden von Formen wurden die Schüler:innen an die Kunst des Papierschnitts herangeführt. Besonders die Visualisierung ihrer Szenerien bereitete große Freude. Während beim ersten Buch das Material und die künstlerische Technik im Mittelpunkt standen, entdeckten die Kinder im zweiten Buch einen ganz neuen Aspekt des Kunstschaffens: das Geschichtenerzählen.

 

O-Töne der teilnehmenden Kinder: 

„Das Papier, das wir selbst schöpfen, verhält sich beim Trocknen wie das Laub vom Baum, je trockener, desto mehr wellt es sich.“ 

„Ich wusste gar nicht, wie viele Formen Papier annehmen kann. Mal ist es Brei, mal Schnipsel oder Staub, und dann wieder ein Blatt zum Schreiben oder eine Figur.“ 

„Das schwerste für mich war das Ausschneiden. Ich musste meine Hände noch nie so anstrengen!“