MUS-E® an der Schillerschule

Koordination: Kerstin Weinberger

Die Schillerschule im Mannheimer Stadtteil Neckarau sollte schon im Schuljahr 2019/20 mit dem MUS-E® Programm starten, was jedoch aufgrund von Corona nicht möglich war. Im September des Schuljahres 2020/21 ging es dann aber endlich mit zwei Klassen los. Ins Schuljahr 2021/22 starten nach den Sommerferien die Klassen 4a und 4b mit MUS-E® Künstlerin Lisa Kaiser. Gefördert wurden die Projekte unter anderem von der BASF und dem Förderverein der Schillerschule Mannheim-Neckarau e.V.

Schuljahr 2020/21

Klasse 4a

In der ersten Stunde stellten die Kinder der MUS-E® Künstlerin Lisa Kaiser vor, welche Tanzerfahrungen sie haben. Es war erstaunlich, wie viele Tanzstile sie kennen und vorführen können. Es stellte sich heraus: Viele Kinder tanzen auch in ihrer Freizeit, aber mit der ganzen Klasse ist das natürlich etwas ganz anderes. Da die Kinder aus vielen verschiedenen Ländern kommen, konnten sie auch Tänze der Heimat ihrer Eltern zeigen. In den nächsten Stunden wird Lisa Kaiser anfangen, mit den Kindern eine Choreografie zu erstellen.

 

Klassenlehrerin Brigitte Bühn berichtet:

"Wir hatten heute (9. November 2020) wieder zwei super Stunden. Die Kinder freuen sich immer, wenn Montag ist und Lisa zum Tanzen kommt. Und das Rhythmusgefühl bei den Kindern wird auch immer besser. Auch ich als Lehrerin lerne dazu nicht so schnell wie die Kinder, aber der Austausch mit Lisa ist auf jeden Fall klasse und eine echte Bereicherung!"


Klasse 4b

MUS-E® Künstler Leòn Tadeusz Stawski berichtet von seinem Projekt "Was man alles mit Musik machen kann ...":

"In der Schillerschule haben wir einiges ausprobiert. Hier konnten wir uns gut auf einzelne Projekte konzentrieren und diese über ein paar Wochen verfolgen. Anfangs haben wir zum Kennenlernen Bodypercussion gemacht. Hier haben wir sogar ein kleines Arrangement hinbekommen, bei dem die Gruppe in zwei Hälften jeweils eine andere Stimme übernehmen konnte. Wir haben uns auch Zeit genommen, in Lieblingssongs der Kids reinzuhören. Dazu haben wir uns im Kreis bewegt, dabei auf Tempo, Stimmung und Energielevel der Songs geachtet. 

Wir haben erforscht, was die Kids mit Musik verbinden. Dazu haben wir auch ein Brainstorming gemacht, bei dem die Schüler*innen alle Begriffe aufschreiben sollten, die ihnen

dazu einfallen. 

 


Wir haben in einer Stunde ein spontan improvisiertes Hörspiel aufgenommen. Dazu haben wir uns auf das Thema ,Gruselgeschichte' geeinigt, und von allen wurde dazu ein Satz, möglichst passend zur Gesamthandlung, beigetragen. Ich musste nur an einigen Stellen moderierend eingreifen, sonst war ich sehr überrascht von der Spontaneität und Kreativität. Jeder durfte seinen Satz dann in mein Smartphone sprechen, und ich habe die Sätze zu einer flüssigen Geschichte zusammengeschnitten. Zu einzelnen Passagen haben wir mit der Thomann-Percussiontasche untermalende Geräusche aufgenommen.

 

In der darauffolgenden Stunde haben wir das fertige Hörspiel angehört, und jeder durfte sich melden, wenn sein Part der Geschichte zu hören war. Außerdem konnten wir in einem der Räume in der Schule ein ,Musikzimmer' einrichten, sprich dort alle verfügbaren Instrumente lagern. Dort konnten wir dann an aktuellen Songs arbeiten und diese z. B. mit Stabspielen und Boomwhackers begleiten. Zudem habe ich kleine Schritte mit dem Schreiben von Texten gemacht. So sollten alle ihr eigenes „Elfchen“ zum Thema Winter schreiben und zu einzelnen Schlüsselbegriffen daraus passende Reime finden. Dadurch möchte ich behutsam ein gewisses Verständnis für das Schreiben von Songtexten vermitteln."