MUS-E® an der Friedrich-Ebert-Grundschule

 Koordination: Kerstin Weinberger

Ins zweite Schulhalbjahr 2021/22 starteten am 7. März sieben Klassen der Mannheimer Friedrich-Ebert-Grundschule. Mit dabei sind die Sparten Bildende Kunst und Tanz sowie die Künstler:innen Sarai Patisson und Svenja Doyen.


Schuljahr 2021/22

1. Halbjahr: Theater und Erasmus+ für die Grundschulförderklasse

Die Kinder der Grundschulförderklasse haben bei einem Ausflug mit Theaterpädagoge Hauke Weber-Liel die Kunsthalle Mannheim mit allen Sinnen entdeckt. Aufmerksam wurden die großen Räume erforscht und kennengelernt. Ganz schön groß war das Gebäude, und lang waren die Treppen, bis man die oberen Räume besuchen kann. Spannend fanden die Kinder das Werk von Alicia Kwade – ein Stein und eine Uhr kreisen schwingend um sich selbst. So was hatten die Schüler:innen noch nie zuvor gesehen. Und das wurde gleich mit MUS-E® Künstler Hauke Weber-Liel in körperliche Figuren umgesetzt. Aha! So funktionierten also der Pendel mit Schwung gegen die Schwerkraft. Im Raum mit den Sammlungswerken wurde "Die Stehende" von Wilhelm Lehmbruck ganz genau studiert. Sie ist aus Steinguss und lädt auch zum Nachmachen ein. Anschließend ging es noch zum Marktbild von Hans Thoma. 


Ein Markstspiel vor dem Original machte allen Spaß. Zurück ging es dann durch die Traumwelt von James Turell, die Lichtinstallation des zeitgenössischen Künstlers hat die Kinder begeistert. Und schon war die kurzweilige Zeit im Museum um. Es entstand Lust auf mehr.

Wieder zurück in der Schule, wurde zum Aufwärmen ein Spiel als Erinnerung an den Museumsbesuch in der Kunsthalle durchgeführt, wobei die Kinder kreative Elemente mit einbanden. Danach betrachteten sie neugierig und interessiert in Katalogexemplaren der Kunsthalle Kunstwerke, welche sie während des Besuches nicht gesehen hatten. Ein erster Arbeitsauftrag lautete dann, eine Skulptur aus einem Foto auszuschneiden und auf ein DIN A3-Blatt aufzukleben. Die meisten zeigten sich dabei motorisch sehr geschickt. Mit dem zweiten Arbeitsauftrag sollten die Kinder auf dem Blatt mit Hilfe verschiedener Materialien einen eigenen Kunstraum schaffen und sich selbst als Museumsbesucher reinmalen. Zur räumlichen Vorstellung half eine waagerecht gezogene Linie durch das Blatt. Die Motivation war groß, und es herrschte eine positive Arbeitsatmosphäre. Eine kurze Würdigung aller Bilder an der Tafel schloss die Stunde ab.


Die Grundschulförderklasse hat nicht nur am Erasmus+ Projekt Creando Puentes in der Kunsthalle teilgenommen, sondern im Anschluss noch viel mehr Theater gespielt. Auch hier wurde ein eigenes Stück "Von Raben und Mäusen" entwickelt, in welchem die Kinder sich mittels Masken in Raben verwandelten. Der Samen muss auf den Feldern eingesät und vor den Raben beschützt werden . Die Mäuse retten die Situation und helfen den Bauern. Unglaublich war, wie plötzlich Vogelscheuchen entstanden und gespielt wurden! Die Ernte war gerettet! Die Inszenierung wurde vom Bilderbuch "Sechs Krähen" inspiriert und durch sensibel ausgewählte Musik, klare Bilder und chorisch gesprochene Reime von den Kindern erzählt und dargestellt. Theaterpädagoge Hauke Weber-Liel fand hier eine bildhafte Theatersprache, in welcher jedes Kind zum Strahlen kommt. Wirklich beachtlich war, wie konzentriert und überzeugend die jungen Schüler:innen der Grundschulförderklasse diese Geschichte darboten.


"Als Bauer bin ich echt wütend, weil die Raben das ganze Korn gefuttert haben."

- Jordan, Schüler

 

"Die Kinder sind fasziniert von Hauke. Sie können den Freitag kaum erwarten. Das Theaterspielen hat ihnen zudem geholfen, aufeinander zu achten."

- Frau Lösch, Klassenlehrerin

 

"Es war jeden Freitag wieder eine große Freude mit den jungen Schüler:innen in die Geschichte einzutauchen, mit ihnen zu staunen sowie die verschiedenen Figuren mit ihren Emotionen zu spielen und weiterzuentwickeln. Dabei habe auch ich vieles für mich lernen können."

- Hauke Weber-Liel

1. Halbjahr: Eulengeschichten

"Wir machen Theater mit MUS-E®", so stimmen sich MUS-E® Künstler Hauke Weber-Liel, die Kinder und die Praktikantinnen auf die letzte Stunde vor der Aufführung ihres eigenen Stückes mit einem Warm-up für Körper, Kopf und Sinne ein. Es ist sozusagen die Generalprobe. Das Publikum wird die Parallelklasse sein, die schon gespannt ist. Die Kinder arbeiteten in kleinen Gruppen und entwickelten kurze Szenen, die von einem Erzähler oder einer Erzählerin begleitet werden. Alle Szenen zusammen ergeben das Stück, welches vom Bilderbuch "Das ist kein Krimskrams" inspiriert ist. In den meisten Szenen spielen die Tiere eine Rolle – und auch ein Einhorn kommt vor, denn wir befinden uns im Wald bei den Eulen und Bäumen – "Schließlich sind wir ja auch die Eulenklasse", so Klassenlehrerin Frau Renz. 


Entstanden sind fünf Szenen, die die Kinder lebhaft mit eigenen Texten darstellen. Die Kinder stellen selbst Bäume dar, sind der Wald und die Kulisse für ihre Improvisationen. Um ein Theaterstück umzusetzen, werden viele Kompetenzen des täglichen Lernens gefordert, wie das Stillhalten, das genaue Hinschauen und immer konzentriert dabei zu sein. Und auch das Publikum hat bei den Proben eine wichtige Rolle: Beobachten und Miterleben. Selbstgemalte Kunstwerke wurden als Kulisse mittels Technik an die Wand geworfen und vermittelten die Orte, die Stimmung und das Wetter in den Szenen. Bevor es dann zur letzten Probe ging, wurde sich noch einmal heftig wachgemacht und warmgerüttelt und geschüttelt: Boom Boom Rocket yeah! Dann wurde aufgeführt. Zum Schluss noch ein Einwurf eines Kindes: "Wir schaffen das." Und alle: "Das war Theater!"

 

"Die MUS-E® Stunden waren für meine Klasse und mich eine echte Bereicherung. Hauke hat das Beste aus jedem Einzelnen herausgekitzelt und aus den Kindern richtige Geschichtenerzähler:innen und Schauspieler:innen gemacht. Sie haben sich jede Woche auf die MUS-E® Stunden gefreut und können es nun kaum erwarten, ihr Stück aufzuführen."

- Frau Renz, Klassenlehrerin

 

"Das gemeinsame Spiel war mir in Zeiten von bzw. nach Isolationen ein besonders Anliegen. Die Eulen haben ein gutes Gespür für sich und die Gruppe entwickeln können. Rollen wurden jede Woche aufs Neue verteilt und mit Freude ausgefüllt. Da können sich manche Erwachsene was abschauen."

- Hauke Weber-Liel

 

"Es ist schön zu sehen, wie spielfreudig die Kinder sind und mit welch einer Kreativität sie jedes Mal neue Bilder erschaffen. Die Geschichten werden zum Leben erweckt und machen die Autor:innen mächtig stolz!"

- Praktikantinnen Isi und Anna (Theaterwerkstatt Heidelberg)

1. Halbjahr: Bären auf Schneeflockenjagd

Heute wird in der großen Aula geprobt. Es ist kalt. Die Türen stehen offen. Es zieht, und das gibt die richtige Einstimmung in die Wintergeschichte, die die Kinder der Klasse 1b mittels kurzer Szenen unter Anleitung von Theaterpädagoge Hauke Weber-Liel darstellen. Es geht um Bären, Eisbären, und den Schnee, der einfach nicht fallen mag. Sehnsüchtig werden die Schneeflocken erwartet. Aus diesem Grund gehen die Bärenkinder auf die Jagd nach den Schneeflocken und suchen sie überall. Die Grundidee ist aus dem Bilderbuch "Herr Eichhorn und der erste Schnee" entlehnt. Aber erst mal Warm-up mit Hüpfen und Kreisläufen, ganz schön schwierig – so viele Kinder und alles gleichzeitig. Klappt aber gut, denn geübt ist geübt. Was kann man denn mit einer Schneeflocke alles anfangen? Ausprobiert wird mit Wattebällchen. 


Und da fällt den Kindern so einiges ein: auftürmen, bauen, werfen, balancieren, verstecken und noch sehr viel mehr. Dann geht es darum, den Bühnenraum zu bespielen. Mit wenigen Mittel verwandeln sie die Aula in eine Bühnenlandschaft: Bärenhöhle, Eisberg, Honigzapfstelle, Badefluss und Angelplatz entstehen und werden von den einzelnen Gruppen mit begleitender Musik und selbst eingesprochenen Texten aus der Box bespielt. Zuvor muss man sich aber genau besprechen: Was benötigen wir zum Spiel? Was dürfen wir nicht vergessen? Die Kinder wissen es genau: Zuhören, Hinhören, Aufpassen, leise sein, auf einander achten. Dabei spielt das kleine Wörtchen "freeze" immer eine wichtige Rolle – das Einfrieren der Szene hilft den Kindern, sich das Stück zu verinnerlichen und das eigene Tun wahrzunehmen: "Was wollen wir noch mal üben, bevor es zur Aufführung nächste Woche kommt?" Das bestimmen die Kinder selbst und gehen sofort wieder in ihre erdachten Szenen. So macht es Spaß.

 

"Ich finde MUS-E® toll, weil mir das Theaterspielen mit Hauke Spaß macht! Am schönsten finde ich die Schneeflockenjagd, weil ich da anleiten darf."

- Mia, Schülerin

 

"Hauke hat es geschafft, alle Schüler:innen mit ihrem Können einzubeziehen. Sie hatten große Freude am Spielen ihres Stückes und haben gelernt, wie wichtig Ruhephasen im Theater sind."

- Frau Elling, Klassenlehrerin

 

"Ich bin nicht da. Ich bin Publikum. Mich gibt es nicht", so MUS-E® Künstler Hauke Weber-Liel zu den Kindern, um den Unterschied zwischen der Realität und dem Theater anschaulich zu machen.

 

"Die Kinder können sich in diesem Setting sowohl theatral üben, als auch ihr Bewegungsbedürfnis ausleben. Der Theaterpädagoge Hauke Weber-Liel scheint eine geeignete Lernumgebung zu schaffen, in der ihrer Kreativität spielerisch Raum gegeben wird."

- Praktikantinnen Isi und Anna (Theaterwerkstatt Heidelberg)

1. Halbjahr: Die Pinguine sind los – aber was ist mit Pepe?

In der Pinguinklasse 1c ging es mit Theaterpädagoge Hauke Weber-Liel rund. Erst mal wurden ein Gespräch und ein Warm-up – Freeze, Figuren und Bewegungsformen – geübt: von groß nach klein, von hoch nach tief, schnell und langsam. Alles ging un war möglich in der großen Aula. Die Kinder hatten viele eigene Vorschläge und setzten sie selbständig um. Beim Einrichten der Bühne packten alle zu und an. Die Pinguine entschieden selbst, wo es hingehen sollte, wo der Bereich des Wassers sein sollte, und wo sich die Künstler:innen und Tänzer:innen hinsetzen sollten. Es ging im Stück um den kleinen Störenfried Pepe: Er macht immer alles kaputt und hat ganz andere Ideen als die Gruppe. Er wird ausgestoßen, bleibt allein und traurig zurück. Ideen für das Stück lieferte das Kinderbuch "Ein Pinguin tanzt aus der Reihe". Die einzelnen Gruppen führten eigene Szene auf, die Künstler:innen tanzen, die Angler warten auf den dicken Fisch – vergebens, denn Pepe springt ins Wasser und verscheucht die Fischlein. Pech gehabt, Pepe muss mal wieder gehen. Da sind auch noch die Schnarchschnäbel, die besonders gut schlafen können, Pepe ist das zu langweilig und weckt alle auf – wieder Rausschmiss. Das selbst gestaltete Stück soll bald vor Publikum vorgeführt werden.

1. Halbjahr: Tanz der Farben und Formen – Bildraumgestaltung

Die Bildende Künstlerin Svenja Doyen brachte den Kindern der Klassen 2a und 2c im Projekt "Tanz der Farben und Formen" das richtige Handwerkszeug bei, um selbst kreativ zu werden. Dabei spielte die Maltechnik genauso eine wichtige Rolle wie die Fragen zur Komposition eines Bildes. Wie entsteht Raum und wie verteile ich meine Formen im Bildraum, sind Fragen, mit denen sich die Kinder beschäftigten. Ebenso das Mischen der Farben faszinierte die Kinder, was herauskommt, wenn man viel mit den Farben experimentiert. Gemeinsam wurden Probleme gelöst und ein Gemeinschaftswerk entstand auch aus vielen Einzelteilen. 


Nach dem Üben ging es beim zweiten Mal viel schneller, und die Schüler:innen merkten sich die Kniffe und Tricks der Bildenden Kunst. Dabei ist es ganz wichtig, dass die Techniken allein nicht alles ausmachen. Die Kunst entsteht erst in der Phantasie – so die Künstlerin.

 

Klassenlehrerin Frau Herzog, die selber immer gerne mitmalt und dazu lernt, berichtet: "Ich bin so froh, weil ich auf die Kinder schauen kann, wie sie sich entwickeln, und ich kann die Perspektive der Kinder einnehmen – wie sie lernen. Die Kinder freuen sich immer sehr auf die Stunden mit Svenja. Hier wird nicht nur die Kreativität und die Selbstständigkeit der Kinder gefördert, sondern auch die motorische Fertigkeit und das Durchhaltevermögen. Keine Angst vorm Scheitern, denn man kann es ja noch mal probieren."

 

MUS-E® Künstlerin Svenja Doyen berichtet: "Die Kinder sagen mir so oft, dass sie es nie gedacht hätten, dass sie so was können. Normalerweise könne das doch nur die Erwachsenen."

1. Halbjahr: Zeit für mich und Zeit für uns

MUS-E® Künstlerin Saraï Patisson arbeitete mit selbst gezeichneten Bildern und Symbolen, um die Kinder auf die Thematik vorzubereiten. Was bedeutet Zeit für mich? Mal keine Lust haben in der Gruppe zu sein und für sich zu bleiben. Jeder Mensch braucht diese Zeit. Aber im Gegensatz dazu sind das gemeinsame Tun und Fühlen auch sehr wichtig. Und das erlebten die Kinder beim Tanz. Beim Warm-up ging es von Kopf bis Fuß, der ganz Körper wurde bewegt und kein Körperteil vergessen. Richtig warm wurde es den Kindern dann beim Laufen und Hüpfen auf der Stelle – natürlich mit Musik und viel Spaß. Der urbane Tanz, ein Stil mit dem Saraï arbeitet, greift die Realität der Kinder auf und kommt aus der Hip-Hop-Kultur, wo es darum geht, Gefühle und persönliche Befindlichkeiten zum Ausdruck zu bringen. Rhythmus und Musikalität werden beim Klatschen nach der Melodie genauso geübt wie die Bewegung nach Musik im Raum.


Saraï Patisson berichtet: "Der Austausch mit den Kindern ist mir sehr wichtig. Sie inspirieren mich bei meiner eigenen künstlerischen Arbeit. Es war schön für mich, während des Lockdowns zu wissen, die Kinder in der Schule sind immer da. In den privaten Ballettschulen sind viele nicht mehr gekommen oder haben aufgehört. Das ist der Vorteil von MUS-E® – die Kontinuität. ich weiß, dass ich etwas zu Ende bringen kann."

 

"Ich bin überrascht, wie sehr doch die Profis die Kinder mitreißen."

- Herr Gebauer, Sportlehrer

 

"Die Kinder freuen sich immer auf die Stunde mit Saraï. Kreativität und Körpergefühl werden gestärkt beim Tanz. Es ist für mich wichtig, die Kinder in einem anderen Kontext zu erleben und die Perspektive zu wechseln. Die Kinder merken es, dass Saraï ihre Kunst lebt. Das reißt sie so mit."

- Frau Piennisch, Klassenlehrerin


Schuljahr 2020/21

2. Halbjahr: Creando Puentes/Rhythmus und Shaker basteln

Creando Puentes, das von der EU geförderte Ersamus+ Projekt, macht es sich zur Aufgabe, Kinder, Schulen und Familien an Kulturinstitutionen heranzuführen und Interaktionen zu ermöglichen. Auch die Klasse 3d war mit dabei beim Besuch in der Kunsthalle Mannheim, in dessen Anschluss MUS-E® Künstlerin Cris Gavazzoni in der Klasse ein Percussions-Projekt durchführte.

 

MUS-E® Künstlerin Cris Gavazzoni berichtet:

"Erstmal habe ich meine unterschiedlichen Shaker zur Schule mitgebracht und die Kinder gefragt, ob sie die unterschiedlichen Klänge differenzieren können. Sie durften die Shaker in die Hand nehmen und ausprobieren. Dann habe ich Fragen gestellt wie: Was könnte da drinnen sein? Mit was habe ich die Shaker befüllt? Klingt es höher oder tiefer im Vergleich zu anderen? Ist der Shaker aus Holz? Plastik? Metall? Pappe? Wenn wir zu Hause einen Shaker basteln würden, welche Materialien würden wir dafür benutzen können?

Es kamen viele Ideen und sie haben viel Spaß dabeigehabt."

 

Zu Hause sind die Kinder in die Gestaltung gegangen und haben eine Woche später ihre selbstgebastelten Shaker mitgebracht. Jeder Shaker wurde von Frau Gavazzoni ausprobiert und verglichen, Materialien sowie der Außen- und Innenraum der Shaker wurden kommentiert und verglichen. Am Ende wurde eine Geschichte mit Lautanalogien untermalt mit klassischen und experimentellen Geräuschen. Bei der Aufführung gab es viel Applaus am Ende und ein Eis obendrauf.

 

"Die Kinder haben so viel gelernt, nicht nur die Musiktheorie, sondern auch die richtige Handhabung der Instrumente, wie man eine Cajon richtig auspackt und den schonenden Umgang mit den wertvollen Instrumenten."

- Cris Gavazzoni

 


Der Nachbesuch der Kunsthalle bereitete viel Freude: Es wurden Bilder nach Musik gemalt und Stimmungen und Gefühle in Laute umgesetzt. Und etwas ganz Besonderes für die Kinder: Priscila Baggio Simeoni, Violinistin, besuchte überraschend die Klasse. Bereits im Alter von vier Jahren begann sie Geige zu spielen. Das beeindruckte die Kinder sehr, und es entstand ein spontanes gemeinsames Konzert. Die Kinder hatten während des Projektes großen Spaß und halten auch noch danach Kontakt zu den beiden Musikerinnen über Social Media. 

2. Halbjahr: Creando Puentes/Ein Porträt entsteht

Thema des MUS-E® Projektes, das im Rahmen des von der EU geförderten Erasmus+ Projektes Creando Puentes stattfand, war: "Ein Porträt entsteht". Ziel von Creando Puentes war es, Zugänge zu Kulturinstitutionen für Schulen, Kinder und Familien zu ebnen. Wie das Projekt im Gesamten ablief, können Sie gern hier einsehen. Die Klasse 3c hatte im September 2021 die Kunsthalle Mannheim besucht und ging anschließend mit Unterstützung von MUS-E® Künstlerin Svenja Doyen in die Gestaltung eigener Kunstwerke. In einer Einführungsphase ging es zunächst darum, was ein Porträt eigentlich ist, wo es Porträts gibt, was zu ihnen gehört und worauf man beim Porträtzeichnen achten muss. Gemeinsam wurde dann nach Antworten gesucht. An der Tafel konnte ein gemeinsames Porträt gezeichnet werden: Jede:r durfte ein Detail hinzufügen. Anschließend führte Frau Doyen das Schema "Gesicht" ein: Welche Proportionen sind zu beachten, welche Linien zu berücksichtigen? Es wurde viel diskutiert und beobachtet. Dann ging es in freien Improvisationen ans individuelle Gestalten: Die Kinder malten intensiv und kreativ, und mit abstrakten Kompositionen konnte schließlich das neue Schulgebäude bunt dekoriert werden. Alle hatten viel Freude und konnten ihre Kreativität und Persönlichkeit voll zum Ausdruck bringen.

 

Gerald Schreiber, Klassenlehrer der 3c, berichtet: 

 

 "Für mich war es eine wichtige persönliche Erfahrung und Fortbildung. Ich habe wichtige Impulse bekommen. Auch schön war es mit den Künstler:innen die Schulfeste vorzubereiten – Präsentationen sind auch wichtig. Die Kinder haben so viel gelernt, was ich ihnen fachfremd unterrichtend nicht beibringen könnte. Wie man mit einfachen Mitteln Kunst machen kann, hat mich beeindruckt."


2. Halbjahr: Creando Puentes/Ein Skulpturengarten entsteht

Auch die Klasse 3b nahm gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Svenja Doyen am von der EU geförderten Erasmus+ Projekt Creando Puentes teil mit dem Ziel, Teilhabe für Kinder, Schulen und Familien an Kulturinstitutionen zu schaffen. Die Kinder dieser Klasse haben im September 2020 die Kunsthalle besucht und haben nun durch die vielen Anregungen, die sie dort erhalten haben, einen Skulpturenpark entstehen lassen. Aus Holz, Materialien und viel Farbe sind Menschenbilder gestaltet worden, die die Vorstellungen der Kinder von lustigen Kameraden umsetzen. Es wurde gesägt, gehämmert, gestaltet und konstruiert. Details laden zur Interaktion mit den Kunstwerken ein: Ein kleines Brettchen zwischen den Armen der Figur soll eine Möglichkeit darstellen, Dinge abzulegen oder aufzustellen. Handwerklich und künstlerisch wurde viel ausprobiert und auch gelernt.

 

Den ausführlichen Bericht zum Ersamus+ Projekt Creando Puentes können Sie hier einsehen.

 

 

Unser herzlicher Dank geht an alle Akteur:innen und an die Kunsthalle Mannheim für die tolle Kooperation!


2. Halbjahr: Creando Puentes/Museumsaktivitäten

Die MUS-E® Klasse 3a nahm an Creando Puentes teil, einem Erasmus+ Projekt, das von der EU finanziert wird. Ziel des Projektes war es, Zugänge und Brücken zu Kulturinstitutionen zu schaffen für Schulen, Kinder und Familien. Den ausführlichen Projektbericht finden sie hier. Die Klasse 3a besuchte im Juli 2021 die Kunsthalle Mannheim und hat nun durch die vielen Anregungen, die sie dort bekommen hat, eigene Kunst geschaffen.

Zunächst kam der Museumskoffer der Kunsthalle Mannheim in die Klasse, und es wurden viele Informationen zur Vorbereitung des Besuchs vermittelt, welche die Kinder neugierig machten. Sie lernten die Plastik Capricorne kennen, die sie gleich beim Eingang des Museums wiederentdeckten. In der Klasse überlegten sie sich zuvor, wie denn das Königreich des Herrschers Capricorne aussehen sollte, und sie setzten ihre Ideen in bunte Bilder um. In der Kunsthalle ging es danach wieder sehr spannend zu, Daniela Rosenberger und Andrea Ostermayer führten sie durch die großen Hallen. Ein theaterpädagogisches Spiel mit Kostüm brachte ihnen Ferdinand Hodlers "Das Lied aus der Ferne" näher. Es gab noch viel zu entdecken, aber die Zeit reichte nicht aus. Die Kunsthalle Mannheim hofft, dass sie im nächsten Jahr mit ihrer Klassenlehrerin wiederkommen.

 


 

Beim sogenannten Nachbesuch von Kerstin Weinberger aus der Kunsthalle Mannheim konnten die Kinder in Erinnerungen schwelgen mit Hilfe von Postkarten und Fotos. Bei einer Phantasiereise mit der Erzählung von Matias und seinem Traum einer kleinen Maus, die im Museum war, regte Frau Weinberger die Kinder dazu an, ihren eigenen künstlerischen Traum zu gestalten.

Die Kinder hatten großen Spaß, haben viel Neues gelernt und freuen sich auf weitere Besuche in der Kunsthalle Mannheim.

 

Wir danken allen Beteiligten und der Kunsthalle Mannheim für ihre Kooperation und Unterstützung in diesem Projekt!

 

Kommentare zu Ferdinand Hodlers "Das Lied aus der Ferne":

"Die Frau auf dem Bild wollte die Natur spüren."

"Ihre Stimmung wächst ins Herz."

"Sie sieht aus wie aus einer anderen Zeit."

"Sie ist so hübsch gekleidet wie aus einer anderen Zeit.“

 

"Meine Klasse hat sich so riesig auf den Besuch der Kunsthalle gefreut. Ich bin sehr dankbar, dass wir die Chance hatten das gemeinsam zu erleben."

 

2. Halbjahr: Porträt/Kunstbuch

Im Projekt "Porträt/Kunstbuch" regte MUS-E® Künstlerin Svenja Doyen die Klassen 2c und d dazu an, den selbstgewählten Ausschnitt eines Kunstwerkes nach eigenen Vorstellungen malerisch fortzuführen. Jedes Kind wählte aus einem ART-Heft ein Kunstwerk, schnitt einen Ausschnitt davon aus und klebte ihn auf ein großes Zeichenblatt. Mit Farbe und Stiften wurde der Ausschnitt nach eigenen Vorstellungen weitergemalt.

Die Begegnung mit den ausgeteilten ART-Heften faszinierte die Schüler:innen; sie blätterten ausgiebig und lange, forderten Hilfe ein und waren eifrig kreativ. 

 

Carolin Gamer, Klassenlehrerin der 2c, berichtet:

"Ich werde die kreative Zeit von MUS-E vermissen. Svenja war eine Bereicherung für die Klasse und hat viele Ideen eingebacht. Ich selbst bin Perfektionistin und habe von der Künstlerin gelernt, die Kinder mal einfach machen zu lassen. Während der Corona-Zeit habe ich den Kindern auch Aufgaben in Kunst gegeben, das hat sie motiviert. Es wurden sogar besondere Talente entdeckt, das haben uns die Eltern weitergegeben."

 

Laura Unger, Klassenlehrerin der 2d, berichtet:

"Die Kinder haben in den letzten Wochen viel gelernt und viele Eindrücke gesammelt. Sie haben neue Techniken ausprobiert. Es ist doch ganz anders, wenn ein Profi in der Klasse ist. Nun weiß ich auch, wie es geht, und kann es auch selbst im Unterricht umsetzen. Ich habe bemerkt, dass ich den Kindern mehr zutrauen kann in Sachen Kunst."


2. Halbjahr: Tanz der Gefühle

Die Klasse 2b hatte die Gelegenheit, mit MUS-E® Künstlerin Sarai Patisson das Projekt "Tanz der Gefühle" zu erleben. Ziel war es, dass die Kinder ein Gefühl für ihren Körper entwickeln und eine eigene Choreographie der Gefühle und Posen entwickeln. Im Musikraum um 8 Uhr morgens begann die Stunde mit einer Phantasiereise zum Ankommen mit geschlossenen Augen. Sarai machte Geräusche zum Hören mit Objekten wie Bürsten und Ketten, mit dem Pinsel berührte sie die Kinder. "Wie habt ihr euch gefühlt?", war die Frage. Die Kinder gingen miteinander mit Vertrauen und Respekt um. Außerdem wurden Probleme besprochen. 

 

 

Klassenlehrerin Lena Merkel berichtet: "Kinder ohne deutsche Sprachkenntnisse können mitmachen. Die Arbeit mit Sarai ist so wertvoll, besonders in Zeiten von Corona. Der Tanz gibt ihnen Kraft und Energie. Eigentlich hätten wir jetzt Pause, aber wir machen weiter, weil es so schön ist."

 

 

"Mein Herz fühlt sich glücklich."

- teilnehmendes Kind


2. Halbjahr: Einführung und Vertiefung von Tanzelementen, Sonnentanz

Die Klasse 2a der Mannheimer Friedrich-Ebert-Grundschule und MUS-E® Künstlerin Lisa Kaiser beschäftigten sich in einem Projekt aus der Sparte Tanz mit dem Thema "Einführung und Vertiefung von Tanzelementen, Sonnentanz". Geübt wurde aufgrund der Corona-Einschränkungen im Musikraum. Eine Motivationsphase mit Warm-up und kreativen Bewegungsformen ließ die Kinder gelöst und gut aufgewärmt in die MUS-E® Einheiten starten. Vom freien Tanzen über Bewegungsübungen mit Anleitung bis hin zum Einbinden des Erlernten war dann alles mit dabei. Das Einüben von neuen Schritten gelang spielerisch über die geschickte Impulsgebung der Künstlerin mit Zahlen. Verschiedene Pausenspiele sorgten für Lockerung zwischen den Einheiten. 


Was wurde erreicht?

  • hohe Motivation der Kinder
  • Steigerung der Konzentration und Lernfreude 
  • positive Verstärkung seitens der Künstlerin steigerte das Bedürfnis der Kinder, sich zu verbessern

2. Halbjahr: Stimmungen über den Körper ausdrücken, spielerisch Geschichten erzählen

Mit den Klassen 1a, b und c sowie der Grundschulförderklasse führte Theaterpädagoge und MUS-E® Künstler Hauke Weber-Liel das Projekt "Stimmungen über den Körper ausdrücken, spielerisch Geschichten erzählen" durch. Schwerpunkt des Projekts waren Partner:innenarbeiten im Klassenzimmer sowie interaktive Spiele mit der ganzen Klasse. Beim musikalisch untermalten Warm-up, das alle mental beruhigend und körperlich belebend fanden, konnte jede:r seine/ihre Stimme einsetzen und durch kurze Ausrufe wie "oh nein" oder "juhu" warmmachen. Dann startete die Klasse in verschiedene Spiele wie "Im Museum", bei dem jedes Kind ein anderes Kind als Skulptur gestaltet und mit einer Stimmung auflädt: "Ich bin wütend, wenn ...", "ich bin traurig, weil ..." Im Anschluss durften die Kinder selbst erfundene Geschichten spielen, zu denen Hauke Weber-Liel Fragen stellte, die die Kreativität der Kinder anregten. So entstanden zum Schluss Bewegungen, Geräusche und Interaktionen. 


Klassenlehrerin Gabriele Lösch berichtet:

"Schön, dass man so lustige Sachen zusammen machen kann. Mir gefällt das Zusammenspiel, ich war beeindruckt, wie die Kinder die Geschichte szenisch umgesetzt haben. Es wurde viel gute Laune verbreitet, von Anfang an. Die Kinder freuen sich immer schon so sehr auf die Zeit mit Hauke. 'Wann kommst du wieder?', fragen sie. 'Du machst so andere Sachen mit uns.' Die Kinder erleben  das Theater und freuen sich auf die Stunden. Es macht ihnen Spaß, eigene Geschichten zu erfinden und zu spielen."

 

Die Klassenleitung der Grundschulförderklasse berichtet:

"Super war es! Die Klasse hat so viel profitiert, und die Kinder haben mich so überrascht. Das Spielerische steht im Vordergrund, die Feinmotorik und Grobmotorik wurden gefördert, sie haben das Spielen gelernt, das wissen einige – in den Pausen haben sie dann weitergespielt, das hat ihnen gutgetan und sie motiviert. Auch ich habe viel profitiert, wir haben uns gegenseitig unterstützt."

 

Die Kinder berichten:

"Mein Lieblingsmoment war, als ich in unserer Geschichte 'Affe Dschungel' einen kaputten Baum spielen durfte, der dann wieder repariert wurde."

- Dorian

"Ich fand die Gefühlsbälle toll. Der wütende Ball hat mir am besten gefallen, weil man da wütend sein durfte." 

- Lennox

"Luigi war lustig, weil der hat Pommes in den Backofen reingemacht. Und dann hat er die noch in den Toaster reingemacht und Nachos in den Kleber."

- Damian

 

"Mir hat alles gefallen, weil ... das kann ich mir gar nicht überlegen … mir hat einfach alles gefallen." 

- Ahmed

"Mir hat das mit den Bällen gefallen, weil man verschiedene Gefühle ausdrücken konnte. Ich fand auch das mit der Knete (Statuen) toll, da konnte man bauen, was man wollte."

- Nico


1. Halbjahr: Collage

Die Kinder der Klassen 3a und 3d haben sich gemeinsam mit den Lehrkräften und MUS-E® Künstlerin Svenja Doyen mit dem Thema Collage und Stillleben auseinandergesetzt. Zunächst wurde fleißig improvisiert. Aus verschiedenen Zeichnungen wurden diverse Stillleben aus zum Teil echtem Obst zusammengestellt. Es wurde mit großem Engagement experimentiert und geklebt. Dabei beantwortete sich die Frage, was Stillleben sind, von ganz allein – Dinge, die sich nicht bewegen! Aber was machen wir dann, wenn wir ein Pferd zeichnen wollen? Die Idee kam schnell – genau wie beim Stillleben zeichnen wir die einzelnen Teile und setzen sie nachher zusammen. Manchmal half auch: Augen zu und Überlegen. Nach diesen Schritten durften die Kinder frei improvisieren, und es entstanden verrückte Collagen. 


MUS-E® Künstlerin Svenja Doyen berichtet: "Es ging mir darum, den Kindern die Angst zu nehmen und sie zu ermutigen, was auszuprobieren. Experimentieren macht Spaß ohne Bewertung. Ich wollte die Freude am kreativen Tun fördern durch meine künstlerischen Aktionen. Es geht darum, die eigene Kreativität zu wecken, und darum, dass Kinder für sich individuelle Lösungen finden. Dabei ist ein spielerischer Einstieg immer gut und erleichtert den Kindern den Zugang zur Thematik."

 

"Kunst ist für mich, sich ausdrücken zu können."

- Schüler:in der MUS-E® Klasse


Erasmus+ an der Friedrich-Ebert-Grundschule

Wir freuen uns, mit der Friedrich-Ebert-Grundschule am Erasmus+ Projekt "Creando Puentes" teilnehmen zu dürfen. Hierbei kommt es zu einem kooperativen künstlerischen und kulturellen Austausch zwischen den MUS-E® Klassen der Friedrich-Ebert-Grundschule, der Kunsthalle Mannheim und zahlreichen Künstler:innen, Kunstvermittler:innen und Lehrkräften aus Belgien, Portugal, Spanien, Italien und Deutschland. Das Projekt kombiniert geführte Besuche in Museen mit Kunstprojekten in der Klasse, um das Erfahrene zu verinnerlichen und umzusetzen sowie selbst künstlerisch aktiv zu werden. Hier geht's zum ausführlichen Projektbericht.

Ab März werden die drei neuen ersten Klassen mit dem MUS-E® Programm starten. Die erfahrenen MUS-E® Schüler:innen begrüßten die Neuankömmlinge mit einem wunderbaren Ritual. Näheres erfahren Sie in unserem Blogartikel.


Schuljahr 2019/20

1. Halbjahr: Held:innen gesucht! Entdecke deine Superheld:innenkräfte!

Das letzte Halbjahr des Projektes stand ganz im Zeichen von Körpererfahrungen. Gemeinsam haben Nelly Sautter von der TSB und die Zirkuspädagogin Lena Werntze ein Programm für den Auftritt bei der Spendenübergabe der Bülent Ceylan Stiftung mit den Kindern erarbeitet. Dabei entdeckten sie ihre Talente und kreierten Superkräfte und Talente wie das Fliegen, das Darstellen von Wasserkräften und vieles mehr. In der Gruppe wurden zuvor Steckbriefe für ihre Superheld:innen entworfen und spielerisch umgesetzt. Bülent Ceylan war jedenfalls sehr von den Kräften beeindruckt, die die Kinder gemeinsam entwickeln können.

Die Veranstaltungen fanden im Rahmen des Projektes „Gemeinsam Neues schaffen“, gesponsert von der BASF und in Kooperation TSB Heidelberg, statt. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten.


1. Halbjahr: Theater

Die Schauspielerin und Theaterpädagogin Kerstin Kiefer half den Kindern der Klassen 1a und 1b mit Wahrnehmungsspielen, Mutmachspielen und Konzentrationsspielen wie dem Hexenspiel und Menschenmemory beim Start in das Schulleben im wertungsfreien Raum der MUS-E® Stunden. Ganz im Zentrum standen das Kennenlernen der eigenen Kräfte, der Sinne und der Möglichkeiten sich auszudrücken. Sich etwas zu trauen im Theater vor der Gruppe, hatte positive Auswirkungen auf den Unterricht.


Was wurde erreicht?

  • Verbesserung der Konzentration und des Selbstvertrauens
  • spielerisches Kennenlernen der neuen Mitschüler, der eigenen Kräfte
  • positives Lern- und Klassenklima

"Sie merken beim Spiel nicht, dass sie lernen – das entspricht so sehr der Natur des Kindes"

- Frau Barth, Klassenlehrerin

"Am Anfang war es für mich schwierig, offen zu sein und mich auf MUS-E® einzustellen. Dann habe ich aber gemerkt, dass es den Kindern so viel bringt. Ein Kind, das im Unterricht nicht gesprochen hat, hat bei MUS-E® gelernt, sich einzubringen. Das hat sich so positiv auf den Unterricht ausgewirkt. Nach den MUS-E® Stunden beteiligt sich das Kind im Unterricht verstärkt."

- Lena Merkel, Klassenlehrerin


1. Halbjahr: Grundlagen der Malerei, "Ich bin ein Teil des Ganzen"

Die MUS-E® Klassen 2b und 2d lernten mit der Bildenden Künstlerin Svenja Doyen die Techniken und Mittel der Malerei kennen. Sie bauten Keilrahmen, grundierten die aufgespannten Leinwände und entwarfen Kompositionen nach eigenen Ideen zu denen Themen "Meer" und "Zoo". In Gemeinschaftsarbeit in 5er-Gruppen entstanden großformatige Gemälde mit Motiven ihrer Wahl und eingefügten individuellen Minikompositionen. Die Hintergründe wurden auf der Leinwand angelegt und alle Figuren des Vordergrundes auf Pappe gemalt, ausgeschnitten und mit Abstandshaltern auf die Leinwand geklebt. Das ermöglichte das spielerische Ausprobieren von Bildgestaltung und erzielte eindrucksvolle 3D-Effekte.


Was wurde erreicht?

  • Üben von verschiedenen Techniken
  • Kennenlernen der einzelnen (handwerklichen) Schritte beim Entstehen eines Gemäldes
  • Verbesserung der Kreativität
  • Lernen, wie man ein (Künstler-)Tagebuch führt
  • Kennenlernen verschiedener Stile: Stillleben, Portrait

"Auf einem Bild braucht man was Großes, was Kleines und was Breites."

- Kind

"Vor dem Malen die Augen schließen."

- Kind

"Ich kann nichts falsch machen, Malen macht Spaß."

- Kind


1. Halbjahr: Percussions

Die Klassen 2a und 2c erlebten bei Percussionistin Cris Gavazzoni die Vielfalt der Welt der Klänge und Rhythmen diverser Instrumente von der Cajon bis zur Rassel. Sie erschufen mit Klatschen und Geräuschen eigene kleine Kompositionen und führten mit viel Eifer einen Wettstreit der Ausdrucksmöglichkeiten der Percussion. Aber auch das Niederschreiben von Takten stand auf dem Programm sowie das achtsame und respektvolle Umgehen mit den Instrumenten.


Was wurde erreicht?

  • Üben in Achtsamkeit
  • Förderung des rhythmischen Gefühls
  • Kennenlernen unterschiedlicher Instrumente und Musikstile

"Auch ich habe ganz viel von Cris gelernt, von der Art wie sie mit den Kindern umgeht und wie sie ihnen beibringt, die Instrumente selbstständig zu benutzen."

- Suse Schmitt, Klassenlehrerin

"Die Möglichkeit aufzutreten und so auf ein Ziel hinzuarbeiten ist für die Kinder ein sehr wichtiger Aspekt beim Erlernen der Percussion."

- Gerald Schreiber, Klassenlehrer


1. Halbjahr: Abenteuer im Tanzdschungelcamp WAKA WAKA

Koordinatorin Kerstin Weinberger berichtet: "Ich habe die Klasse 1c an ihrem Aufführungstag für die Familien besucht. Es war sehr schön mitzuerleben, wie die Kinder voller Stolz und voller Konzentration ihren Familien präsentiert haben, was sie in den letzten Monaten mit der MUS-E® Künstlerin Lisa Kaiser und ihrer Klassenlehrerin gemeinsam entwickelt und erprobt haben." Ganz im Zentrum stand beim fantasievollen Erleben einer vorgestellten Dschungellandschaft die eigene Köperwahrnehmung beim Balancieren, Hüpfen, Springen und ungewöhnlichen Fortbewegungen zu zweit und in der Gruppe.


"Die Kinder haben losgelassen, frei improvisiert und keine Hemmungen gehabt. Es hat ihnen so gut getan."

- Lisa Kaiser, Künstlerin

"Am Anfang war mein Sohn gar nicht begeistert vom Tanz, dann hat er sogar zu Hause geübt und getanzt mit immer größerer Begeisterung."

- Mutter eines Jungen

"Manchmal braucht es Spaß in der Schule, positive Energie. Die Kinder haben zu Hause heimlich für die Aufführung geprobt, um uns zu überraschen."

- Vater

"Lisa hat bei den Kindern Interesse geweckt, sie haben gute kreative Erfahrungen gemacht, die sie so zuvor nicht kannten. Die MUS-E® Stunde hat sich positiv auf den Schulabsentismus ausgewirkt."

- Nese Özdemir, Klassenlehrerin


1. Halbjahr: Vertrauen/Respekt/Liebe

MUS-E® Künstlerin Saraï Patisson machte die Kinder der Klasse 1d zu Anfang mit ihrem Leitfaden ihres Tanzes vetraut: Vertrauen/Respekt/Liebe. Mit Gesten und Körperhaltungen nonverbal zu kommunizieren, war Gegenstand der Auseinandersetzung und die Basis für ein gestaltetes Miteinander. Den eigenen Körper zum Sprechen zu bringen, Bodylanguage und Gefühle auszudrücken, alle Kinder der Gruppe miteinzubeziehen und wahrzunehmen waren die Herausforderungen, denen sich die MUS-E® Gruppe stellte. Partnerarbeit und menschliche Skulpturen bauen, Drehungen und Balance standen auf dem Programm. Besonders das Entwickeln eigener Choreographien und der Einfluss der Themen aus dem täglichen Unterricht auf den Tanz fanden großen Anklang bei den Kindern.


Was wurde erreicht?

  • Üben eines respektvollen Miteinanders
  • Verbesserung der Motorik
  • Erlangen eines neuen Zuganges und Ausdruckes zu/von Gefühlen
  • Üben von Teamwork

"Heute habe ich toll mitgemacht und gelernt, mich zu drehen ohne umzufallen und schwindelig zu werden."

- teilnehmendes Kind

"Die Kinder bekommen beim Tanz so viel positive Bestätigung, sind im Unterricht viel aufmerksamer."

- Laura Unger, Klassenlehrerin

 


Presse

Artikel über die Gewinner-Gala im BASF-Gesellschafterhaus in Ludwigshafen am 16.03.2018

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