MUS-E® an der Bertha-Hirsch-Schule

Koordination: Kerstin Weinberger

Die Bertha-Hirsch-Schule im Mannheimer Stadtteil Käfertal stellt das soziale Lernen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Sowohl das gewaltfreie Miteinander als auch die Inklusion von Schüler*innen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung sind wichtige Merkmale der Schule. Nach den Sommerferien starten zwei neue erste Klassen an der Bertha-Hirsch-Schule mit dem MUS-E® Programm ins Schuljahr 2021/22. Wir freuen uns auf die neuen Erstklässler*innen und wünschen ganz viel Spaß!


Schuljahr 2020/21

2. Halbjahr: Pantomime mit stärkenden Übungen zur Motorik

Mit den ersten Klassen führte MUS-E® Künstlerin Sara Backhaus im zweiten Halbjahr das Theater-Projekt "Pantomime mit stärkenden Übungen zur Motorik" durch. Die Klasse startete mit einem Warm-up mit angeleiteten Mimik-Bewegungsübungen. Das Besondere bei dieser Pantomime-Übung war die stumme Interaktion zwischen der Künstlerin und den Kindern, welche die Phantasie anregte. Anschließend wurde sich in verschiedenen Übungen spielerisch mit dem Thema Pantomime beschäftigt. Beispielsweise im "Fokus-Spiel", bei dem jede*r einen "Eisklotz" erhält, sich zur Musik bewegt und beim Kommando "Freeze" in einer angenehmen Position in dem Eisklotz verharrt. "Denkt über euch nach! Bleibt ruhig! Was ist in eurem Kopf?", stand hier im Mittelpunkt.


Bei der stärkenden Motorik-Übung "Im Museum" formte ein Kind am anderen Kind eine Statue und sagte zur Statue: "Ich weiß nicht, was ich will".  Das Publikum riet ihm Anschluss, was die Statue darstellen sollte. Die abschließende Reflexionsphase fand unter großer Beteiligung  der Kinder statt, und auch das Ritual zur Verabschiedung "Schluss-Aus-Basta" wurde von den Kindern begeistert gelebt.

 

"Mein Körper fühlt sich jetzt ganz anders an!"

"Bei mir ist das Meer im Kopf!"

1. Halbjahr: Vielleicht?

Den Anfang an der Bertha-Hirsch-Schule machten die beiden MUS-E® Künstlerinnen Anna Timme und Nathalie Veit mit der Sparte Theater und ihrem Projekt "Vielleicht?" nach dem Bilderbuch von Kobi Yamada und Gabriella Barouch. Hintergrund dieser Idee war es, den Kindern der Klassen 1a und 1b mit Mitteln des Theaters in den schwierigen Zeiten der Corona-Einschränkungen Methoden zur Entspannung und Ressourcenaktivierung zu bieten. Natürlich kamen dabei der Spaß und das Theaterspielen nicht zu kurz. Die Phantasie der Schüler*innen wurde durch den Einsatz von Zaubergläsern geweckt, indem mit Hilfe des Inhalts der Gläser Geschichten entwickelt wurden. Aufgelockert wurde das Projektgeschehen durch Bewegungsspiele, in denen die Kinder in fremde Rollen schlüpften.

 

MUS-E® Künstlerin Nathalie Veit berichtet: "Wir haben gemeinsam Geschichten erfunden, unseren Körper wahrgenommen, haben ihn locker getanzt, aufgeweckt und sind spielerisch in verschiedene Rollen geschlüpft. Wir haben Dinge und vor allem uns selbst verzaubert und haben Fantasiewelten erkundet. Die Kinder sind mit viel Energie und Motivation dabei, und in jeder Stunde entsteht ein neuer Schatz an Erfahrung und Erinnerung, den wir symbolisch in einem Glas festhalten."

Die Bilder sind per Klick zu vergrößern.