MUS-E® an der Regenbogenschule in Lohfelden

Koordination: Constanze Betzl

Im Jahr 1940 wurde in Verbindung mit dem großen Neubaugebiet „In der Siedlung“ mit dem Bau eines neuen Schulhauses für die gerade entstandene Gemeinde Lohfelden begonnen. Mit der Inbetriebnahme der Gesamtschule „Söhreschule“ 1972 wurde die Volksschule Lohfelden in eine Grundschule umgewandelt. Die Namensgebung „Regenbogenschule“ erfolgte 1995 nach einer Willensbekundung durch die Schulkinder. Die Schüler:innen werden in den Jahrgängen 1, 2 und 3 in jeweils vier Parallelklassen und im Jahrgang 4 in drei Parallelklassen unterrichtet, es gibt eine Vorklasse, die von 18 Kindern besucht wird. Im Vorlaufkurs „Fit für die Schule“ mit dem Schwerpunkt auf der Sprachförderung werden 32 Kinder auf die Einschulung im nächsten Schuljahr vorbereitet. In mehreren Klassen findet „Inklusiver Unterricht“ statt. Seit dem Schuljahr 2021/22 ist die Regenbogenschule Teil der MUS-E® Familie.


Schuljahr 2021/22

2. Halbjahr: Gefühle ausdrücken durch Musik

Die Klasse 3c tauchte mit MUS-E® Künstlerin Anne Ringborg in die Sparte Musik ein. Die Ursprungsidee war, Gefühle nonverbal und mit Hilfe musikalischer Mittel auszudrücken. Am Anfang stand der Plan, einige Szenen aus einem Kinderbuch zu vertonen, aber sehr schnell wurde deutlich, dass das Buch gar nicht benötigt wurde. Die vier Gefühle Angst, Trauer, Wut und Freude wurden von den Kindern herausgearbeitet. Wichtig war dabei, dass wirklich alle Kinder bei allen Gefühlen aktiv waren und nicht nur bei denen, die ihnen naheliegen. Da die Angst für die Schüler:innen so vielschichtig war, wurde kurzerhand ein Flüstertunnel der Angst entwickelt. 


Die Wut hat die Klasse lange beschäftigt, da wirklich tolle Ziele nur erreicht werden konnten, wenn mit Hilfe von (improvisierter) Bodypercussion echte Wutsituationen und Wutreaktionen simuliert wurden. Die Freude wurde mit Musik und Bewegung (jedes Kind hatte seine eigene wunderbare Art, körperlich die Freude auszudrücken) verbunden, die Trauer mit Gesang (als Singen wieder erlaubt war). Die Entscheidung, aus der Arbeit eine Vorführung zu machen, hat ein wenig von der Spontanität und Freiheit der Ergebnisse genommen, aber andererseits hat der Zusammenhalt der Klasse davon sehr profitiert!

Was wurde erreicht?

  • In musikalischer Improvisation: hinhören, aufeinander eingehen, reagieren, Mut zur Aktion
  • Teamfähigkeit wurde gefördert, eigenständiges Handeln als Gruppe
  • Faires Miteinander und sich verlassen auf die anderen
  • Gefühle zulassen können, für die man sich sonst schämt