MUS-E® an der Waldhofschule

Koordination: Ingrid Schmidt-Wackerow

Seit dem Schuljahr 2021/22 begrüßen wir die Mannheimer Waldhofschule mit einer Außenstelle auf dem Luzenberg in der MUS-E® Familie! Mit dabei sind im aktuellen zweiten Schulhalbjahr 2021/22 vier Klassen und die Künstlerinnen Lisa Kaiser, Cris Gavazzoni und Katharina Groß.


Schuljahr 2021/22

2. Halbjahr: Rhythmisierung/Instrumente kennenlernen/Musikimprovisationen

In der Klasse 1d war MUS-E® Künstlerin Cris Gavazzoni mit einem Musikprojekt aktiv. Begonnen wurde mit einer Rhythmusschulung: Nachklatschen von getrommelten Rhythmen, Einsatz von Körperinstrumenten, vorgegebene Rhythmusbausteine auf der Trommel der Künstlerin nachtrommeln, unterstützt durch eine kindgemäße Rhythmussprache und die Anregung zum Bau kleiner Rhythmusinstrumente aus Alltagsgegenständen waren mit von der Partie. Im Anschluss wurden ungewöhnliche Perkussionsinstrumente in Form eines Rätsels den Kinder nahegebracht.


Hier wurden zunächst Assoziationen über das Hören entwickelt und anschließend die Instrumentalkunde in einem Video thematisiert. Auch war es spannend, von Cris Gavazzoni etwas über das klassische Orchester zu erfahren. Der "Karneval der Tiere" ließ viel Raum für das Entwickeln eigener Assoziationen in Bild und Wort. Auch das Rappen kam nicht zu kurz: An Ostern und in den Sommerwochen des Projektes wurden Sprechgesänge kreiert und als Video aufgenommen. 

 

Was wurde erreicht?

  • Regeln des Musizierens beachten 
  • Beschreibungen zu Höreindrücken finden 
  • sich vor der Klasse darstellen 
  • mit den Mitschüler:innen konstruktiv kommunizieren 
  • eigene Imagination wahrnehmen und verbessern 
  • Fähigkeit zur Rhythmisierung vertiefen 

"Es war toll, wenn Cris ihre Trommel dabei hatte. Ich hab immer genau geschaut, wie sie das macht, und will das auch lernen." 

- Schüler:in

 

"Ich sehe im Bereich „Rhythmusschulung“ bei meinen Schüler:innen einen großen Lernzuwachs. Ich hätte nicht gedacht, dass man mit einer ersten Klasse wirklich einen eigenen Rap entwickeln und einüben kann und dass sogar eine richtige Aufnahme zustande kommt!" 

- Klassenlehrerin Stefanie Rieger

2. Halbjahr: Ganzheitliche Rhythmuserfahrungen

Die Schüler:innen der Klasse 2d erfuhren gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Katharina Groß durch das Hören verschiedener Musikstücke , dass neben der Melodie der Rhythmus eine besonders wichtige Rolle spielt und mitbestimmend für den Ausdruck eines Musikstückes ist. Der Klasse wurde durch Beispiele aufgezeigt, dass bei traditionellen Musikstücken ein Rhythmus in ein Taktgefüge eingebunden ist. Der Begriff Metrum kam so zum Tragen. Die Schüler:innen erprobten sich mit großem Spaß am Dirigieren. In den folgenden Stunden lernten sie verschiedene Instrumente kennen. Es wurde von Katharina Groß auch ein Bass und Kontrabass mitgebracht, was die Kinder sehr fasziniere. Die Kinder schrieben verschiedene Notenschlüssel und lernten unterschiedliche Notenwerte kennen. Auch die Notenschrift wurde ihnen nähergebracht. 


Verschiedene Rhythmuserfahrungen und ein gemeinsames Klatschkonzert machten trotz immenser sprachlicher Probleme Spaß und weckten Interesse für die Musik. 

 

Was wurde erreicht?

  • Unterscheiden verschiedener Streichinstrumente
  • Kennen unterschiedlicher Notenwerte 
  • Benennen von Noten 
  • Wecken des Interesses an der Musik

2. Halbjahr: Tanz und Performance

Die Kinder aus den Klassen 2b und 3c freuten sich im 2. Schulhalbjahr immer riesig auf die Tanzstunden mit Lisa Kaiser. Schon nach der 1. Stunde wussten die Schüler:innen, wie der Ablauf der Stunden sein wird. Zu Beginn suchten sich alle eine Anfangsposition in der Halle als Statuen. Nachdem die Statuen begutachtet wurden, fand ritualisiert der Stopptanz statt mit unterschiedlichen Tanzbewegungen (Sprünge, alle Körperteile bewegen, sich nur am Boden bewegen, Drehungen…). Im Laufe der Zeit haben sich die Kinder immer freier bewegt, mehr zugetraut und ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. So entstanden vielfältige Körpererfahrungen, und die Muskulatur wurde gestärkt. Eigene Hip-Hop-Kreationen machten allen viel Spaß. Großartig war auch der Tanzauftritt beim Spielefest der Schule. Die Kinder haben zusammen eine tolle Tanz-Performance zum Song Waka-Waka aufgeführt.

 


Was wurde erreicht?

  • Steigerung der Komplexität 
  • Ausprägung der exekutiven Funktionen durch ausgewählte Übungen 
  • Stärkung personaler und sozialer Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Disziplin, Ausdauer, Hilfsbereitschaft, aktive Mitarbeit 

"Unser Tanzauftritt mit Lisa war das Beste. Ich finde tanzen mit ihr ganz toll und wage mich jetzt mehr, mich zu bewegen. Vielleicht will ich jetzt auch Tänzer:in werden." 

- Schüler:in

1. Halbjahr: Transfer von gymnastischen Übungen in kreative und tänzerische Bewegungsformen

MUS-E® Künstlerin und Tänzerin Lisa Kaiser schaffte es in den Klassen 1/2d durch ihr lebendiges und kindgemäßes Auftreten die Schüler:innen permanent in das Unterrichtsgeschehen zu involvieren. Über die bei Kindern beliebten Warming-ups schafft sie es, auch den letzten noch zögerlichen Jungen zu individuellen Bewegungsformen zu motivieren. Mit geschlossenen Augen Musik wahrnehmen, einen Takt suchen und in den eigenen Möglichkeiten Bewegungsformen entwickeln waren unter anderem Schwerpunkte des Moduls. Mit pädagogischem Geschick wurde kontinuierlich eine Entwicklung und Steigerung der körperlichen Beweglichkeit erreicht, die in eine tänzerische Choreografie führt. Fast neunzig Minuten agierten Schüler:innen und Lehrpersonen mit Spaß und Freude am Tanz.


Was wurde erreicht?

  • Intensive Wahrnehmung des eigenen Körpers und dessen Selbstkontrolle
  • Entwicklung von Kreativität in der eigenen Choreografie
  • Mut zum Darstellen vor der Gruppe
  • Schulung sozialer Kompetenz im Kreisgespräch

"Dehnen ist superwichtig, dann tut man sich nicht so weh, wenn man fällt."

"Ich finde es toll, mir eigene Bewegungen auszudenken."

"Tanzen ist gar nicht so schwer, weil ich Spaß daran habe."

1. Halbjahr: Rap

In der Sparte "Musik" rappten die Kinder der Klasse 3c gemeinsam mit Künstlerin Cris Gavazzoni.  Mit Warm-ups stimmte die erfahrene MUS-E® Künstlerin die Motivationsphase ein, griff mit den Kindern das Erlebte von der letzten Unterrichtssequenz auf und reflektierte es mit ihnen kindgemäß. Zu dem gemeinsam erarbeiteten Rap „Merry Christmas“ wurde ein Video gedreht, welches auch den Eltern zuging. Die grundschulgemäße, sanfte Einführung in das Lesen von Notenwerten und das gemeinsame Üben von einfachen Dreiklängen am Xylophon war für alle beeindruckend! In einer weiteren Sequenz wurde mit Trommeln und Cajons ein Lied vertieft. In der letzten Stunde fand eine ausführliche und geschickte Reflexion zu dem Gelernten statt, indem die Künstlerin in die Rolle der unwissenden Schülerin schlüpfte.

 

Was wurde erreicht?

  • Erweitern der fachlichen Kompetenz 
  • große Fortschritte in Rhythmus- und Bewegungselementen
  • Schulung der Konzentration
  • Steigerung der Kreativität 
  • hohe intrinsische Motivation 

„Cris ist ein richtiger Profi! Wir wollen auch so Musik machen können wie sie!“ 

„Wir wollen immer weiter mit den Cajons spielen!“ 

„Mir tun meine Hände vom Trommeln weh – aber egal: das macht so Spaß!“ 

„Wenn wir weiter so fleißig üben, können wir bald ein Konzert geben!“


1. Halbjahr: Musik und Tanz

Die Klasse 2b tauchte mit Künstlerin Katharina Gross in die Welt der Musik und des Tanzes ein. Hierbei beschäftigten sich die Schüler:innen mit den Fragen: Was ist akustisch und was elektrisch bei Instrumenten? Wer ist ein:e Dirigent:in und was macht er/sie? Was kann man sich unter den Taktarten 3/4, 4/4 und 2/4 Takt vorstellen? Gemeinsam wurde in diesem theoretisch abgesteckten Rahmen dirigiert, mit Orff-Instrumenten Technik-Lyrik vertont und verschiedene Streichinstrumente sowie das Glockenspiel kennengelernt. Außerdem haben die Kinder erfahren, dass man nicht nur mit Instrumenten Musik machen kann: Zu Tchaikovskys Nussknacker wurden Basketbälle rhythmisch zu der Melodie auf den Boden geprellt, was viel Freude machte und Raum für Improvisationen bot.

 

Während einer Weihnachtsstunde übernahm schließlich ein Schüler die Rolle des Anleiters und zeigte den Schüler:innen den Sirtaki-Tanzschritt, auf dessen Grundlage im Anschluss eine Weihnachts-Sirtaki-Performance zu einem internationalen Weihnachtslied getanzt werden konnte und zwölf individuelle Kunststückchen in der Kreismitte stattfanden. Für alle Schüler:innen war es ein besonders aufbauender Moment, hier ihre Talente und neu erworbenen Tanzkenntnisse zu präsentieren.  


Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der MUS-E® Gäst:innen aus Portugal und Italien, mit denen eine „Halloween-Performance“ durchgeführt wurde. Hier durften gruselige Deko, geschnitzte Kürbisse, ein Willkommensgedicht für die Gäst:innen und eine internationale Fragerunde nicht fehlen. Alle hatten großen Spaß am gemeinsamen internationalen Erleben der Künste.

 

Was wurde erreicht?

  • Aufeinander hören und auch einfach mal ganz still sein
  • Im Kollektiv eine individuelle Rolle einnehmen und diese zu angebrachter Zeit optimal einbringen
  • Nach den eigenen Möglichkeiten diese Rolle wählen dürfen
  • Sich konzentrieren, um alleine und gemeinsam eine Technik umsetzen zu können
  • Die Phantasie spielen lassen zu dürfen, um mit dem, was vor Ort ist, eine kreative Lösung für eine gemeinsame Anforderung umzusetzen
  • Aus der Feedbackrunde: „Danke, dass du da warst“, „ Mir gefällt, dass wir Sirtaki getanzt haben“, „Ich fand es schön, dass wir zur Musik dirigiert haben“, „Mir hat gefallen, dass es heute die Muse gibt.“