MUS-E® an der Sonnenblumenschule Eltville-Erbach im Rheingau

Koordination: Karin Randall

Seit dem Schuljahr 2021/22 ist auch die Sonnenblumenschule in Eltville-Erbach im Rheingau Teil der MUS-E® Familie. Die Schule setzt einen Schwerpunkt im Bereich der Hochbegabtenförderung und liegt umrahmt von Weinbergen im Eltviller Stadtteil Erbach. Neben einem naturnahen Schulhof verfügt die barrierefreie Schule über eine Auszeichnung als Internet-ABC-Schule.



Schuljahr 2021/22

2. Halbjahr: Pantomime und Theater

Psychomotorisches Spiel mit Bambusstangen spielte im Theaterprojekt mit MUS-E® Künstler Peter Aurin eine methodische Rolle. Vielseitig einsetzbar, ist Bambus ein Medium für Sensitivität und Kreativität, das haptisch von der Klasse 1 begriffen wurde und zur freien Gestaltung anregte. Da viele Kinder glaubten, das Theaterspiel sei pausenlose Hektik, wurde das Theater über Erfahrungen der Stille eingeführt. Durch pantomimische Elemente wie das Puppenspiel konnten die Schüler:innen das ruhige Spiel als spannungsvoll erleben. Das Spiel „Museum“ und das tragende Konzept für eine Abschlussaufführung „Der Spielzeugladen“ bildeten den Rahmen für weitere Pantomimik, Storytelling, das Aufbauen einer Spielfigur und Kooperationsaufgaben. 


Über die stetige Rückmeldung des Publikums wurde eine wertschätzende Haltung eingeübt, die als Grundlage für empathisches Verhalten im Spiel und beim Zuschauen diente. Die Spiele wurden sehr begeistert gespielt, und Lösungen wurden nachhaltig gesucht. Stellvertretend kann das Spiel „Blaubeere“ erwähnt werden, bei dem die ganze Gruppe Strategien entwarf und bewegtes Lösungsverhalten zeigte.

 

Was wurde erreicht?

  •  Verstärken der Körperbewusstheit
  • Bewegungen und Körperteile voneinander unterscheiden können
  • Verschiedene Stimmungen nachspüren
  • Balance und Schwerkraft wahrnehmen

 

Klassenlehrer Tobias Gahntz berichtet: "Für die Klasse 1 waren die Stunden mit Peter Aurin („Antonio“) immer etwas Besonderes. Es gelang ihm immer, dass die Kinder sich auf neue Übungen einließen. Ich lernte die Kinder von einer ganz anderen Seite kennen. Spannend waren vor allem die Partner:innen- und Gruppenarbeiten, in denen sich manchmal Kinder zusammenfanden, die vorher nie zusammengearbeitet hatten. Hier lernte die Klasse sehr viel: Nicht immer ist die/der beste Freund:in auch die/der beste Arbeitspartner:in. Hier wurden viele Lern- und Entwicklungsprozesse angestoßen, und über die Dauer des Projektes war bei vielen eine Entwicklung zu beobachten."