MUS-E® an der Ganztagsgrundschule Mehren

Koordination: Barbara Bertsch

Seit dem Schuljahr 2021/22 gibt es MUS-E® auch an der Ganztagsgrundschule in Mehren. 


Schuljahr 2021/22

2. Halbjahr: Experimentelle Drucktechniken und Tanz

Die Klasse 1a beschäftigt sich aktuell mit experimentellen Drucktechniken unter der Anleitung von Anna Eiber. Daniela Klippel bietet ein Tanzprojekt in der Klasse 1b an.

1. Halbjahr: Drucktechnik, Karten und T-Shirts

Die Klasse 1b hat mit MUS-E® Künstlerin Anna Eiber zuerst mit hellen Wasserfarben auf weißen Faltkarten gemalt. Während der Trockenzeit wurden Figuren, Sterne, Schneemänner und -frauen und Anderes auf Styrodurplatten eingedruckt. An einem langen Tisch verteilte die Künstlerin Glasscheiben mit verschiedenen wasserlöslichen Druckfarben. Wie Profis sind die Schüler:innen ohne Aufforderung mit ihren getrockneten Karten zum Tisch gekommen und haben die Farben mit Gummirollen auf ihren selbstgemachten Platten verteilt und diese dann auf ihre Karten gedruckt. Anschließend trockneten diese auf der Fensterbank, bis die Schüler:innen sie mit nach Hause nehmen konnten.

 

Was wurde erreicht?

  • Anregung der Feinmotorik 
  • Steigerung der Aufmerksamkeit 
  • Handlungsplanung am Ablauf, wie man eine Karte gestaltet 

Klassenlehrer Martin Schneider berichtet:

"Nach anfänglicher Zurückhaltung und einer Kennenlernphase öffneten sich die Schüler:innen immer mehr gegenüber den künstlerischen Arbeitsweisen. So war es zu Beginn für viele Kinder schwierig, einen Anfang zu finden, viele hatten Angst, etwas falsch zu machen, Ansprüchen nicht zu genügen, oder sie hatten einfach keine kreative Idee. Diese Umstände änderten sich während des Projekts zunehmend, sodass gegen Ende der Projektzeit die meisten Kinder offener und selbstsicherer wahrgenommen wurden. Sie hatten nun das Selbstbewusstsein, Dinge auszuprobieren, und konnten ihre Ergebnisse entsprechend mehr schätzen und würdigen. In den anderen Schulfächern wurden einige Kinder ebenfalls mutiger und trauten sich vermehrt, an Gesprächen teilzunehmen, die sie aufgrund einer Unsicherheit zuvor eher gemieden hätten. Nebenbei lernten die Schüler:innen, wie wichtig es ist, Ordnung zu halten und den eigenen Arbeitsplatz sauber zu halten, damit ein produktives Arbeiten möglich ist. Dieser Sachverhalt übertrug sich zu Teilen auch auf die anderen Schulfächer. Als Fazit kann man zusammenfassen, dass die Kinder der Klasse 1b alle viel Spaß während des MUS-E® Projekts hatten und dabei auch etwas für ihr weiteres Schulleben mitnehmen konnten. Die Klasse 1b würde einstimmig wieder bei MUS-E® mitmachen."

 

"Koordinatorin Barbara Bertsch berichtet:

"Als ich die Klasse 1b vor Weihnachten besucht habe, merkte ich, wie die Schüler:innen sofort ohne Aufforderung ihren Malkasten rausholten und anfingen, auf ihren Karten zu malen. Klassenlehrer Martin Schneider erzählte mir, dass die Schüler:innen jeden Donnerstag begeistert seien. Eine besondere Energie war im Raum zu spüren. Die Künstlerin und die Kinder haben im Januar an einem Gemeinschaftsprojekt gearbeitet, bei dem alle Motive, die die Schüler:innen sich ausdenken konnten, als eine lange Szene zusammen auf einem großen Blatt gedruckt waren. Anna hat die Klasse eingeladen, ihr Atelier im Juni zu besuchen."

1. Halbjahr: Musik tänzerisch erleben

Mit dem Start des MUS-E® Projekts "Musik tänzerisch erleben" am 28. Oktober konnte die Klasse 1a mit MUS-E® Künstlerin Manuela Schmitt das Thema Halloween prima "vertanzen". Nach dem üblichen Aufwärmtraining mit tänzerischen Basisbewegungen haben die Kinder Monsterbewegungen zu "Thriller" von Michael Jackson entwickelt und vorgestellt. Diese wurden anschließend in den Tanz "Ghost Busters" eingebaut. Auch der 11. November war ein tolles Datum, um ein St.Martin Thema aufzugreifen. Mit LED-Teelichtern auf der flachen Hand schritten die Kinder zu passender Musik durch den Saal und bewegten dabei ihren Arm spiralförmig von unten nach oben bzw. von oben nach unten.

 

Was wurde erreicht?

  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Freude an der Musik
  • Steigerung der Aufmerksamkeit

Koordinatorin Barbara Bertsch berichtet:

"Jeden Dienstag waren alle Schüler:innen so glücklich, wenn Manuela kam. Es war das Highlight der Woche. Leider ist Manuela Schmitt im Laufe des Projekts ausgefallen, wodurch das Projekt frühzeitig beendet werden musste. Ich habe einen kleinen Besuch am Ende des Halbjahres in der Klasse 1a gemacht, um zu sehen, wie die Schüler:innen das MUS-E® Halbjahr fanden. Es gab nur positives Feedback von den Kindern. Die Klasse wünscht Manuela alles Gute und hofft, dass sie schnell wieder vorbeikommt. Schon jetzt freuen sich alle auf das neue MUS-E® Halbjahr und sind gespannt, was sie Neues lernen werden."