MUS-E® an der Waldhofschule

Koordination: Ingrid Schmidt-Wackerow

Seit dem Schuljahr 2021/22 ist die Mannheimer Waldholfschule  mit ihrer Außenstelle auf dem Luzenberg Teil der MUS-E® Familie. Wir freuen uns sehr, dass die VR Bank Rhein-Neckar eG das Sponsoring der Klasse 3a übernimmt, die in diesem Schuljahr mit MUS-E® Künstlerin Sophia Stark die Welt des Gesangs und der Musik erkundet.



Schuljahr 2025/26

1. Halbjahr: (Pop-)musik mit allen Sinnen | Klassen 3a und 3b

Mut, vor der Klasse zu singen • Rhythmusgefühl • musikalisches Gehör • Kreativität • Kompromissbereitschaft 

Im Projekt „(Pop-)Musik mit allen Sinnen“ erkundeten die Schüler:innen der Klassen 3a und 3b mit MUS-E® Künstlerin Sofia Stark die Welt der Musik aus einer neuen Perspektive. Als Popmusikerin war es ihr besonders wichtig, die Kinder dort abzuholen, wo sie musikalisch stehen, und ihre eigenen Hörgewohnheiten in die Stunden einzubeziehen. Zu Beginn durfte jedes Kind seinen Lieblingssong vorstellen. Gemeinsam hörte die Klasse die unterschiedlichen Stücke und achtete dabei auf Aspekte wie Rhythmus, Instrumente, Produktion oder Text. So entstand ein lebendiger Austausch über verschiedene Musikstile und Geschmäcker. Die Kinder lernten dabei, dass es zwar musikalische Regeln gibt, diese aber auch gebrochen werden können und dennoch Musik entstehen kann, die Menschen berührt und ihnen etwas bedeutet. Ein weiterer Schwerpunkt war das Kennenlernen von Instrumenten. Die Kinder betrachteten Klavier und Gitarre genau – von außen und von innen – und durften beide Instrumente selbst ausprobieren. Mit der Zeit wuchs der Mut, kleine musikalische Ideen vorzuspielen oder gemeinsam zu musizieren. In den Stunden wurde außerdem viel gesungen, unter anderem Lieder und Kanons, und Body Percussion war ein fester Bestandteil jeder Einheit. Gegen Ende des Halbjahres arbeiteten die Schüler:innen in Gruppen an kreativen Schreibübungen, aus denen schließlich eigene Songtexte entstanden. Besondere Begeisterung löste auch das Recording-Equipment der Künstlerin aus. Die Kinder waren neugierig auf die technischen Möglichkeiten und hatten große Freude daran, ihre Stimmen aufzunehmen und mit verschiedenen Effekten zu verändern. Gerade auch zurückhaltendere Kinder fanden so einen spielerischen Zugang zur eigenen Stimme und beteiligten sich zunehmend mutig am musikalischen Geschehen.

 

Im Verlauf des Projekts studierte die Gruppe der Klasse 3b zudem ein Weihnachtsstück mit Boomwhackern ein und führte dieses auf. Insgesamt bot das Projekt einen niedrigschwelligen, motivierenden Rahmen, in dem die Kinder musikalische Inhalte praktisch erprobten, Sicherheit gewannen und ihre Fähigkeiten im gemeinsamen Musizieren sichtbar ausbauen konnten.

 

"Obwohl ich die Kinder nur einen kurzen Zeitraum des Schuljahres begleite, freue ich mich immer über deren positive Entwicklung. Sie tauen auf, werden neugieriger, fragen nach meinem Beruf als Musikerin und staunen. Singen verbindet, und es stärkt den Klassenzusammenhalt!"

 

- MUS-E® Künstlerin Sofia Stark


1. Halbjahr: Der Wald als Skulptur

räumliches Vorstellungsvermögen • Farbverständnis und Symbolik • Kreativität und Experimentierfreude • Feinmotorik und Handkraft • Naturbezug und Sachwissen  

Im Projekt „Der Wald als Skulptur“ beschäftigten sich die Schüler:innen der Klasse 3c gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Cynthia Haag intensiv mit kreativem Gestalten und experimentellem Zeichnen. Ausgangspunkt war das Thema Wald, dem sich die Kinder zunächst spielerisch durch verschiedene Zeichenspiele näherten. Mit viel Phantasie entstanden detailreiche Darstellungen von Bäumen, Blättern und Waldtieren. Dabei wurden nicht nur die Beobachtungsgabe, sondern auch der sichere Umgang mit Stiften und Linien gefördert. Im Anschluss entstand in gemeinsamer Arbeit ein ganzer Wald aus Pappmaché. Die Kinder formten mit großem Engagement Bäume und verschiedene Tiere des Waldes. Dabei lernten sie, Papier in mehreren Schichten aufzubauen, Formen stabil zu modellieren und Geduld beim Trocknen der Materialien zu entwickeln. Das anschließende Bemalen der Figuren verlangte Genauigkeit und ein gutes Gespür für Farben und Details. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts war das Thema „Vier Jahreszeiten“. In eigenen Bildern setzten sich die Schüler:innen mit den unterschiedlichen Stimmungen und Farbwelten von Frühling, Sommer, Herbst und Winter auseinander und hielten diese künstlerisch fest. Zum Abschluss gestalteten die Kinder Schüsseln und Teller aus Pappmaché, die jeweils in den Farben einer Jahreszeit bemalt wurden. Die entstandenen Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie sich im Verlauf des Projekts das handwerkliche Geschick, das Farbverständnis und die kreative Ausdrucksfähigkeit der Kinder weiterentwickelt haben.

 

"Am Anfang wollte ich etwas Kleines machen, aber dann habe ich gemerkt, dass das Formen mit Zeitungspapier und Pappmaché gut klappt und habe einen Hirsch geformt. Und der konnte am Ende sogar stehen!"

- Amelie

 

"Ich finde gut, dass es in der Kunst kein Falsch gibt. Da steht der Spaß an erster Stelle."

- Kemran

 

"Ich habe ganz viele Herbstfarben in Streifen aneinander gemalt, bis ein bunter Farbteppich entstanden ist."

- Esila

 

"Das ist toll, wie konzentriert alle gerade im freien Arbeiten sind. Auch wenn es mal chaotisch wird, alle haben Spaß und sind bei der Sache. Sie überlegen richtig, wie sie die Tiere und Bäume formen können, und probieren verschiedene Wege aus."

- Klassenlehrerin Yvonne Klotter-Georgantopoulos

 

"Es wurde mit den Händen geforscht, geknetet, gerissen und geformt, und am Ende zählte der Prozess mehr als das Ergebnis, auch wenn dieses am Ende immer zur Bestärkung der eigenen Fähigkeiten beitrug. Auch wenn mal etwas schief gegangen ist, wurde nicht gleich aufgegeben, und die Schüler:innen haben sich immer gegenseitig unterstützt und einander geholfen. Das ist mir sehr positiv an der Klasse aufgefallen."

- MUS-E® Künstlerin Cynthia Haag

1. Halbjahr: Der Wald als Form und Farbe

Anwendung grundlegender Aquarelltechniken • Experimentierfreude und Materialkompetenz • Gestaltung im Großformat • Feinmotorik und Ausdauer • Erweitertes Farbverständnis  

Im Projekt „Der Wald als Form und Farbe“ setzten sich die Schüler:innen der Klasse 3d gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Cynthia Haag auf vielfältige Weise mit dem Thema Wald auseinander. Ziel war es, Naturbeobachtung mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken zu verbinden und dabei neue Ausdrucksformen zu entdecken. Zu Beginn lernten die Kinder grundlegende Aquarelltechniken kennen. Sie experimentierten mit Farbverläufen, Überlagerungen und einfachen Nass-in-Nass-Effekten. Durch den Einsatz ungewöhnlicher Werkzeuge – etwa Löffel, Stöcke, Styropor oder Luftpolsterfolie – entstanden spannende Strukturen und Oberflächen, die an Baumrinde, Blätter oder Waldboden erinnerten. Parallel dazu beschäftigten sich die Kinder mit den Grundlagen des Farbenmischens und entwickelten zunehmend selbstständig differenzierte Naturtöne. Das erarbeitete Wissen floss anschließend in großformatige Collagen zum Thema Wald ein, in denen gemalte und geklebte Elemente miteinander kombiniert wurden. So entstanden vielschichtige Bildwelten, die den Wald aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar machten. Ein weiterer Projektschwerpunkt war das Papierschöpfen, dessen Grundlagen die Kinder kennenlernten und als zusätzliche malerische Ausdrucksform erprobten. Zum Abschluss gestaltete jedes Kind vier Bilder aus farbigem Pappmaché, die die vier Jahreszeiten darstellen. Dabei verbanden die Schüler:innen ihre Erfahrungen mit Material, Farbe und Naturbeobachtung immer sicherer und entwickelten eigene kreative Lösungen. Die entstandenen Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie sich im Laufe des Projekts sowohl das handwerkliche Können als auch das künstlerische Ausdrucksvermögen der Kinder weiterentwickelt haben.

 

"Unsere große Wald-Collage war spannend, weil wir zusammen überlegen mussten, wo was hinkommt."

- Ensar

 

"Mit dem Löffel zu malen, war erst komisch, aber dann sind Baumrinden entstanden, die richtig echt aussahen."

- Davide

 

"Die Schüler:innen werden immer selbstsicherer im freien künstlerischen Arbeiten. Das stärkt ihr Selbstvertrauen und auch technisch haben sie sich in dem letzten halben Jahr richtig weiterentwickelt."

- Klassenlehrerin Julia Heess


Schuljahr 2024/25

2. Halbjahr: Wie geht eigentlich Popmusik | Musizieren und Songwriting in der Klasse 4b

Aufeinander achten und hören (Rhythmus- und Klatschspiele im Kreis) • Arbeiten in der Gruppe • Kompromisse finden • Kreativität • Selbstbewusstsein  Tonleiterverständnis durch Boomwhakers

Gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Sophia Stark erkundete die Klasse 4b mit Freude die Grundlagen der Popmusik. Gemeinsam wurde gesungen, das Rhythmusgefühl durch Body Percussion geschult und die eigene musikalische Kreativität entfaltet. Mit Spielen wie dem Erfinden von Kurzgeschichten zu Phantasiegemälde-Karten oder dem beliebten „Pantomime spielen“ erweiterten die Kinder ihre Ausdrucksmöglichkeiten. Anhand ihrer Lieblingslieder analysierten sie unterschiedliche Musikstile. Kleine, selbst gebastelte Shaker aus Klorollen fanden schnell ihren Platz in den gemeinsamen Musikstücken. Ein besonderes Highlight waren die Boomwhackers, mit denen die Klasse einen Song erarbeitete und die Unterschiede einzelner Töne innerhalb einer Tonleiter entdeckte. Auch Klavier und Gitarre wurden vorgestellt und von den Kindern begeistert ausprobiert. Zum Abschluss probte die Klasse den Song „Meine Mama hat gesagt“, der bei der eigenen Abschlussfeier aufgeführt wurde und den Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit bildete.

 

„Vielen Dank, Sofia, dass du immer an unserer Seite warst. Wir hatten mit dir viel Spaß.“

- teilnehmendes Kind


2. Halbjahr: Wie geht eigentlich Popmusik | Musizieren und Songwriting in der Klasse 4a

Aufeinander achten und hören (Kanon) • Arbeiten in der Gruppe • Kompromisse finden • Kreativität • Selbstbewusstsein

Unter der Leitung von MUS-E® Künstlerin Sofia Stark begab sich die Klasse 4a auf eine musikalische Entdeckungsreise in die Welt der Popmusik. Gemeinsam wurde gesungen, das Rhythmusgefühl durch Body Percussion trainiert und die eigene musikalische Kreativität entdeckt. Mit phantasieanregenden Spielen wie dem Erfinden von Kurzgeschichten zu erfundenen Karten oder dem beliebten „Pantomime spielen“ entwickelten die Kinder ihre Ausdrucksfähigkeit weiter. Anhand ihrer Lieblingslieder analysierten sie verschiedene Musikstile und bastelten kleine Shaker aus Klorollen, die sofort in die gemeinsamen Musikstücke integriert wurden. Das Singen im Kanon schärfte das Bewusstsein für das aufmerksame Miteinander beim Musizieren. Klavier und Gitarre wurden vorgestellt, ausprobiert und inspirierten manche Kinder, eigene Instrumente von zu Hause mitzubringen. In den letzten Wochen standen Aufnahme-Equipment und die Arbeit mit einem Recording-Programm im Mittelpunkt. Zum Abschluss entstand ein von der Klasse selbst geschriebener Song: „Die Zeit vergeht“, eine persönliche und emotionale Abschiedshymne, mit der die Kinder den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt musikalisch gestalteten.


2. Halbjahr: Farbige Bildergeschichten

angst- und wertfreies Malen • Erfahren von experimentellen Aquarelltechniken • Selbstbewusstsein durch Präsentation • Wertschätzung • Kreativität durch freies Arbeiten

Die Schüler:innen der Klasse 3b erlernten in diesem Halbjahr spielerisch und experimentell das Umgehen mit verschiedensten Farbtechniken. Hauptsächlich wurde mit Aquarellfarben gemalt, welche durch den individuellen Farbverlauf die Angst vor einem Kontrollverlust beim Malen nahmen. Unter der Leitung von MUS-E® Künstlerin Cynthia Haag wurden viele Bilder gemalt – mal sollte ein Foto mit nur einer Farbe abgemalt werden, mal mit drei Farben. Dadurch wurden wichtige malerische Macharten und Begriffe wie Tonwertstudien und limitierte Farbpalette vermittelt. Auch Farbstudien wurden auf spielerische Weise erforscht. Welche Farben wirken auffällig/interessant zusammen und warum? Als finales Projekt sollten die Schüler:innen allein oder in Teamarbeit einen Comic entwickeln, den sie farbig gestalteten. Dabei sollte das Gelernte angewendet und den Farben viel Raum gegeben werden. Alle Kunstwerke wurden schließlich zu einem Buch zusammengebunden.

 

„Kunst muss nicht immer gut aussehen, aber sie sollte immer Spaß machen.“

„Das Comic hat am meisten Spaß gemacht! Wir planen schon einen zweiten und dritten Teil der Geschichte!“

- teilnehmende Kinder

2. Halbjahr: Experimentelle Aquarelltechniken

Kennenlernen verschiedener Techniken • spielerischer Umgang mit Farben • Selbstbewusstsein im künstlerischen Arbeiten • Präsentation • Kritik äußern und annehmen

Die Schüler:innen der Klasse 3a und MUS-E® Künstlerin Cynthia Haag experimentierten in diesem Halbjahr mit Aquarellfarben. Vom Lasieren und Lavieren, über monochromes Malen und Arbeiten mit limitierter Farbpalette sowie dem Anwenden von Farbstudien haben die Kinder alles angewandt und ausprobiert und damit zahlreiche Einzelwerke gesammelt, die später zu einem Buch zusammengebunden wurden. Aus den drei Primärfarben wurden so viele Farben wie nur möglich gemischt und zu bunten Bildern verarbeitet. Auch Druckverfahren durch das Herstellen verschiedener Stempel wurden erforscht. Am Ende sollten die Schüler:innen ihre eigenen Pinsel aus Ästen und Gräsern basteln und mit natürlichen Farben wie Rote Bete, Kaffee und Kurkuma malen. Gesammelt wurde eine breite Palette an Erfahrungen, die von klassischen bis experimentellen Maltechniken reichten.

 

„Ich habe gelernt, dass man nicht jede Farbe mischen kann.“

 

„Man kann Essen als Farbe benutzen und so schöne Malereien schaffen, das wusste ich vorher gar nicht.“

 

„Ich fand die Geschichte über die Farben und welche Gefühle sie auslösen sehr spannend. Danach habe ich Farben mit ganz anderen Augen betrachtet.“

- O-Töne der teilnehmenden Kinder


1. Halbjahr: Popmusik und Songwriting | Wir schreiben unseren eigenen Song

Rhythmusgefühl • Entwicklung eigener Kreativität • Kennenlernen der eigenen Stimme • sich anpassen beim Singen (Kanon) • unterschiedliche Stile und Bezeichnungen kennenlernen

Im Rahmen des Projekts „Popmusik und Songwriting | Wir schreiben unseren eigenen Song“ arbeiteten die Klassen 3a und 3b mit der MUS-E® Künstlerin Sofia Stark zusammen, um ihre kreativen Fähigkeiten in den Bereichen Gefühl, Rhythmus, Stimme und Kreativität zu entwickeln. In regelmäßigen Sitzungen wurden die Schüler:innen mit verschiedenen musikalischen Elementen vertraut gemacht. Zum Beispiel experimentierten sie mit einer Strohhalm-Trompete, um Geräusche und Atemströmungen zu erzeugen und den Einfluss von Klang auf das eigene Empfinden zu erleben. Das Projekt begann mit der Analyse von Lieblingsliedern der Schüler:innen, wobei die „Regeln der Popmusik“ hinterfragt wurden. Dabei stellten sie sich die Frage, ob Kunst wirklich festen Regeln folgt und ob es ein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt. Diese Reflexion führte die Kinder zum Songwriting, bei dem es anfangs schwierig war, sich zu öffnen – einige Schüler:innen hatten zunächst Hemmungen, ihre eigenen Ideen vorzutragen oder kreativ zu werden. Doch mit der Zeit legte sich diese Unsicherheit, und es entstand ein gemeinsamer Song, der sowohl die 3a, die „Löwenklasse“, als auch die 3b, „Meine Freunde“, widerspiegelte. Nach einer kurzen Einführung in das Aufnahme-Equipment begannen die Schüler:innen, ihre Songs zu instrumentieren und einzusingen. Die Begeisterung der Schüler:innen für den kreativen Prozess zeigte sich auch in ihrem Interesse an der Arbeit der Künstlerin Sofia Stark und ihrer eigenen Karriere als Singer-Songwriterin. 


So konnte das Projekt nicht nur musikalische Fähigkeiten fördern, sondern auch das Interesse an der Welt der Musikproduktion und dem Beruf der Künstlerin wecken.

1. Halbjahr: Erste freie Tanzerfahrungen | Angeleitete Improvisation

Gruppenarbeit • Kennenlernen neuer Bewegungsabfolgen • verstärktes Wahrnehmen • Selbstbewusstsein • Rhythmusgefühl

Das Tanzprojekt mit MUS-E® Künstlerin Lisa Kaiser ermöglichte den Schüler:innen der Klassen 4a und 4b erste freie Tanzerfahrungen durch angeleitete Improvisation. Im Fokus stand die spielerische Entdeckung von Bewegungsmöglichkeiten sowie das bewusste Erleben des eigenen Körpers im Raum. Zu Beginn jeder Einheit diente eine Improvisationsarbeit als Warm-up. Die Kinder erprobten verschiedene Fortbewegungsarten wie Rennen, Gehen, Rückwärtslaufen, Krabbeln und Rollen. Sie erforschten, wie es sich anfühlte, nur einzelne Körperteile oder den gesamten Körper zu bewegen.


Durch die Übung „Freeze and Move“ formten sie Statuen mit vorgegebenen Bedingungen – beispielsweise durften nur Hand, Fuß und Knie den Boden berühren. Dabei entstanden kreative Gebilde, die ein Bewusstsein für die Vielfalt körperlicher Ausdrucksmöglichkeiten schufen. Das Erlernen von Schrittabfolgen förderte Körpergefühl, Gedächtnis und Konzentration. In kleinen Duetten entwickelten die Kinder eigene Tanzsequenzen und lernten, sich aufeinander einzulassen. Ergänzt wurde das Projekt durch akrobatische Elemente, die schließlich in eine gemeinsame Choreografie einflossen. Am letzten Schultag präsentierten beide Klassen ihr erarbeitetes Stück vor der gesamten Schule. Die Kinder erlebten dabei die Freude am gemeinsamen kreativen Prozess und die Anerkennung durch begeisterten Applaus.

 

"Jetzt traue ich mir auch das Tanzen zu!"

- Schüler:in


Schuljahr 2023/24

2. Halbjahr: Mutig sein! | Tanz

Konzentration • Kreativität • Mut • Selbstwertgefühl • Respekt

Die Kinder der Klasse 2a erfuhren im Projekt "Mutig sein! | Tanz" mit MUS-E® Künstlerin Lisa Kaiser, wie aus Bewegung Tanz entsteht. Durch angeleitete Improvisation entdeckten sie die verschiedenen Bewegungsformen, die mit dem Körper möglich sind. Am Ende jeder Bewegungseinheit entstanden Statuen, bei denen nur bestimmte Körperteile den Boden berühren durften. Dies förderte kreatives Denken und half den Kindern, ihre Grenzen zu überwinden. Zusätzlich wurden verschiedene Schrittfolgen, Rhythmen und kleine Tänze erarbeitet. Das große Highlight war eine Aufführung anlässlich des Sepp-Herberger-Fußballtags, bei dem die Kinder einen "Fußballtanz" präsentierten.

 

O-Töne der Schüler:innen:

"Man kann tanzen, ohne zu denken – das fühlt sich gut an!"

"Ich habe mich getraut, vor anderen zu tanzen – ich bin so stolz!"

"Wieso können wir nicht für immer tanzen?"

 

"Wow, wie konzentriert sie bei einer Sache bleiben können!"

- Klassenlehrerin Nina Hahn

2. Halbjahr: Kreatives Gestalten mit Farbe, Papier und Knete

freies Arbeiten • nachhaltiges Denken und Handeln • Geduld • Vertrauen in das eigene Können • gemeinschaftliches Denken

Die Klasse 2b beschäftigte sich im Projekt "Kreatives Gestalten mit Farbe, Papier und Knete" unter der Leitung von MUS-E® Künstlerin Ksenia Hajdari mit verschiedenen Aspekten der Kunst und des kreativen Ausdrucks. Zu Beginn überlegten die Kinder, was Kunst ist, wo sie ihr begegnen und welche Künstler:innen ihnen bekannt sind. Sie diskutierten auch über die verwendeten Materialien und gestalteten anschließend eigene Bilder mit diversen Werkzeugen. Im zweiten Teil des Projekts betrachteten die Schüler:innen Abbildungen von Skulpturen, Designobjekten und Bauwerken. Sie zeichneten einige dieser Skulpturen und plastizierten sie im folgenden Unterricht mit Kinderknete. Daraufhin wurden Bauwerke auf einem Stück Karton mit Hilfe von Abfallmaterialien gebaut. Die verwendeten Materialien umfassten Kartons, Verpackungen, Plastikbecher, Füllmaterial und Naturmaterialien. Eine weitere kreative Aufgabe bestand darin, mit Wasserfarben und einer Pipette willkürlich Flecken auf ein großes Blatt Papier zu tropfen. Die entstandenen Flecken wurden mit Buntstiften zu Kunstwerken weiterentwickelt, wobei die Kinder ihrer Phantasie freien Lauf ließen. In der abschließenden Sequenz malten die Kinder ihre Pläne für die Sommerferien und stellten sie vor.

 

"Ich kann besser malen als Da Vinci!"

2. Halbjahr: Vom "ICH" zum "WIR" – Wie erzähle ich eine Geschichte in einer heterogenen Gruppe? | Klasse 3a

Selbstbewusstsein • achtsames Miteinander • Gespür für spannende Geschichten • Feedbackkultur • Kompromissbereitschaft

Im zweiten Schulhalbjahr erzählte die Klasse 3a unter der Leitung von MUS-E® Künstlerin Kerstin Kiefer regelmäßig Geschichten. Jede Unterrichtsstunde stand im Zeichen einer neuen Geschichte, was zu Beginn eine Herausforderung darstellte. Die knappe Zeit, die strengen Regeln und das Ziel, dass jeder zu Wort kommt und Kompromisse eingeht, verlangten den Schüler:innen viel ab. Es war wichtig, andere Meinungen zu respektieren und den Spaß am Prozess nicht zu verlieren. Die Gruppenbildung erfolgte zufällig durch Abzählen, was dazu führte, dass die Kinder immer wieder mit unterschiedlichen Mitschüler:innen zusammenarbeiten mussten. Unterstützung erhielten sie durch zufällig gezogene Stichworte und Kostümteile wie Tiermasken und Brillen, die als Inspiration dienten. Der Fokus lag auf der Kreation spannender Geschichten durch die Gruppe und nicht auf der Durchsetzung eigener Wünsche. Zu Beginn jeder Stunde wurden Teamspiele wie "Ameisenbär" gespielt, bei dem strategisches Denken und Teamarbeit gefördert wurden. Hierbei galt es, den Eingang des Ameisenhaufens vor dem Ameisenbären zu schützen. Nach den erzählten Geschichten gaben die Zuschauer:innen Rückmeldungen, indem sie zuerst betonten, was besonders spannend oder lustig war. Einige Wochen später folgten auch Verbesserungsvorschläge, die wertschätzend formuliert wurden. Durch diesen kreativen Prozess entwickelte die Klasse eine große Freude am Geschichtenerzählen. Der Weg dorthin war von Teamarbeit und dem respektvollen Umgang miteinander geprägt, wodurch die Schüler:innen lernten, wie wichtig Kompromisse und die Akzeptanz unterschiedlicher Meinungen sind.


2. Halbjahr: Vom "ICH" zum "WIR" | Klasse 3b

Teamarbeit • Kompromissfähigkeit • demokratische Entscheidungsfindung • Kreativität • Respekt

Das Projekt "Vom 'ICH' zum 'WIR'" unter der Leitung von MUS-E® Künstlerin Kerstin Kiefer in der Klasse 3b legte besonderen Wert auf Teamarbeit. Die Schüler:innen lernten in willkürlich zusammengestellten Gruppen die Grundlagen demokratischer Entscheidungsprozesse kennen. Trotz harter Regeln und knapper Zeit sollte in jeder Stunde eine Geschichte entwickelt werden, bei der alle gleichwertig zu Wort kamen, Kompromisse eingingen und andere Meinungen sowie Wünsche respektierten – der Spaß sollte dabei nicht zu kurz kommen. Die Gruppen wurden durch Abzählen gebildet, wodurch die Kinder immer wieder mit verschiedenen Mitschüler:innen zusammenarbeiten mussten. Unterstützung boten wahllos gezogene Stichworte und Kostümteile wie Tiermasken und Brillen, die als Inspiration für die Geschichten dienten. Der Schwerpunkt lag auf der gemeinsamen Entwicklung spannender Geschichten, nicht auf der Erfüllung individueller Wünsche. Nach jeder präsentierten Szene gaben die Zuschauer:innen Rückmeldungen, wobei sie zunächst nur auf spannende oder lustige Aspekte hinwiesen. Einige Wochen später wurden auch respektvolle und wertschätzende Verbesserungsvorschläge eingebracht. Es zeigte sich bald, dass eine gemeinsame Geschichte aus mehreren Wünschen entstehen kann. Schließlich durften die Gruppen selbst eingeteilt werden, allerdings mit der Auflage, dass jeweils mindestens zwei Mädchen und zwei Jungen in jeder Gruppe vertreten sein mussten, um eine möglichst heterogene Mischung zu gewährleisten. Die Schüler:innen übten, hierarchiefrei in bunt zusammengestellten Gruppen innerhalb kurzer Zeit kleine Szenen zu erarbeiten.


1. Halbjahr: Erste freie Tanzerfahrungen – angeleitete Improvisation

Arbeiten in Gruppengemeinschaft • Körper kennenlernen • Akzeptanz • neue Bewegungsformen • soziales Miteinander

Die Klassen 2a und 2b tauchten mit MUS-E® Künstlerin Lisa Kaiser in die Welt des Tanzes ein. Anfangs noch skeptisch und vorsichtig, merkten die Schüler:innen schnell, dass die Bewegung zur Musik befreit und riesigen Spaß bereitet. Das klassische Stopptanzspiel diente als "Türöffner", veränderte sich aber schnell in eine Art Tanzimprovisation, in der es die Möglichkeit gab, viele verschiedene Bewegungsarten auszuprobieren, aber auch mal still und starr in einer Statue zu verharren. Die Kinder konnten erfahren, wie es ist, den ganzen Körper oder auch mal nur einzelne Körperteile, sich mit der Gruppe oder auch mal ganz allein zu bewegen. 


Sie erlernten Schrittfolgen am Platz und auch in der Fortbewegung. Entspannungsphasen zu beruhigenden Klängen mit geschlossenen Augen oder Rhythmusübungen als eine Art Body-Percussion hatten ihren Platz in einigen Einheiten. Über die gesamte Zeit erlernten die Kinder eine Choreographie, bei welcher sich beide Klassen eine Bühne teilten und zusammen tanzen durften. Die Kinder erfuhren, dass der Tanz verbindet und die Chance gibt, ihren eigenen Körper und seine Bewegungsmöglichkeiten zu erfahren.

1. Halbjahr: Kreatives Arbeiten und Gestalten mit Farbe und Papier

Gemeinschaftsgefühl • Kompromissbereitschaft • Entdecken, Wahrnehmen, Experimentieren • Auseinandersetzung mit Kunstwerken 

In der Sparte der Bildenden Kunst arbeiteten die Kinder der Klassen 3a uns 3b zusammen mit MUS-E® Künstlerin Ksenia Hajdari.

Das Projekt "Kreatives Arbeiten und Gestalten mit Farbe und Papier" umfasst folgende Bereiche:

  • Herbststurm: Mit geschlossenen Augen Windgeräusche hören und das Gehörte auf Papier zeichnen. In Gruppen eingeteilt auf einer großen Papierrolle eine Landschaft im Sturm malen.

  • Halloween Collage: Ein Farbverlauf aus Rot, Orange und Gelb wird als Grundlage für die Collage aufgetragen. Motive zu Halloween überlegen und die Gestaltung besprechen, aus schwarzem Tonpapier auf den Farbverlauf legen und festkleben. Danach erfolgt ein Abschlussgespräch. 
  • „Malt Eure heutige Emotion mit einem Fisch“: Schüler:innen stellen Emotionen, die erraten werden sollen, pantomimisch dar. Fischzeichnungen von Mies van Hout lassen Emotionen der Fische erraten. Mit schwarzem Tonpapier, Zahnstocher zum wegkratzen der Farbe und Jaxon-Kreiden wird die Aufgabe umgesetzt. 
  • Schneelandschaft mit Fußabdrücken: In Gruppen Memory mit Tierpfotenabdrücken spielen; Fotos von Schneelandschaften anschauen und im Aufbau analysieren. In Gruppen auf großen Papierrollen mit Zeichenkohle und weißer Farbe die Landschaft malen. 
  • Einstieg in die Frottage: Einer Arbeit von Max Ernst als erste Begegnung mit der neuen Technik. Mit unterschiedlichsten Materialien experimentieren und die Strukturen zu Kompositionen auf Tonpapier kleben. 
  • Weitere Themen: Das Sujet "Stillleben" aktiv kennenlernen; individuelle Umsetzung eines Picasso-Portraits; ein eigenes Jahreszeitenportrait gestalten

"Guck mal, ich habe eine Kopie von mir gemalt!" 

"Das war mal ein ganz anderer Unterricht! Ich konnte so viel selbst bestimmen." 

"Am Anfang war es schwer."