Koordination: Christoph Buschmann
3 MUS-E® Klassen an der Grundschule Hinter Burg in Mayen werden finanziert durch das Förderprogramm der Deutschen Postcode Lotterie. Wir danken von Herzen für die großartige Unterstützung! Diese MUS-E® Projekte finden von August 2024 bis Januar 2026 im Rahmen des Themenschwerpunkts „Wir sind eine Welt“ statt und werden durch die Deutsche Postcode Lotterie ermöglicht. Im Projekt setzen sich die Kinder künstlerisch mit Themen wie Natur, Umwelt, Vielfalt und Zusammenhalt auseinander. Sie entdecken, was sie verbindet, wie sie ihre Welt erleben und welchen Beitrag sie selbst zu einem achtsamen Miteinander leisten können. Dank der Förderung können 13 Klassen deutschlandweit über 18 Monate hinweg kreativ forschen und gestalten sowie ihre Gedanken und Ideen künstlerisch sichtbar machen.
Schuljahr 2025/26
Stimmkompetenz • Artikulation • Körperwahrnehmung • Konzentration • Selbstbewusstsein
In der Klasse 1c fand einmal wöchentlich eine einstündige Gesangsstunde mit der MUS-E® Künstlerin Bärbel Malburg-Wagner statt. Ein wesentliches Merkmal der Stunde war die enge Verbindung von Gesang und Bewegung. Rhythmische Übungen, spielerische Bewegungsimpulse und abwechslungsreiche Methoden banden die Kinder aktiv ein. So wurde nicht nur die Freude am Singen gefördert, sondern auch die Konzentrationsfähigkeit, das Körpergefühl und die ganzheitliche Wahrnehmung gestärkt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Aussprache und Lautbildung. Mit Laut- und Stimmübungen, Zungenbrechern, rhythmischen Sprechversen und gezielten Artikulationsübungen wuerden die Kinder spielerisch zu einer deutlichen Aussprache geführt. Diese Arbeit unterstützte die phonologische Bewusstheit und wirkte sich positiv auf die Sprachentwicklung aus. Im Verlauf der Wochen gewannen die Kinder zunehmend Sicherheit im Umgang mit ihrer Stimme. Sie sangen mutiger, probierten unterschiedliche Lautstärken aus und gestalteten neue Lieder aktiv mit. Auch zurückhaltende Kinder wurden sensibel eingebunden und erlebten spürbare Erfolgsmomente – ihr Selbstbewusstsein wuchs sichtbar.
Naturerleben • Körperwahrnehmung • Selbstbewusstsein • Toleranz • Artikulation
Im Projekt „Mit Musik durch die Jahreszeiten“ mit MUS-E® Künstlerin Bärbel Malburg-Wagner tauchte die Klasse 2a singend und musizierend in die Stimmungen von Herbst und Winter ein. Jede Stunde begann mit einem gemeinsamen Einsingen, bei dem Körper und Stimme behutsam vorbereitet wurden. Durch gezielte Übungen lernten die Kinder ihre eigene Stimme bewusster kennen, Tonhöhen zu fühlen und sicher wiederzugeben. Dabei spielte auch die Körperwahrnehmung eine wichtige Rolle: Musik wurde nicht nur gesungen, sondern mit dem ganzen Körper erlebt. Die ausgewählten Lieder orientierten sich an den Jahreszeiten und ermöglichten es den Kindern, Naturveränderungen klanglich nachzuvollziehen. Herbst- und Winterthemen wurden mit klassischer Kinderchorliteratur verbunden, wodurch sowohl das chorische Singen als auch erste solistische Beiträge gefördert wurden. Beim Vorsingen und Vortanzen zeigten die Kinder wachsenden Mut und entwickelten zunehmend Selbstvertrauen. Ein besonderer Fokus lag auf deutlicher Aussprache und sprachlicher Gestaltung. Durch das bewusste Singen und Sprechen erweiterten die Kinder ihren Wortschatz und verbesserten ihre Artikulation. Gleichzeitig stärkten sie wichtige soziale Kompetenzen: In der Gruppe wurde aufeinander gehört, Rücksicht genommen und mit Toleranz miteinander umgegangen.
Stimmwahrnehmung • Artikulation • Rhythmusgefühl • Sprachgedächtnis • Aufmerksamkeit
Im Projekt „Singend durch die Jahreszeiten“ mit MUS-E® Künstlerin Bärbel Malburg-Wagner begaben sich die Klassen 1b und 1c auf eine musikalische Reise durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Jede Stunde begann mit einem gemeinsamen Anfangslied, das die Kinder willkommen hieß und sie stimmlich wie auch gemeinschaftlich einstimmte. Spielerische Übungen halfen den Kindern dabei, ihre eigene Stimme zu entdecken: Sie lernten, Tonhöhen einzuschätzen, nachzusingen und sicher wiederzugeben. Mit viel Freude wurden Lieder im Call-and-Response-Verfahren einstudiert – ein musikalischer Dialog, der Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit fördert. Die Klavierbegleitung unterstützte die harmonische Orientierung und half den Kindern, Tonhöhen zu festigen und Sicherheit im Singen zu gewinnen. Zu vielen Liedern entwickelten die Kinder passende Bewegungen und kleine Tänze. So wurde Musik nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar und spürbar. Die Stücke wurden sowohl chorisch als auch solistisch vorgetragen. Besonders beim Vorsingen zeigten die Kinder große Konzentration: Sie hörten aufmerksam zu und begegneten einander mit Respekt und Wertschätzung. Neben der Freude am gemeinsamen Singen wurden vielfältige Kompetenzen gestärkt. Durch lustige Zungenbrecher und Silbenreihen verbesserte sich die Artikulation, rhythmisches Sprechen und Singen wurde gezielt geschult und das Sprachgedächtnis nachhaltig gefördert. Gleichzeitig erfuhren die Kinder eine bewusste Schulung von Körperwahrnehmung und Stimme.
friedliches Miteinander • Vielfalt • Tanzen • Musik
In „Wir sind eine Welt“ setzte sich die Klasse 3d gemeinsam mit MUS-E® Künstler Jürgen Mohr künstlerisch mit einem vielschichtigen Thema auseinander. In einem einführenden Gespräch mit den Kindern und der Klassenlehrerin wurde schnell deutlich, dass „Wir sind eine Welt“ nicht nur die Menschen meint, sondern ebenso Tiere, Pflanzen, Wasser und Berge – alles, was unseren Planeten ausmacht. Die Klasse, die aus Kindern unterschiedlicher Nationalitäten besteht, erlebte das Projektthema ganz unmittelbar im eigenen Schulalltag. Das harmonische Miteinander, geprägt von Akzeptanz und gegenseitigem Respekt, spiegelte sich auch in den entstandenen Arbeiten wider. Während des Projekts lernten die Kinder verschiedene Maltechniken und Materialien kennen und probierten diese intensiv aus.
Zum Einsatz kamen unter anderem Softpastellkreiden, Wachskreiden, Holzstifte und Aquarellfarben. Es entstanden Freundschaftsbilder, Darstellungen von Geborgenheit sowie kindgerechte Landschafts-, Tier- und Unterwasserbilder. Die Werke zeigten sowohl individuelle Ideen als auch ein gemeinsames Verständnis von Verbundenheit. Sowohl die Klassenleitung als auch der Künstler stellten im Verlauf des Projekts eine positive Entwicklung im sozialen Verhalten fest. Darüber hinaus konnten bei einigen Kindern deutliche Fortschritte im motorischen Bereich beobachtet werden. Gerade Kinder, die zu Beginn Schwierigkeiten im zeichnerischen Arbeiten hatten, gewannen zunehmend Sicherheit und Präzision im Umgang mit Stift und Farbe. Am Ende entstand von jedem Kind eine kleine Bilderreihe, in der die persönliche Entwicklung sichtbar wurde – künstlerisch wie auch individuell.
Schuljahr 2024/25
Umwelt und Naturschutz • Musik und Gesang • Körperwahrnehmung • Gemeinschaftsgefühl
Im Projekt „Wir sind eine Welt“ arbeiteten die Klassen 1b und 3d gemeinsam mit der MUS-E® Künstlerin Bärbel Malburg-Wagner an der Verbindung von Musik, Gemeinschaft und Umweltbewusstsein. Als Chorleiterin mit dem Schwerpunkt Umwelt- und Naturschutz legte sie den Fokus darauf, musikalische Grundlagen mit einer sensiblen Auseinandersetzung mit Natur und ökologischem Handeln zu verbinden. Zentraler Bestandteil der gemeinsamen Arbeit waren Stimmbildung, Bodypercussion und Übungen zur Körperwahrnehmung. Die Kinder lernten, ihre Stimme bewusst einzusetzen, auf Körperhaltung und Atmung zu achten und den Zusammenhang zwischen Bewegung, Klang und Ausdruck zu erfahren. Rhythmische Bodypercussion-Übungen – Klatschen, Stampfen und Klopfen – machten den eigenen Körper als Instrument erlebbar und stärkten Koordination, Konzentration und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Gruppe. Parallel dazu wurden Lieder einstudiert, die inhaltlich Natur, Leben und Umweltschutz thematisieren. Das Musizieren wurde so immer wieder zum Ausgangspunkt für Gespräche über die Erde, ihre Vielfalt und unsere Verantwortung für sie. Auf diese Weise verband sich sängerisches Lernen mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit ökologischen Fragestellungen.
Zum Repertoire gehörten unter anderem:
Das Projekt ermöglichte den Kindern, Musik als gemeinschaftliches Erlebnis zu erfahren und zugleich ein Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Mensch, Natur und Umwelt zu entwickeln.
Vielfalt und Umwelt • Motorik • Zeichnen • Sozialkompetenzen
Im Projekt „Wir sind eine Welt“ arbeitete die Klasse 1a gemeinsam mit MUS-E® Künstler Jürgen Mohr künstlerisch zum Thema Vielfalt und Zusammenhalt. Im Mittelpunkt stand das praktische Erproben verschiedener Maltechniken, durch die die Kinder ihre gestalterischen Möglichkeiten erweitern konnten. Die Klassengemeinschaft ist geprägt von unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Herkunftsländern. Diese Vielfalt wurde im kreativen Prozess sichtbar und erfahrbar. Beim gemeinsamen Malen setzten sich die Kinder mit dem Projektthema auseinander und erlebten, dass trotz aller Unterschiede ein verbindendes Miteinander entsteht. Ihre Bilder wurden zu Ausdrucksformen persönlicher Gedanken und Gefühle und ermöglichten es, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ein weiterer Baustein des Projekts war die Beschäftigung mit Müll, Recycling und Umweltschutz. Altersgerecht wurden Themen wie Mülltrennung, Müllvermeidung und Umweltverschmutzung aufgegriffen und künstlerisch verarbeitet. Dadurch wurde das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen gestärkt.
Konzentration • Motorik • Hilfsbereitschaft • neue Maltechniken • Schraffur • Ausmalen
In ihrem „Wir sind eine Welt“-Projekt erarbeiteten die Klasse 1a und 1d gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Swetlana Peters eine tänzerische Choreografie zum Lied aus dem Kindermusical „Kunterbunt“. Das Lied bot eine besondere Passgenauigkeit zum Projektthema und eröffnete vielfältige Interpretationsmöglichkeiten. Ausgangspunkt war die Idee, dass die Welt wie ein Regenbogen aus vielen unterschiedlichen Farben besteht. Übertragen auf die Klassengemeinschaft wurde deutlich: So verschieden Haar-, Augen- und Hautfarben sind, so vielfältig sind auch die Menschen. Alles ist „kunterbunt, quietschbunt, klatschbunt“. In der choreografischen Umsetzung wurde dargestellt, wie Farben zunächst friedlich miteinander leben und spielen, sich dann jedoch einzelne in den Vordergrund drängen möchten.
Dadurch verliert der Regenbogen seine Leuchtkraft und wird grau, bis erkannt wird, dass nur das gemeinsame Miteinander die Welt hell und bunt erhält. Spielerisch erfuhren die Kinder, dass Vielfalt und Zusammenhalt das Leben bereichern. Die Proben waren geprägt von einem fröhlichen Miteinander, viel Bewegung, Lachen und engagiertem Mitsingen. Ergänzend wurde das Thema Jahreszeiten tänzerisch umgesetzt. Gemeinsam erarbeiteten die Kinder typische Merkmale von Frühling, Sommer, Herbst und Winter und stellten Unterschiede fest. Regen, Schnee und Hagel, wachsende Blumen, der Osterhase oder die „Wasserrattenpolka“ im Sommer wurden durch Musik und Bewegung lebendig dargestellt. So konnten sich die Kinder körperlich und musikalisch in die jeweiligen Stimmungen der Jahreszeiten hineinversetzen.
Vielfalt • Gemeinschaft • Ausdrucksfähigkeit • Umweltbewusstsein • Kreativität
Die Klasse 1b erfuhr gemeinsam mit MUS-E® Künstler Jürgen Mohr den Bereich der Bildenden Kunst. Im Mittelpunkt stand das Kennenlernen und Ausprobieren unterschiedlicher Maltechniken sowie die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema Vielfalt und Gemeinschaft. Die Klasse setzt sich aus Kindern verschiedener Herkunftsländer und ethnischer Hintergründe zusammen. Bereits im gemeinsamen künstlerischen Arbeiten wurde das Projektthema unmittelbar erfahrbar: Trotz unterschiedlicher Sprachen, Kulturen und Erfahrungen gestalten alle gemeinsam eine Welt. Durch Farben, Formen und Bildideen konnten die Kinder ihre Gedanken und Gefühle ausdrücken und miteinander teilen. Die Bilder wurden so zu einem Medium des Austauschs und des gegenseitigen Verstehens. Im Verlauf des Projekts lernten die Schüler:innen verschiedene Techniken und Materialien kennen und entwickelten eigene gestalterische Lösungen. Dabei stand nicht nur das handwerkliche Arbeiten im Vordergrund, sondern auch das bewusste Wahrnehmen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden innerhalb der Klassengemeinschaft. In einer weiteren Einheit widmete sich die Klasse dem Thema Müll und Recycling. Hier wurden Fragen der Mülltrennung, Müllvermeidung und Umweltverschmutzung altersgerecht thematisiert und künstlerisch aufgegriffen. Auf diese Weise wurde neben der kreativen Arbeit auch das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt gestärkt.
Schuljahr 2022/23
Geschichten und Comics • Präsentation • Gemeinschaftsgefühl • abstrakte Kunstübungen • künstlerische Individualität
Im Rahmen des Projektes "Visuelle Kunst/Comics" konnte MUS-E® Künstlerin Evamaria Deisen mit der begeisterten Klasse 1a zusammenarbeiten. Begonnen wurde mit grundlegenden Techniken des Comic-Zeichnens. Die jungen Künstler:innen lernten, verschiedene Ausdrücke und Emotionen in ihren Figuren darzustellen. Neben der Entwicklung eigener Geschichten war ein Höhepunkt des Halbjahres die Erstellung zweier XXL-Comics, die stolz präsentiert wurden. Um das Gemeinschaftserlebnis zu stärken und die Augen für die Kunstwerke der anderen zu öffnen, wurde im Klassenzimmer ein "Museum" geschaffen. Mit eigens angefertigten Eintrittskarten und kurzen "Künstler:inneninterviews" vor der ganzen Klasse wurde eine besondere Atmosphäre geschaffen. Ein weiteres Highlight war das "Comic-Karaoke".
Dabei verkörperten die Kinder mit viel Spaß und Kreativität eigene Comic-Charaktere und brachten ihre improvisatorischen Fähigkeiten zum Ausdruck. Darüber hinaus wurden abstrakte Kunstübungen durchgeführt, bei denen die Schüler:innen ihre kreative Freiheit ausleben konnten. Sie experimentierten mit Farben, Formen und Texturen und lernten verschiedene abstrakte Techniken kennen.
Koordinatorin Christina Weise berichtet: "Nach der Hofpause bekam ein Kind, welches die größte Unruhe aufwies und sich nicht in das Spiel integrieren konnte, die Rolle des Spielleiters. In abgewandelter Form konnten jetzt alle Kinder unter Anleitung ihres Mitschülers das Spiel an der Tafel fortsetzen. Die Ruhe im Klassenzimmer war beeindruckend, und ich empfand die Klasse als Einheit."
Kreativität • Phantasie • Geschicklichkeit • Teamarbeit • Lernbereitschaft
Die Klasse 1c und MUS-E® Künstlerin Evamaria Deisen ließen in diesem Halbjahr bei unterschiedlichen visuellen Kunstprojekten ihrer Kreativität freien Lauf. Besonders viel Phantasie bewies die diverse Klasse beim freien Gestalten mit Wasser- und Acrylfarben auf Papier und Holz. Die unterschiedlichen Werke wurden mit viel Freude und Engagement gestaltet und ganz stolz vor allen präsentiert. Ein Highlight war das Anfertigen individueller Weihnachtskarten und Schlüsselanhänger. Auch hier zeigten die Kinder, wie ideenreich sie sind, und entwarfen eigenständig und spontan Glücksbringer und Sorgenfresser für ihre Lieben zu Hause. Schließlich befasste sich die Klasse 1c auch mit dem Gestalten von Comicgeschichten. Gemeinsam wurde das geheime und humorvolle Leben der Buchstaben entdeckt.
"Ich freue mich immer, Kindern zu zeigen, wie sie ihre Phantasie auf die Leinwand bringen können. Im Gegensatz zu vielen Erwachsenen haben sie noch keine Scheu davor, ihre Phantasie und Träume auszudrücken. Diese Energie steckt an."
- Evamaria Deisen
Kreativität • Rücksichtnahme • Verantwortung • Teamarbeit
In der kleinen Theaterwerkstatt mit MUS-E® Künstlerin Julia Prochnow wurden gemeinsam Übungen zu den verschiedenen Grundlagen des Darstellenden Spiels gemacht. Zu Beginn einer MUS-E® Einheit stand immer das Warm-up, in dem verschiedene Übungen gemacht wurden, um den Körper aufzuwärmen und ihn mit dem Kopf in Konzentration zu verbinden. Danach ging es immer um unterschiedliche Themen: Zum Beispiel das Darstellen von Tieren. Dazu wurde eine Scharade gespielt oder Menschen-Memory. Ein großes Thema war die Pantomime, das Darstellen nur mit Hilfe des Körpers, ohne Sprache und Geräusche. Später im Halbjahr wurde sich mit Gefühlen/Emotionen befasst. In verschiedenen Übungen wurden auch das freie Sprechen, die Konzentration und natürlich auch die Kreativität gefördert. Geplant ist ein Theaterstück, bei dem die Kinder Tiere darstellen und den Text chorisch sprechen.
MUS-E® Künstlerin Julia Prochnow brachte in der kleinen Theaterwerkstatt der Klasse 2a die Wichtigkeit von Teamarbeit, Zusammengehörigkeitsgefühl, Ensemblearbeit und Respekt nahe. Beschäftigt wurde sich mit dem Thema Gefühle und Emotionen. Auch lag der Fokus auf der körperlichen Arbeit: Es wurden Isolationsübungen gemacht, Pantomime und Konzentrationsübungen durchgeführt. In der Weihnachtszeit beschäftigten sich die Kinder mit dem Theaterstück "Das Weihnachtswunder". Die Texte wurden chorisch gesprochen, und jedes Kind durfte sich entsprechend seiner Tier-Rolle eine Maske basteln.
Koordinatorin Christina Weise berichtet:
"Ein mehrfach gefaltetes Blatt ergab die Vorlage für einen Cartoon mit einem Eisbären und einem Polarfuchs. Nur für die ersten Cartoonzeichnungen bekamen die Kinder der Klasse 2c Anregungen von Frau Deisen, dann durften sie die Geschichte nach ihren Vorstellungen ausbauen. Da die Cartoons schon in der vorherigen Stunde begonnen wurden, durfte ich mir die zum Teil schon fertigen Cartoons anschauen, und sie wurden der Klasse einzeln vorgetragen. Mit viel Begeisterung, Lachen und jeder Menge Phantasie haben die Kinder ihre Cartoons vorgestellt und die Zeichnungen erklärt. Nicht nur ich war über die oft sehr detailreichen Zeichnungen erstaunt. Auch die Klassenleiterinnenvertretung war überrascht, was die Kinder können: Die Klasse war sehr aufgeweckt, und eine Begeisterung für ihre Werke und auch die Geschichten ihrer Mitschüler:innen war deutlich spürbar."
Im Projekt "Gartenfee" mit MUS-E® Künstlerin Evamaria Deisen konnten die Kinder der Klasse 1d ihrer Phantasie freien Lauf lassen und ihren "Garten" zum Blühen bringen. Mit Papier und Stiften malten die Kinder ihre ganz persönliche Geschichte, die anschließend vor der Klasse präsentiert wurde. Mit viel Einfühlungsvermögen brachte Frau Deisen die größtenteils schüchternen Kinder dazu, sich gegenüber der Klasse zu öffnen und ihre Geschichte zu erzählen, die jeweils mit viel Applaus belohnt wurde.
Im zweiten Teil der MUS-E® Stunden wurden die Kinder aufgefordert, einen Gegenstand für die weiteren kreativen Aufgaben zu nennen. Die Wahl fiel auf einen Schrank, den Frau Deisen an die Tafel zeichnete. Anschließend hauchten die Kinder dem Schrank Leben ein: Gesicht und Beine waren schnell gezeichnet. Mit Hilfe eines Films wurde den Kindern vermittelt, dass sich Emotionen wie Freude, Spaß und Leid auch ohne Gesicht und Gliedmaßen ansehen lassen. Nun durften die Schüler:innen einem Gegenstand ihrer Wahl Leben einhauchen und versuchen, dies ohne die Darstellung von Gesicht, Armen und Beinen zu tun. Eine schwierige Aufgabe, die aber mit Begeisterung von den Kindern aufgenommen wurde.
"Die Klasse war sehr lieb und zurückhaltend. Mir ist der gute Umgang miteinander aufgefallen. Die Klassenleiterin Frau Dahm arbeitet sehr gut mit Frau Deisen zusammen, und die MUS-E® Stunde in der Klasse empfand ich als Bereicherung für alle."
- Koordinatorin Christina Weise
Schuljahr 2021/22
Zusammenfinden als Klasse • Aufholen von Defiziten im sozialen Kontakt • Selbstwertgefühl • Teamarbeit
Im zweiten Halbjahr ging es für die Klassen 1a und 1c mit MUS-E® Künstlerin Swetlana Peters und einem Projekt aus der Sparte Theater weiter. Den Kindern fiel es zunächst schwer, sich nach einigen Monaten Corona-bedingter Pause wieder in ihr soziales Umfeld zu finden. Um die Klasse wieder zu einer Gemeinschaft werden zu lassen und und eine freie Entfaltung zu ermöglichen, wurde ein Improvisationsstück geprobt, und alle Kinder konnten ohne Hemmungen an das Thema Tanz herangeführt werden. So haben sie beim Vorführen der alltäglichen, ihnen bekannten Situationen richtig Spaß gehabt und haben das Thema Tanz als positiv empfunden.
Da alle Klassen etwas zur Verabschiedungsfeier von Schulleiter Christoph Buschmann beitragen wollten, lag war ein zusätzlicher Schwerpunkt des Projekts die Choreografie bzw. Improvisation für das Zirkusprojekt.
Respekt • Selbstbewusstsein • Konzentration • Teamarbeit
Die Klasse 1b startete zunächst in kleinen Schritten mit Designerin Evamaria Deisen in das Projekt, um die individuellen Stärken und Schwächen der heterogenen Klasse besser kennenzulernen, um dann gezielt auf diese einzugehen. Die Schüler:innen fanden sehr schnell Spaß am kreativen Gestalten, und so konnte die Klasse nach einigen kleineren Aufgaben mit der spielerischen Gestaltung eines großen Gesamtkunstwerkes beginnen. Das entfachte den Teamgeist und die Hilfsbereitschaft untereinander. Bei schönem Wetter fanden die MUS-E® Stunden draußen auf dem großen Schulhof statt, was den Kindern besonders viel Spaß bereitete.
"Dass alle auf einem Bild draußen auf dem Schulhof malen konnten, hat mir am besten gefallen."
gegenseitiger Respekt während der Teamarbeiten und der Präsentationen • gemeinsames Erarbeiten neuer Ideen
Die Klasse 2a lernte im Projekt mit Designerin Evamaria Deisen viel Neues über Comics, Cartoons und andere visuelle Künste. Im Laufe der Wochen wurde die Konzentration und die Begeisterung für die künstlerische Arbeit immer größer, und die Kinder gestalteten eigene kleine Comichefte, gespickt mit vielen außergewöhnlichen Ideen und Gedanken, die sich die Schüler:innen komplett selbst erarbeiteten. So wollten sie beispielsweise ihre eigene Zukunft malen. Voller Stolz wurden die einzelnen Werke der ganzen Klasse vorgestellt. Auch den Kindern, die anfänglich noch etwas schüchtern waren, fiel das Vortragen im Laufe des Halbjahres immer leichter. Außerdem erklärte sich die komplette Klasse mit enormem Engagement dazu bereit, in einer groß angelegten Teamarbeit T-Shirts für eine Schulaufführung einer Parallelklasse zu gestalten.
"Wir haben die beste Künstlerin, wir haben so viel gemacht. Der Unterricht war spitzenmäßg, und ich bin wunschlos glücklich."
Klassengemeinschaft • Achtsamkeit • Rücksicht • Entwickeln eines Verständnisses füreinander
Das Hauptaugenmerk lag für die Klasse 2c mit MUS-E® Künstlerin Swetlana Peters in diesem Halbjahr auf der Einstudierung einer Choreografie bzw. Improvisation, da zum Ende des Schuljahres ein Zirkusprojekt auf die Beine gestellt werden sollte anlässlich der Verabschiedung von Christoph Buschmann, Schulleiter der Grundschule Hinter Burg. Die Kinder haben sich passend zum Thema Zirkus in Erdmännchen verwandelt. Mit sichtlicher Freude haben sie Mimik, Körperhaltung und gemeinsames Spielen der Erdmännchen dargestellt.
Der Applaus nach der Vorführung war überwältigend. Die strahlenden Gesichter der Kinder haben deutlich gezeigt, wie stolz sie waren und wie gut die Klasse gemeinsam an diesem Projekt gearbeitet hat. Es war ein Erlebnis, die Kinder zu beobachten, wie sie aus sich herausgegangen sind und ein Körpergefühl entwickelt haben.
Für ihren Ausflug in die Welt des kreativen Spiels durften die Klasse 1a und MUS-E® Künstlerin Julia Prochnow die Aula der Grundschule Hinter Burg mit ihrer gesamten Fläche nutzen. Gemeinsam mit Frau Stein, der Klassenlehrerin, machte die Künstlerin die Kinder mit dem Darstellenden Spiel und den damit verbundenen kreativen Möglichkeiten bekannt. Besonders in Erinnerung blieben die Fantasiereise, die den Kindern sehr gut getan hat und sie ruhiger und geerdeter hat werden lassen, und das Untermalen einer Geschichte mit Geräuschen, was einiges an Kreativität zu Tage gefördert hat. Leider musste das Projekt nach einigen Stunden trotz der herausragenden Kooperation zwischen der Künstlerin, der Klassenlehrerin und des Schulleiters aufgrund eines mangelndem respektvollem Umgangs der Schüler:innen untereinander frühzeitig beendet werden.
Zu Beginn des Halbjahres konnte MUS-E® Künstlerin Julia Prochnow mit der gesamten Klasse 2a in der Aula der GS arbeiten. Der große Raum bot viel Platz für alle möglichen Warm-up-Spiele und Theaterübungen. Besonders die Raumläufe, bei denen z. B. der Raum verwandelt wird (Matschfeld, Eisbahn, Dschungel, Weltraum etc.) oder die Kinder sich selbst verwandeln (Tiere, Filmstars, coole Kids, humpelnde Menschen, Clowns etc.), haben den Kindern sehr viel Spaß bereitet. Gemeinsam wurden viele verschiedene Übungen zum Thema Körperarbeit (Spiegelbilder, Marionetten, Menschen-Memory), Vertrauensspiele und Gemeinschaftsspiele gemacht und sich längere Zeit mit Pantomime beschäftigt und damit Grundlagen für die Theaterarbeit gelegt. Kurz vor Weihnachten dezimierte sich die Gruppe. Die allgemeine Corona-Situation führte dazu, dass in der Grundschule Hinter Burg am Nachmittag nur noch eine Notbetreuung stattfand.
Gemeinsam mit der kleinen Gruppe von ca. 10 Kindern führte Julia Prochnow zunächst verschiedene Konzentrationsübungen und Spiele durch und fokussierte weiterhin die Arbeit mit dem Körper. Der nächste Schritt war die Beschäftigung mit der Improvisation, zu der zunächst Grundlagen besprochen wurden. Die Kinder agierten sehr mutig und kreativ z. B. in der Kinoimprovisation, in der alle Teilnehmer:innen gemeinsam agieren und „verrückte Kinobesucher:innen“ mimen, was zu einem wundervoll spannenden und lustigen Durcheinander in der Szene führte. Eine weitere Improvisation war „Im Kaufladen“, in der die Kinder angehalten waren, den agierenden Rollen „Verkäufer:in/Käufer:in“ besondere Haltungen und Emotionen zu verleihen. Es entstanden viele schöne facettenreiche und damit sehr unterschiedliche Szenen zu einem Thema. In weiteren Übungen ging es auch um den Gebrauch von Requisiten und wie man Requisiten durch völlig andere Handhabung in etwas ganz anderes verwandeln kann. Da wurde der Kochlöffel zum Mikrofon, der Ball zum Baby und der Pinsel mit Palette zur Pizza nebst Messer.
"Die Arbeit mit der kleinen Gruppe war nicht immer leicht, hat aber mit der Zeit eine schöne Dynamik bekommen. Dass wir bereits kleine Szenen improvisieren können, liegt nicht zuletzt an der Größe der Gruppe. Die Kinder der kleinen Gruppe sind deutlich ruhiger, konzentrierter und zum Teil auch kreativer als zu Beginn unseres kreativen Schaffensprozesses. Die Szenische Arbeit macht allen sehr viel Spaß und fordert selbst die extrovertierten Kinder heraus. Die Kinder mit Migrationshintergrund sind offener geworden. Sie bringen sich mehr ein in die Gemeinschaft und sind mutiger im Umgang mit der deutschen Sprache."
- Julia Prochnow
Um die Klasse erst einmal kennenzulernen, startete MUS-E® Künstlerin Evamaria Deisen im Herbst 2021 zunächst mit kleinen kreativen Aufgaben. So sollte jedes Kind sich in der ersten Stunde als eigene Comicfigur mit besonderen Fähigkeiten zeichnen. Nach anfänglichem Zögern waren die Schüler:innen später viel offener und mutiger, und schnell zeigte sich, dass sie nicht nur viel Spaß daran hatten, sich eigene Kurzgeschichten zu den Figuren auszudenken, sondern auch, dass es sich um eine außergewöhnlich kreative Klasse handelte.
Die angenehme und ruhige Atmosphäre innerhalb der Klasse und die Leitung durch die Klassenlehrerin Frau Stuntz machten ein intensives und konzentriertes kreatives Schaffen auch in Gruppen möglich. Im Laufe des Halbjahres wurden die Cartoons nicht nur auf Papier, sondern auch gemeinsam mit Kreide an der Tafel aufgemalt und präsentiert. Besonders das Vortragen der eigenen, sehr phantasievollen Ideen vor der ganzen Klasse war für manches Kind eine große Herausforderung, die schlussendlich jede:r mit Bravur und einer Menge Applaus meisterte. So war es nicht verwunderlich, dass die Vorfreude auf die nächste Woche am ende der MUS-E® Stunden meist schon groß war.
"Ich fand es sehr gut, und ich wünschte mir, dass du weiter bei anderen Klassen so viel Kreativität hast."
"Ich fand es schön, weil ich froh bin, dass wir immer so nette Lehrer:innen haben und dass alle gesund und glücklich sind, damit alle bei MUS-E mitmachen dürfen."
"Ich fand es toll, dass alle miteinander was machen durften und dass alle helfen konnten. Deshalb habe ich neue Freund:innen in der Klasse gefunden."
Respekt • Toleranz • Hilfsbereitschaft • Klären von persönlichen Problemen • Gemeinsames Erarbeiten neuer Ideen
Zu Beginn des Halbjahres stand das spielerische Kennenlernen im Vordergrund. Dieses wurde zunächst in einzelnen kleinen Schritten wochenweise vertieft. Zum Beispiel gab es die Aufgabe, die eigene Persönlichkeit, Wünsche und Freizeitaktivitäten grafisch in einem bunten Selbstporträt zu formulieren. Wichtig war dabei weniger die perfekte Ausgestaltung als die kreative Ideenvielfalt und die Präsentation dieser. Wie sich schnell herausstellte, hatten die Schüler:innen der Klasse 2c sehr viele spannende Ideen, über die sie gern vor der ganzen Klasse berichteten, und es wurde viel gelacht und applaudiert.
Dank des tollen Lernklimas unter der Leitung von Klassenlehrerin Frau Strauß war es sogar möglich, dass sich in der zweiten Hälfte des Halbjahres die Kinder in Gruppenarbeit und ohne direkte Vorgabe ihre ganz eigenen Bildergeschichten im Großformat erarbeiten konnten.
Offenheit • Phantasie • Spaß und Spannung • Selbstvertrauen
Die Klasse 3b wurde während des ersten Halbjahres ebenfalls von MUS-E® Künstlerin Evamaria Deisen kreativ gefördert. Anfänglich in Einzelaufgaben mit einem leeren Blatt konfrontiert, entdeckten die Kinder dieser sehr heterogenen Klasse schnell ihre eigene Kreativität zu nutzen und die gelernten Grundlagen in ihren eigenen Werken zu verwenden. Dem Erfinden eigener Kurzgeschichten und Cartoons folgten kleinere Kurzprojekte wie die spontane Entwicklung kleiner Comic-Heftchen.
Dank des großartigen Talentes von Klassenlehrer Herrn Wilhelmi, Geschichten vorzutragen, wurde so manche gemalte Kinderidee zu einer spannenden Erzählung, die jede:n in der Klasse begeisterte. Leider musste die Gruppenarbeitsphase, in der die Schüler:innen gemeinsam großformatige Bildergeschichten erfanden, in der zweiten Halbjahreshälfte aufgrund der Corona-Pandemie zum Ende hin unterbrochen werden.
Gemeinsam mit Frau Grallert beschloss MUS-E® Künstlerin Julia Prochnow mit der Klasse 3c, die bereits die Basis des Kreativen Spiels mit der Künstlerin erleben durfte, einen Schritt weiterzugehen, Theaterstücke einzustudieren und den Kindern damit das Erlebnis eines richtigen Probenprozesses und der darauffolgenden Aufführung zu ermöglichen. Die Entscheidung fiel auf zwei Stücke, damit jedes Kind, das Lust hatte, auch in dem ein oder anderen Stück eine Rolle übernehmen konnte. Während Frau Prochnow mit den Schauspieler:innen das Stück einstudierte, waren die anderen Kinder mit Requisiten basteln, Regie und Hintergrundorganisation beschäftigt. Wichtig war hier das gemeinsame Umsetzten des Textes und dass jedes Kind die Möglichkeit hatte, bei der Regie mitzuarbeiten und Vorschläge zu machen. Des Weiteren sollte aber auch die Fähigkeit, anderen einfach mal in Ruhe zuzusehen und zu beobachten, weiter gefördert werden, denn auch Beobachten ist sehr wichtig für das Theaterspielen.
Im daraus entstandenen Weihnachtsstück hat die gesamte Klasse als Chor noch ein passendes Musikstück im Anschluss an das Theaterstück dargeboten. Das Stück wurde aufgenommen und digital an die Eltern herausgegeben. Gemeinsam hofft die Klasse sehr, dass das zweite Stück „Die Strusel- und Fuselschule“ im Frühjahr zur Aufführung vor Publikum kommen darf. In der Klasse 3c war eine sehr schöne Dynamik zu spüren, die Lust, sich kreativ in einem Theaterstück zu präsentieren und selbstverantwortlich eine Rolle zu übernehmen, Text zu lernen und mutig auf der Bühne (oder im Video) darzustellen war sehr groß. Die Kinder waren voller Ideen, dachten mit, waren dabei und man sah, wie sie die Fortschritte immer mehr anspornten.
Koordinatorin Christina Weise berichtet:
"Am Ende der MUS-E® Einheit hat ein Mädchen gefragt, ob ihre Klassenkameradin mehr Text bekommen könne. Dieses Mädchen ist sehr schüchtern. Dank Frau Prochnow und Frau Grallert hat sie aber den Mut gefunden, an diesem Theaterstück teilzunehmen. Hier hat sich für mich der Eindruck verstärkt, dass die Klasse eine Einheit ist und aufeinander geachtet wird. Frau Prochnow hat die Kinder hervorragend mit ihrer Arbeit gestärkt. Die gute Zusammenarbeit mit der Klassenleiterin Frau Grallert hat mit Sicherheit auch dazu beigetragen, dass MUS-E® in dieser Klasse so gut angekommen ist.
"Die Klasse 3c kann als das Erlebnis das gemeinsam gestaltete Theaterprojekt für sich verbuchen, und ich bin der Überzeugung, dass dieses Erlebnis die Klasse als Ganzes noch mehr zusammenführt. Jede:r kann auf sich, seine/ihre eigene Leistung und den eigenen Beitrag am Ganzen stolz sein und schaut auf das wirklich sehenswerte und tolle gemeinschaftliche Ergebnis. Die Kinder sind sicherlich mutiger, selbstbewusster und kreativer geworden und können zurecht stolz auf ihre Arbeit sein."
- Julia Prochnow
Schuljahr 2020/21
Trotz der schwierigen Lage durch die Schulschließungen blickten wir dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Lehrer:innen der Grundschule Hinter Burg in Mayen optimistisch in die Zukunft und bereiteten das 2. MUS-E® Schulhalbjahr vor. Folgende Projekte sollten stattfinden:
Alle Beteiligten hofften sehr, dass MUS-E® wieder starten dürfte, denn die Kinder sehnten sich nach Abwechslung, Kontakt und Spaß und ihnen fehlten die Wertschätzung und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das sie durch MUS-E® erfahren.
Obwohl Schulleitung, Lehrer:innen, Künstler:innen und Koordinatorin Christina Weise sich immer wieder Gedanken darüber gemacht und Konzepte entwickelt haben, wie MUS-E® mit verschärften Hygienemaßnahmen und trotz zeitweiser Schulschließungen durchgeführt werden kann, konnten die Künstler:innen im 2. Halbjahr leider nicht in die MUS-E® Klassen gehen, um für die Kinder das Bildungsprogramm MUS-E® erlebbar zu machen.
Allen Beteiligten ist jedoch klar, wie wichtig MUS-E® für die Schülerinnen und Schüler ist, und deshalb können wir sagen: MUS-E® wird es auch im kommenden Schuljahr 2021/22 an der Grundschule Hinter Burg geben. Gerade jetzt möchten wir den Kindern helfen, die letzten Monate besser zu verarbeiten. Gemeinsame Theaterprojekte, Tanz und kreatives Gestalten sollen helfen, das Miteinander wieder zu erleben und zu festigen. Zaubern wir den Kindern, Lehrer:innen und Künstler:innen ein Lächeln ins Gesicht, und dies hoffentlich bald, wenn es die Pandemie zulässt, sichtbar ohne Maske.
Materialkunde • Verfolgung des Entstehungsprozesses • Gruppenorganisation • Zusammenarbeit und Rücksichtnahme • Experimentieren
Die Klasse 1c beschäftigte sich gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Nina Knob in der Sparte der Bildenden Kunst mit dem Projekt "Keramik/Aus der Fläche". Zunächst wurden Erklärungen zum Werkstoff und dessen Ursprung gegeben. Das Material wurde durch Befühlen und Beschnuppern kennengelernt und die anfängliche Scheu vor dem fremden Material bald überwunden. Ziel ist das Entwickeln eines Objekts aus der Fläche heraus. Hierzu wurde Ton ausgerollt und mit Hilfe diverser Alltagsgegenstände, die zum Teil von der Klasse gesammelt wurden (Stiftkappen, Obstnetze, Blätter, Reis etc.), zur Verzierung mit Strukturen versehen. Durch den darauffolgenden Brennvorgang konnten die Kinder die Transformation des Materials in Konsistenz und Farbe erleben. In einem nächsten Schritt werden die Werkstücke mit Farben bemalt.
MUS-E® Künstlerin Nina Knob berichtet:
"Ein Schüler kam begeistert zu mir und sagte, er liebe Ton. Sie hätten welchen zu Hause, und er würde das jetzt auch dort machen. Eine Lehrerin äußerte sich skeptisch über das mögliche Ergebnis nach dem Brennvorgang und der darauffolgenden möglichen Frustration. Glücklicherweise haben die Kinder aber alle sorgfältig gearbeitet, und alles ist heil geblieben."
Am 27. Oktober startete MUS-E® Künstlerin Swetlana Peters in den Klassen 1a und 1b der Grundschule Hinter Burg in Mayen mit der Sparte Tanz. Nicht nur die Lehrer, sondern auch die Kinder freuten sich über das neue Angebot. Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellungsrunde folgten erste Übungen und Tänze. Aufgeregt und neugierig machten alle Kinder begeistert mit und freuten sich auf die kommenden MUS-E® Stunden.
Am 3. November startete das Projekt "Kleine Theaterwerkstatt" aus der Sparte Theater mit Julia Prochnow in den Klassen 2a und 2c. Wir freuen uns, mit ihr eine erfahrene und engagierte Schauspielerin für das Bildungsprogramm MUS-E® gewonnen zu haben.
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