MUS-E® an der Arnulfschule St. Arnual/Saarbrücken

Koordination: Karina Gölzer

Seit September 2022 ist MUS-E® an der Arnulfschule im Saarbrücker Stadtteil St. Arnual aktiv.

 

MUS-E® im Saarland wird unterstützt durch die Union Stiftung.


Schuljahr 2025/26

2. Halbjahr: Mickey Mouse "Der kleine Wirbelwind" | Musikalische Improvisation

Noten und ihre Notation • Lernen, den Rhythmus von Wörtern in musikalische Noten zu übertragen und zu notieren • Call and Response • Schnelle Reaktion (Rhythmus und Melodie) • Musikerfinden  • Stummfilm-Improvisation  • Leitmotive

Im Projekt „Mickey Mouse – Der kleine Wirbelwind“ mit MUS-E® Künstlerin Irena Petrovska begab sich die Klasse 2.2 auf eine klangvolle Entdeckungsreise in die Welt der Musik und der musikalischen Improvisation. Im Zentrum stand die Erweiterung des musikalischen Verständnisses: Was ist Musik? Was kann Klang sein? Durch vielfältige praktische Übungen erhielten die Kinder einen spielerischen Zugang zu grundlegenden Elementen wie Rhythmus und Melodik. Sie lernten unterschiedliche Notenlängen kennen, setzten sich mit deren Notation auseinander und gewannen erste Einblicke in das Notensystem. Rhythmische Sicherheit entwickelten die Schüler:innen durch Bodypercussion sowie durch Sprech- und Bewegungsübungen, die den eigenen Körper als Instrument erfahrbar machten. Im Bereich der Melodik arbeiteten sie im Call-and-Response-Verfahren. Mit Stimme und Kazoos entstanden kleine musikalische Dialoge, die zum Experimentieren und Weiterentwickeln einluden. Auf dieser Grundlage komponierten die Kinder eigene kurze Musikstücke. Mit Hilfe erlernter Begriffe und Strukturen entwickelten sie in Kleingruppen kleine Kompositionen, die sie anschließend präsentierten. Dabei wurde Musik als gemeinschaftlicher Gestaltungsprozess erfahrbar, der Raum für individuelle Ideen und Ausdruck ließ. Den Abschluss des Projekts bildete die kreative Auseinandersetzung mit dem Kurzfilm „Mickey Mouse – Der kleine Wirbelwind“. Die Kinder untermalten die Bilder eigenständig musikalisch und erlebten so, wie Klang und Bild miteinander in Beziehung treten. Auf diese Weise entstand eine lebendige Verbindung von Wahrnehmung, Vorstellungskraft und künstlerischem Ausdruck.


1. Halbjahr: Wer wohnt denn da in meinem Turm?

Experimentieren mit unterschiedlichsten Materialien • Geschichten erfinden • freies Vortragen • Wertschätzung • Konzentration

Dieses Projekt wurde gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes.

Im Rahmen Projekts „Wer wohnt denn da in meinem Turm?“ tauchte die Otter-Klasse 2.2 gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Claudia Lang in ein bildnerisch-erzählerisches Kunstprojekt ein. Aus sogenannten Wegwerfmaterialien entwickelten die Kinder eigene Turmbauten, die verklebt, mit Acrylfarben bemalt und mit Fundstücken, Schmuckelementen und weiteren Materialien verziert wurden. Dabei entstanden ganz unterschiedliche Formen, bei denen neben der Gestaltung auch die Stabilität der Bauwerke eine wichtige Rolle spielte.

 

Die benötigten Materialien sammelten die Kinder selbst und setzten sie eigenständig in ihren Arbeiten ein. Parallel dazu formten die Schüler:innen aus Draht, Gipsbinden und Keramikmasse kleine Figuren – Menschen oder Tiere –, die in den Türmen „lebten“. So entstanden individuelle kleine Welten, die mit viel Fantasie und Liebe zum Detail gestaltet wurden. Ein zentraler Bestandteil des Projekts war das Experimentieren mit unterschiedlichen Materialien. Die Schüler:innen sammelten vielfältige Erfahrungen im Umgang mit Acrylfarben, Kleber, Gips und weiteren Werkstoffen und erlebten, wie sich diese im Gestaltungsprozess verarbeiten und kombinieren lassen.

 

Ergänzend zur bildnerischen Arbeit entwickelten die Kinder für ihre Türme eigene Namen und erfanden dazu passende Geschichten. Jede Einheit begann mit einer Märchenerzählung oder einem Gedicht, das durch ein gemeinsames Ritual eingeleitet wurde und die Kinder zum freien Erzählen anregte. Im Verlauf der kreativen Arbeit entstanden so individuelle Erzählungen, die eng mit den gestalteten Werken verbunden waren.

 

Die Vielfalt der entstandenen Türme und Geschichten zeigte eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Kinder ihre Ideen umsetzten und weiterentwickelten. Jedes Kind schuf einen eigenen Turm mit Bewohnern und einer persönlichen Geschichte. Eine besondere Anerkennung erfuhr das Projekt im November mit der Verleihung eines Kunstpreises der ENERGIS, der die kreative Arbeit der Klasse würdigte.

 

MUS-E® Künstlerin Claudia Lang berichtet: "Ich habe die Arbeit mit der Klasse sehr genossen, auch die Zusammenarbeit mit der Klassenlehrerin Frau Brechtel und der Unterstützungshelferin Manuela, die selbst viel Freude am Gestalten gezeigt hat und auch dadurch die Kinder motiviert hat. Sehr beeindruckt war ich, als Kinder aus Syrien die gehörten (deutschen) Gedichte in ihre Sprache übersetzt und dann in der Klasse vorgetragen haben. Auch der Preis von ENERGIS war eine schöne Überraschung!"

 

"Klasse Projekt: mehrschichtig freies Gestalten der Türme, Einbezug vieler Märchen und Gedichte, freier Vortrag der Kinder! Das Projekt war fesselnd, sehr motivierend und die Phantasie wurde gefördert."

- Klassenlehrerin Andrea Brechtel



Schuljahr 2023/24

1. Halbjahr: Mein Rhythmus

Rhythmusgefühl • Zuhören und aufeinander reagieren • Musik erfinden und improvisieren • Rhythmen von Wörtern in Noten transformieren • Erstellen von Partituren

"Mein Rhythmus" war ein spannendes Projekt, das von MUS-E® Künstlerin Irena Petrovska in den Klassen 4.1, 4.2 und 4.3 durchgeführt wurde. Das Hauptziel dieses Projekts war es, das Rhythmusgefühl der Kinder zu erweitern und ihre kreative Ausdrucksfähigkeit zu fördern. Jede Unterrichtsstunde begann mit einem einprägsamen Lied, dessen Rhythmus die Kinder durch Klatschen und Stampfen spielten. Dies ermöglichte es den Schüler:innen, den Rhythmus wirklich in ihren Körper aufzunehmen und zu verinnerlichen. Nachdem wichtige Themen wie Tempo, Dynamik und Noten behandelt wurden, tauchten die Kinder in die faszinierende Welt der Instrumente ein und lernten deren vielfältige Spielmöglichkeiten kennen. 

Die nächsten Schritte des Projekts umfassten die Improvisation über Szenen aus dem berühmten Stummfilm "Der Zirkus" von Charlie Chaplin sowie das Schreiben und Kreieren eines eigenen kleinen Stücks unter Verwendung des Rhythmus bestimmter Wörter. Diese kreativen Übungen dienten dazu, die Phantasie und das musikalische Verständnis der Schüler:innen zu fördern. Schließlich führten all diese Schritte dazu, dass die Klasse gemeinsam ein einzigartiges Stück kreierte, das sich vom Text des Gedichts "Die Gäste der Buche" von Rudolf Baumbach inspirieren ließ. "Mein Rhythmus" war nicht nur eine musikalische Reise, sondern auch eine kreative Entdeckung für die Schüler:innen, die ihre Fähigkeiten und ihr Selbstvertrauen im Umgang mit Rhythmus und Musik weiterentwickelten.



Schuljahr 2022/23

2. Halbjahr: Die bewegte Linie

Kreativität • Freiraum • Wertschätzung • Phantasie und Mut • Experimentieren  Ausbau des sozialen Miteinanders

Das Thema "Die bewegte Linie" durfte von den Kindern der Klassen 3.1, 3.2 und 3.3 ganzheitlich unter der Anleitung von MUS-E® Künstlerin Andrea Rauscher erlebt werden. Auf dem Papier wurde vom Punkt zur Linie phantasievoll experimentiert. Die Schüler:innen konnten unterschiedlichste Mittel einsetzen wie Stifte, Marker, Kohle, Acrylfarbe ebenso Wolle oder Draht, um auch in der Dreidimensionalität zu experimentieren. Aus dem Liniengewirr wiederum bildeten sich wie zufällig spontane bewegte Figuren, die die Kinder nach ihren eigenen Vorstellungen weiter zeichneten. Zu Beginn war es eine große Herausforderung für die Klasse, frei und häufig gegenstandslos zu arbeiten und ohne feste Vorgaben auf das gewünschten Endprodukt hinzuarbeiten. Denn dieses gab es im Sinne eines fertigen, gegenständlichen Bildes nicht. Das Ziel war es, auf verschiedenen Ebenen für jedes Kind ganz individuell die sichtbare Spur einer Bewegung entstehen zu lassen: Mit Kopf und Herz, Händen und Beinen.


Zum Ende des Projektes war deutlich sichtbar, dass die Kinder insbesondere durch den wertfreien Raum und die ihnen gewährte Freiheit des Gestaltens eine immense Entwicklung in ihrer Kreativität erfahren hatten. Letztlich ließen sie dieser sehr selbständig ihren freien Lauf. Sie waren mit großem Enthusiasmus für jede neue Idee zu begeistern und brachten häufig auch selbst mit viel Freude ihre eigenen Ideen ein. 

 

"Hier kann man seinen Ideen freien Lauf geben - das ist toll!"

- Oscar

 

"Ich liebe es, dass du uns zeigst, wie es aussehen kann, und dass du immer versuchst, uns zu helfen!"

- Noemi

1. Halbjahr: Handpuppenbau und Improvisationstheater

Verbalisieren • Offenheit • Experimentierfreude • Flexibilität • Neugier  Stärkung der Klassengemeinschaft

Die Kinder der Klassen 3.1, 3.2 und 3.3 gestalteten gemeinsam mit MUS-E® Künstlerin Maike Erdudatz ihre eigene Handpuppe nach ihren Wünschen und ihren kreativen Vorstellungen. Als der Kopf geformt und die Augen, Nase und Mund modelliert waren, entstanden unter Verzierung der Puppen mit Farben und Stiften immer mehr die Charaktere der Figuren. Haare, sogar Frisuren, wurden von den Kinder unter Eifer entworfen. Es folgte das Nähen von Hüten, Kleidung und Accessoires. In Kleingruppen wurden Ideen ausgetauscht und umgesetzt. So entstanden wunderbare und individuelle Handpuppen, ganz nach dem Geschmack des jeweiligen Kindes. Mit viel Spaß und Freude am Spiel wurde dann an unterschiedlichen Theaterstücken gefeilt, die jeweils in Kleingruppen geprobt wurden. 


Zum Abschluss trafen sich alle Kinder der Klassenstufe 3 und zeigten ihr Theaterstück den anderen Klassen auf der selbstgebauten Bühne. Der kräftige Applaus und die gute Stimmung breiteten sich schnell aus, und die Kinder nahmen voller Stolz ihre Handpuppe mit nach Hause.

 

"Ich freue mich auf jede MUS-E® Einheit in der Arnulfschule, denn die Kinder sind mit Eifer, Ideen und Tatendrang am Werk – so wunderbar und vielseitig kann Kunst in der Schule sein! Die Lehrer:innen unterstützen die Schüler:innen und haben Freude: So manches Mal haben wir alle gemeinsam laut gelacht."

- Maike Erdudatz